#1 Hans Ulrich Wilms, Hochleistungs-Optimierer und Zufriedenheits-Finder
Shownotes
Hat klare Ideen zum Sinn und Unsinn der Psychologie. Er gibt uns Einblicke, wie er als Coach im Hochleistungssport vorgeht. Dr. Hans Ulrich Wilms. Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut und Sportpsychologe. Der Mann mit der tiefen Stimme, dem großen Herz und dem klaren Verstand. Freut euch auf tiefe Einblicke in das Leben und Wirken eines besonderen Menschen.
TOMMIs .talk von DerTOMMI.de +++ Internet‑Technik: www‑GE.ORG +++ Podcast‑Sound: soundandgo.com
v1.1
Transkript anzeigen
00:00:00: Moin zusammen und Servus in die Runde!
00:00:10: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von TOMMIs.talk.
00:00:14: Und tatsächlich, heute ist es die allererste Folge und ich bin so froh dass das endlich losgeht.
00:00:19: nach Monaten der Vorbereitung unzähligen Technikchecks wird es mal wichtig, dass sich hier kurz Danke sage, danke an Georg, der die Technik gecheckt hat und mir immer mit Rat und Tat zur Seite steht.
00:00:31: Danke an Fabian from Sound and Go Die Jungs machen den Sound nachher schick.
00:00:36: Danke an Riccada, die mich hier überhaupt inspiriert hat das zu tun und danke an Felix für die Bildsprache!
00:00:44: Ich bin so dankbar dass er heute bei uns ist unser erster Gast Dr.
00:00:49: Hans Ulrich Wilms psychologischer Psychotherapeut Verhaltenstherapeut und Sportpsychologe.
00:00:56: Uli hat sehr klare Ideen zum Sinn und Unsinn der Psychologie, und ich hoffe heute auf seinen tiefen Einblick wie er als Coach im Hochleistungssport vorgeht.
00:01:07: Aus meiner Sicht ist Uli der Mann mit der tiefen Stimme dem großen Herz und dem klaren Verstand.
00:01:14: Uli herzlich willkommen.
00:01:15: schön dass du da bist!
00:01:17: Danke danke vielen Dank dass ich erst mal dabei sein darf.
00:01:21: ja und vor allen Dingen auch vielen dank dafür das die an so exponierter Stelle stehe Und dafür, dass die Einladung alleine mich schon sehr angeregt hat.
00:01:31: Noch mal zu reflektieren über die Dinge, die mir eigentlich wirklich wichtig sind.
00:01:35: Es war ein wunderbaren Prozess in Gang gesetzt und ich hatte wunderschöne vierzehn Tage.
00:01:40: Super!
00:01:40: Danke für die Einladung.
00:01:42: Sehr gerne, Oli.
00:01:44: Mein Lieber, lass uns anfangen... Ich habe mir ehrlich gesagt gar nicht so eine richtige Eröffnungsfrage überlegt außer Was ist eigentlich Psychologie und was ist das, was sich daran fasziniert?
00:01:57: Vielleicht kannst du uns das mal erklären damit die Leute ein bisschen eine Idee kriegen.
00:02:03: Okay vielleicht das Wichtigste zuerst dass ich denke was mich ausmacht liegt gar nicht im Tiefen sondern im Einfachen weil das einfach schon häufig schwierig genug ist umzusetzen.
00:02:16: so wie die Engländer sagen it's simple but not easy.
00:02:21: Gerade die einfachen Dinge gut umzusetzen, daran besteht die große Schwierigkeit.
00:02:25: Und für mich als Psychotherapeut wie auch als Sportpsychologe begegne mir ja schon sehr häufig Vorurteile in Bezug auf das Wort psych alleine und ich habe mir angewöhnt eine einfache Definition davon zu geben aus der allgemeinen Psychologie.
00:02:41: Psychologie ist im Wesentlichen nichts anderes als die Lehre vom Denken, Fühlen und Handeln des Menschen Und in dieser Einfachheit ist es häufig schwierig genug, zum Handeln zu kommen.
00:02:56: Ich glaube wir hatten uns vor einigen Monaten mal drüber unterhalten.
00:02:59: da habe ich so einen pflapsigen Satz rausgehauen vom Typus alles denken was nicht zum handeln führt ist überflüssiges Denken?
00:03:07: Ja
00:03:08: sehr schön.
00:03:09: sagt das nochmal bitte der ist so schön.
00:03:11: sag ihn noch einmal!
00:03:13: Alles denken dass nicht zum Handel führt ist Und beim überflüssigen Denken ist nur eine Form des Denkens wirklich erlaubt und nützlich.
00:03:22: Nämlich das Denken, dass Lust macht die Lust an Denken.
00:03:27: Das Spintisieren, das Philosophieren ja meint wegen auch das geordnete selbst reflektierte Klugscheißern.
00:03:36: Ja, ich habe im Augenblick eine Jungsrunde und wir treffen uns zum Weltverbessern einmal im Monat.
00:03:42: Wir nehmen uns selbst nicht ernst aber wir schmeißen aus sehr unterschiedlichen Richtungen unsere Gedanken Meinungen Einstellungen zusammen und wir profitieren alle davon von der Sichtweise des jeweiligen anderen.
00:03:56: Ich komme nochmal auf die Definition zurück weil je schwierig genug denken fühlen und handeln unser Denken unser stilles Denken hat ein Problem.
00:04:05: es ist eigentlich verquast irrational und letztendlich betrachtet besteht es nur aus Gedankenfetzen, also ist alles andere als sinnvoll.
00:04:15: Erst wenn unser Denken laut wird oder wenn wir's aufschreiben, wird ein geordnetes Denken daraus.
00:04:22: Und wahrscheinlich hat das ist jedenfalls das Narrativ was ich benutze die Evolutionsbiologie irgendwann entdeckt dass wir verquass denken und nicht zum Handeln kommen und hat dann wahrscheinlich bei uns etwas implementiert nämlich das Fühlen,
00:04:40: um
00:04:41: deutlich zu machen hoppla in deinen verquasten Gedanken geht irgendetwas vor was anzeigt dass etwas nicht in Ordnung ist.
00:04:48: jetzt kommen wir bitte zum handeln und die Funktion des fühlens ja ist erstmal ein gefühl zu produzieren.
00:04:57: also wir haben einen gedanken in unserem kognitiven system.
00:05:00: der aktiviert Das limbische System, speziell die Amygdala und die löst eine Stressreaktion aus.
00:05:07: Die wir an unterschiedlichen Körperteilen fühlen.
00:05:11: Das heißt unsere Gefühle sind offensichtlich verdratet mit unterschiedlichen Stellen im Körper Und aus dem Gehfühl sollen wir dann einen Handlungsimpuls ableiten.
00:05:21: das soll uns leiten das Richtige zu tun um das Problem aufzulösen und die körperliche Seite von der im wesentlichen Das Herz-Kreislaufsystem betroffen ist, soll uns aktivieren zum Handeln.
00:05:34: Zwei einfache Beispiele... das Schamgefühl führt dazu dass wir erröten.
00:05:40: Ja, das kennt ja jeder von uns verstanden!
00:05:43: Es ist ein sichtbares Gefühl und es eigentlich eine Unterwerfungsgeste.
00:05:46: ich sehe ein Ich habe einen Fehler gemacht.
00:05:49: Bitte schließt mich nicht aus.
00:05:50: Uli, dafür liebe ich dich.
00:05:52: eine Unterwerfungsgeste!
00:05:54: Ich liebe Dich für Deine Sprache.
00:05:55: Entschuldige, dass ich unterbreche aber das gefällt mir so gut.
00:05:57: deswegen hake ich dazwischen.
00:05:59: Okay ist ein Unterwerffungsgestes sorry mach weiter.
00:06:02: Um nicht ausgeschlossen zu werden aus der Gemeinschaft ja weil wir können uns vorstellen vor Vierzehntausend von Christus wären wir noch keine elaborierte Sprache gehabt haben.
00:06:12: Und wenn wir einsehen, dass wir einen Fehler gemacht haben.
00:06:15: Wir haben ja damals in Gemeinschaften von etwa fünfzig bis zu magischen Hundertfünfzig gelebt.
00:06:20: Größer waren die Stämme nicht und was für den Menschen lebensgefährlich war, war von der Gemeinsschaft ausgeschlossen zu werden.
00:06:28: Darum verbinden wir das Schamgefühl im Peinlichkeitsgefühl häufig mit Angst.
00:06:34: Wobei das heute gar nicht mehr notwendig ist, wir werden nicht mehr ausgeschlossen Wir sind nicht mehr von unserem Stamm, von den Fünfzig bis Hundertfünfzig abhängig.
00:06:44: Okay ein anderes Gefühl ist die Angst das es die maximale Vorbereitung Die maximale Energisierung um eine Gefahr zu bewältigen meistens durch Kämpfen oder Flüchten.
00:06:58: Das heißt, wir haben einen hohen Blutdruck und einen hohem Puls damit die Energiebausteine im Blut möglichst schnell und flexibel in der Muskulatur der Arme oder Beine andocken können.
00:07:09: Und auch wechselhaft.
00:07:11: Darum ist dieser Energisierungszustand so hoch um zu kämpfen und zu flüchten.
00:07:18: Wenn wir eine reale Gefahrsituation haben merken wir diesen Zustand gar nicht.
00:07:23: Aber wir merken Ihnen erst, wenn die Gefahr vorbei ist.
00:07:26: Meistens darüber, dass wir anfangen zu zittern.
00:07:29: Mit anderen Worten gefühle sind dazu da auszulesen um zum Handeln zu kommen und den richtigen Handlungsimpuls zu setzen.
00:07:37: Und dabei gibt es zwei Probleme.
00:07:40: Das Erstens sozusagen Menschen häufig nicht ins Handeln kommen.
00:07:45: Ja das kennt ja jeder von uns
00:07:47: Was Albert Einstein ja zu dem Satz gebracht hat, die reinste Form des Irrsins sei es alles beim Alten zu lassen.
00:07:53: und so hoffen das sich etwas ändert.
00:07:57: Sehr schön!
00:07:57: Wir wollen dass der andere etwas änderte aber nicht wir.
00:08:00: Ja das kennen wir alle aus unserer Ehe.
00:08:02: ne?
00:08:02: Du bist schuld mach du das doch mal ich habe doch alles richtig gemacht.
00:08:08: Und das zweite ist, dass wir unsere Gefühle häufig falsch auslesen.
00:08:15: Wir bezeichnen etwas als Angst.
00:08:17: Und dann ist unsere Lieblingsstrategie Vermeidung oder Kämpfen, aber meistens ist es Vermeiden und das ist häufig nicht zielführend.
00:08:26: Bestes Beispiel die Zahnarztphobie.
00:08:29: Ja wir vermeiden den Zahnadst Aber auch in der Vermeitung wird der Schmerz ja nicht besser und mein Zahnrad zu verprügeln bringt auch nicht unbedingt eine Lösung wäre auch irrational.
00:08:44: Aber dazu kommen wir, wenn wir sagen Zahnarztangst oder Zahnarzthubi.
00:08:49: Wenn wir das als Sorge bezeichnen würden, ja?
00:08:53: Würden wir auf die Idee kommen, hoppla!
00:08:56: Wenn ich nur zum Zahnärzt gehe und Schmerzen habe, dann kann das Erlebnis Zahnart nur ein unangenehmes sein.
00:09:06: Gibt es eine alternative Handlungsform?
00:09:10: Das nennen wir dann Vorsorge.
00:09:12: Also das, was wir tun können bevor eine Sorge Realität wird oder auch Profilachse.
00:09:18: Wir gehen in Zeitintervallen damit auch kleine Schäden rechtzeitig berufen werden können dass es erst gar nicht so weit kommt Dass wir den Hochgeschwindigkeitsbohrer zur Anwendung bringen müssen der möglicherweise sehr schnell auf unsere Nerven durchbeißt.
00:09:36: Oli, ganz kurz.
00:09:37: Das hat jetzt schon gelohnt unser Gespräch, weil ich das Wort Vorsorge so noch nie gesehen habe.
00:09:43: Wir haben ja beide gute Sprachverständnisse und deswegen glaube ich mögen wir beide uns auch ein bisschen, weil wir mit Sprache gerne umgehen und Enttäuschungen und was es sonst alles noch so gibt an Wortspielen.
00:09:54: aber Vorsorge hab' ich so noch nicht verstanden!
00:09:57: Das ist cool.
00:09:58: Danke dafür schon mal für diese Erkenntnis.
00:10:00: Sehr gerne.
00:10:02: Und diese beiden Probleme, das ist das was ich häufig versuche mit Menschen zu erörtern.
00:10:09: Was ist das für ein Gefühl?
00:10:10: Welcher emotionale Imperativ ließe sich daraus ableiten und was wäre jetzt eine passende Handlung?
00:10:16: Ich versuche Menschen zum Handeln zu bringen.
00:10:20: Du hattest vorhin das Thema Leistungssport angesprochen.
00:10:25: Eine der wichtigsten Dinge für mich im Leistungsport in der Arbeit mit Leistungssportlern Ist es die Ziele die er hat möglichst konkret zu benennen.
00:10:35: Will sagen, es macht keinen Sinn in einem Wettkampf anzutreten und die Goldmedaille gewinnen zu wollen.
00:10:43: Es ist ein irrationales Anliegen.
00:10:51: Was muss ich tun um eine gold medaille zu gewinnen?
00:10:56: Und dabei kommt häufig zur Sprache den Gegner besiegen auch das Blödsinn.
00:11:02: Im Sport gibt es nur einen Gegner und das sind wir selbst.
00:11:08: Ganz konkretes Beispiel, beim Golfspiel du stehst auf einem paar drei Witzen am Abschlag und willst ein Birdie spielen.
00:11:17: damit verwirrst Du sozusagen deine Psychomotorik.
00:11:21: Dein Gehirn versteht nicht was Du willst.
00:11:24: Willst Du jetzt einen Abschlag machen oder willst Du patten?
00:11:28: Du kannst an einem paar Drei ein Hole in One machen.
00:11:31: Du kannst den Ball sofort einlochen.
00:11:34: Aber du kannst kein Bördig spielen, dafür brauchst du zwei Schläge und da du zwei schläge brauchst deine Psychomotore irritiert.
00:11:41: welchen der beiden Schlägen soll ich denn jetzt ausführen?
00:11:43: Den Abschlag oder dem Pad?
00:11:45: Das heißt wir sind so dämlich wie Menschen dass wir unsere eigene Psyche immer unterschätzen und uns immer falsches Dinge erzählen und uns dazu sozusagen selber im Weg stehen und über die eigenen Füße stolpern.
00:11:55: das ist ja hoffentlich
00:11:56: das was du gerade sagst ne?
00:11:58: Das ist das was ich sagen möchte zum Beispiel in einem Wettkampf, bei einem Schwimmer.
00:12:04: Es lohnt sich nicht sozusagen im Core Room zu sitzen und zu überlegen.
00:12:08: ich will diesen Wettkämpf gewinnen!
00:12:10: Es lohn sich darüber Gedanken zu machen.
00:12:12: was will ich als nächstes tun?
00:12:15: Das erste was ich tun muss... Ich brauche eine gute Reaktion auf dem Startblock.
00:12:20: das nächste was ich tue muss ist eine optimale Tauchphase.
00:12:24: das dritte was ich zutun muss es von der tauchphase in die schwimmbewegung zu kommen Dutzendfach auszuüben und dann mich rechtzeitig auf die Wände vorzubereiten, die Wende gut hinzukriegen eine gute Tauchphase zu machen.
00:12:39: Wieder gut in Schwimmen zu kommen und irgendwann sozusagen mich auf den Anschlag vorbereiten und anzuschlagen.
00:12:46: Ganz große Zwischenfrage.
00:12:47: das heißt also weil das ist mir nicht so ganz klar gewesen Du hast hauptsächlich oder du hast sich sehr viel um Schwimmer gekümmert in der, in deiner sportlichen Begleitung.
00:12:54: Weil du hast jetzt gerade von Schwimmern erzählt und was ist ja auch wieder ein Phasen zerlegt grade ne?
00:13:00: Tauchen, Block und so.
00:13:02: das scheint für deine Logik zu sprechen und deine Strukturiertheit.
00:13:05: aber die Zwischenfrage war Schwimmer sind Leute die du viel begleitet hast.
00:13:10: Ich schwimme, ich bin auch in der Leichtathletik.
00:13:13: Im Augenblick bin ich auch beim Parasport mit einer Kanuten und bei den Defflympics also bei den Hörbeeinträchtigten.
00:13:21: Also das ist sehr bunt.
00:13:24: Und mein größtes Fund übrigens in der Arbeit mit Sportlern ist es... ...ich tue gar nicht so als würde ich was von der Sportart verstehen.
00:13:33: Mein größtes Fund ist, wie wir das im Fußball machen.
00:13:36: ja, also der Bundestrainer muss selber mal Fußball gespielt haben.
00:13:39: Ich vermitle meinen Sportlern.
00:13:42: Wir gehen davon aus, dass ich von deiner Sportart gar keine Ahnung habe.
00:13:46: Das bringt mich dazu mir erst mal ein plastisches Bild zu verschaffen.
00:13:50: Was musst du eigentlich tun?
00:13:52: Und dabei stelle ich auch möglicherweise Fragen die dir dumm erscheinen... ...die mir aber nochmal ein Plastisches Bild bringen!
00:14:00: Das bringt mich zurück auf die Psychotherapie, was ich von Frederick Can verlernt habe.
00:14:05: Bevor du ein Problemverhalten nicht plastisch vor Augen hast weißt du nicht worum es geht.
00:14:12: Okay das wirkliche vor Augen führen und visualisieren worum ist wirklich geht?
00:14:18: Ja ja und das ist auch denke ich wo die meisten Psychotherapeuten keinen guten Job machen.
00:14:23: wir verstehen zu schnell und wir sind so empathisch
00:14:28: Wir verstehen zu schnelle und wir
00:14:31: Ja, wir wollen dem anderen vermitteln.
00:14:32: Ich kenne mich aus!
00:14:34: Nein, viel erfolgreicher sind wir wenn wir neugierig sind und zu tun als hätten wir keine Ahnung.
00:14:40: Und das ist letztendlich auch das große Geheimnis was sich hinter den sogenannten mentalen Training verbirgt.
00:14:47: Das was ich eben bei dem Schwimmer geschildert habe wird zerlegen einen komplexen Vorgang in einzelne Elemente und wir imaginieren wie jedes einzelnen Element optimal umgesetzt wird.
00:15:01: Das ist mentales Training und das möglicherweise sogar in Echtzeit.
00:15:05: Okay, cool!
00:15:06: Ja?
00:15:07: Und was ich jedem Sportler mitgebe... ...ist die Frage und wenn du dann, nehmen wir den Schwimmer Wenn Du angeschlagen hast Dann stell Dir als erstes die Frage Habe ich all das was ich tun wollte optimal umgesetzt?
00:15:22: Und wenn Du diese Frage mit ja beantworten kannst klopfst Du Dir auf die Schulter Weil das ist das was DU tun kannst.
00:15:31: Und wenn du dir auf die Schulter geklopft hast, dann guckst du zur Anzeigentafel und dann ist das völlig egal ob da eins vier sechs acht steht.
00:15:43: Du hast das getan was du konntest und dafür solltest du dir Anerkennung geben.
00:15:48: Das heißt, du unterstützt die Leute darin, dass sie sich selber, ich sag mal das Wort lieben und selber anerkennen was Sie gemacht
00:15:55: haben.
00:15:56: Und gar nicht auf die anderen schauen sondern auf sich selbst, ihre eigenen Kräste und Ressourcen und sich dann auf die Schulter klopfen wenn sie sagen, das war gut!
00:16:04: Ja und eine ganz einfache Logik dahinter.
00:16:07: Das haben wir jetzt letzt wieder erlebt bei der Winter-Olympiade.
00:16:13: Was deine Leistung wert ist weißt Du ohnehin erst nach acht Jahren
00:16:19: Weil dann die Sponsorenverträge kommen oder warum?
00:16:21: Nee.
00:16:22: Chetley Kloss hat das, ich glaube nach der Olympiade-Zweißen-Sechzehn in Rio und nach dem zweieinhalb Meter Finale so nett gesagt.
00:16:30: Und wenn ich auf das Podium gucke kommt mir das kotzen.
00:16:35: Okay Da standen nämlich alle Leute, die im Vorfeld schonmal des Doppings überführt worden waren Oder mit Doping in Verbindung gebracht wurden.
00:16:43: Ich weiß wo du hin willst.
00:16:44: okay
00:16:46: Du weißt nie, ob deine Gegner mit fairen Mitteln spielen.
00:16:49: Das einzige was du beeinflussen kannst ist das du fairen mitteln benutzt und dass du das abruf was du kannst.
00:16:57: Und wenn dann auch noch eine personal best hinten draufkommt Dann ist alles perfekt und super gelaufen.
00:17:03: dafür gibt der anerkennung.
00:17:06: Ich hau mal kurz zwischen.
00:17:08: ich weiß ja Dass du einen schwimmer zu gold gekocht hast.
00:17:10: ich weiß nicht über den namen nennen darfst oder ich glaube schon
00:17:13: dürfte aber ich will nicht.
00:17:14: Du willst nicht.
00:17:15: Okay, wunderbar!
00:17:16: Darf ich das?
00:17:17: Er hat mich ja in die Presse gebracht aber ich würde es nicht tun
00:17:21: Aber ich mach' das einfach mal... Also Dr.
00:17:22: Hans-Orig Wilms der Mann mit der tiefen Stimme, der so ein bisschen aussieht wie der junge Peter Ustinoff.
00:17:27: Entschuldigung, das musste sein.
00:17:30: Oh, das erbt mich.
00:17:32: Das erbt dich.
00:17:32: Danke Großes Kompliment!
00:17:35: Ja, okay.
00:17:36: Er hat den Schwimmer Paul Biedermann zu Gold gecoached und ich hatte Uli kennengelernt und wir haben gemeinsam eine Schiffsreise gemacht vor vielen Jahren.
00:17:44: so haben wir uns kennengelernet in der Raucher-Ecke.
00:17:46: das hat mich sehr... Ich habe das sehr genossen mit dem Uli viele Stunden Gespräche zu führen und Getränke zu konsumieren und Zigarette zu rauchen Und da haben wir ein bisschen auch philosophiert.
00:17:57: Das hat mich fasziniert und dann hab' ich mitbekommen dass Uli den Paul Biedermann zu gold gecoacht hat.
00:18:03: Ich habe Uli auch nicht als jemanden wahrgenommen und ihr hört das ja jetzt da draußen, dass es.
00:18:06: ich hab Uli nie als Aufschneider erlebt sondern eher als eine zurückhaltende Persönlichkeit die was zu sagen hat.
00:18:13: Und deswegen wollte er jetzt den Paul nicht nennen.
00:18:15: aber ich habe ihn gefragt damals den Uli echt hast du das gemacht?
00:18:19: Ist das dein Erfolg?
00:18:20: Und dann hat Uli gesagt Ja!
00:18:22: Das habe ich gemacht.
00:18:23: So, meine Frage an dich, Uli.
00:18:25: Konkret!
00:18:25: Wie hast du das Vertrauen von dem Kollegen gewonnen und auch von all den anderen Sportlern die du coachst?
00:18:31: Wie machst du das?
00:18:32: Weil ich mir vorstelle dass da auch sehr starke Trainer im Hintergrund sind, die das vielleicht gar nicht so gut finden wenn da so ein Psycho-Onkel auf einmal um die Ecke kommt und mit seinen Schützlingen da irgendwie rum macht.
00:18:42: Ja also erstens Klarstellung.
00:18:45: Okay
00:18:46: Ich habe Paul nicht zu Gold gecoached.
00:18:48: okay ja ich hab ihn dazu ermutigt beim Schwimmsport dabei zu bleiben, obwohl er eigentlich schon hinschmeißen wollte.
00:18:57: Und ich habe ihn ermutigt und durch meine Ermutigung ist der Weltrekordler
00:19:01: geworden.".
00:19:02: Okay!
00:19:04: Ihr seht, ich war unpräzise?
00:19:06: Ja, ich hab ihn ermutlich dabei zubleiben und das hat dazu geführt dass erstens Paul IV Weltrekorde geschwommen hat und der erste Mensch war auf der Kurzbahn, der die zweihundert Meter unter Hundert Sekunden geschwammen ist.
00:19:23: Das ist ein Wikipedia-Eintrag für die Ewigkeit.
00:19:26: Großartig!
00:19:28: Leute hier seht ihr, ich war unpräzise?
00:19:29: Es geht um Ermutigung.
00:19:30: Okay, entschuldige.
00:19:31: Ja es gibt noch mal Mutigung und ich denke Paul wird das mir nicht übel nehmen wenn ich das jetzt sage.
00:19:37: Paul ist einer der großartigsten Schwimmer.
00:19:41: Ist es immer noch und ist auch gewesen, die es wahrscheinlich jemals gegeben hat.
00:19:46: Der aber glaube ich bis heute nicht weiß was er eigentlich kann und konnte.
00:19:53: Der hat immer noch, glaube ich, keine gute Idee davon wie großartig seine Leistung war und wie leistungsfähig er eigentlich ist.
00:20:01: Dafür ist der meiner Interpretation nach einfach immer viel zu bescheiden gewesen.
00:20:08: Ja, Bescheidenheit ist ja auch so ein Ding was einen behindern kann.
00:20:12: Und meine Arbeit bestand sozusagen in dem oftmals gescheiterten Versuch ihn sozusagen ihn das erleben zu lassen oder ihm das auch spüren zu lassen, was er kann.
00:20:27: Aber selbst wenn du oftmals gescheitert bist in dem Versuch, weil du hast es gerade einen oftmals geschmeiterten Versuch genannt, selbst wenn Du oftmals gesteiterst bist, bist Du oft genug erfolgreich gewesen und hast reussiert, weil er offensichtlich sehr erfolgreich war?
00:20:41: Er hat sozusagen... Und ich glaube dass ist der Teil meiner Arbeit den Paul dann schätzen konnte Lange gedauert, also ich hatte erst mal den Auftrag vom Olympia-Stützungtrainer mit Paul zu arbeiten.
00:20:55: Und in den ersten sechs Jahren war das so ein ganz normales Arbeiten.
00:21:02: und irgendwann bei deutschen Meisterschaften zwischen Vor- und Endlauf... Ich habe immer sozusagen wenn ich mit Sportlern arbeite biete ich ihnen immer an dass ich präsent bin.
00:21:13: Ja ich bin für sie da!
00:21:14: Wenn Sie einen Wettkampf haben will ich für sie dah sein.
00:21:17: Das ist mein Angebot.
00:21:19: Und als Paul das erste Mal zwischen Vorlauf und Finale bei den deutschen Meisterschaften mich kontaktiert hat, ich war in Berlin.
00:21:28: Ich weiß, dass er heute noch kontaktierte über das Smartphone.
00:21:33: Und ich habe mich so wahnsinnig gefreut wo ich dann gesagt habe jetzt habe ich endlich einen guten Kontakt!
00:21:40: Dieser Kontakt hält doch bis heute.
00:21:43: Wir haben einen guten Kontakt miteinander und zwar ich glaube deshalb, weil ich sozusagen meine Präsenz angeboten habe.
00:21:51: Meine Unterstützung und dass ich ihm einfach nur angebotene habe.
00:21:54: Ich bin da.
00:21:57: Oli, das heißt doch, dass das was du tust gar keine Raketenwissenschaft ist?
00:22:02: Es ist überhaupt keine Rakettenwissenschaft!
00:22:04: Überhaupt nicht!
00:22:05: Du bist der ermutiger, du bist der glaubwürdige und glaubhafte ermutiger und ermöglicher, der da ist für die Menschen wenn sie ihn brauchen.
00:22:14: Und wieso zur Hochleistung ermutigst?
00:22:18: Und ich reflektiere mit ihnen dass Sie an das herankommen, dass sie das erlebbar machen spürbar machen erinnerbar machen was sie können.
00:22:29: Ich weiß in aller Regel mit den meisten Sportlern besser als der Sportler selbst zu was er in der Lage ist und dann förder ich Ihnen um das herauszukitzeln.
00:22:39: Und wenn mir das gelingt, diesen Weg des Heraus-Kitzelns zu begehen dann bin ich erfolgreich.
00:22:45: Egal was dabei herauskommt.
00:22:48: Genau wie du eingangs sagst ist Hauptsache die können sich auf die Schulter klopfen und sagen Ich habe das Beste gemacht was ich konnte
00:22:53: Ja!
00:22:53: Und ich signalisiere allen meinen Sportlern dass sozusagen der Streben nach Medaillen ein Irrglaube ist der nur entmutigen kann Wo die Leute die einen für die Goldmedaille pushen genau diese Die Leute sind, die vier Jahre später bei irgendeinem Wettbewerb dann sagen ohne Versager.
00:23:15: Sportler X und Zulon hat versagt.
00:23:17: Die Goldmigranten da hier verpasst oder irgendwie so ein Blödsinn.
00:23:21: Obwohl die Leute, die darüber reden für die Karriere und für das Training dieser Menschen nie einen Beitrag geleistet haben.
00:23:28: Ja verstehe ich.
00:23:29: Das heißt, ihr könnt schon öfter mal der Kamm schwillen wenn du das so begleitest.
00:23:32: Wenn du diese ganze Sportwelt ... Du bist ja offensichtlich ein Kenner von ... Also auch aktuell mit dem Paralympics hast du ja auch Kanuten die du begleittest.
00:23:40: Das ist ja schon bisschen länger.
00:23:41: ja mit dem Paula aber du bist ja aktuell immer noch in dem Feld tätig und hast auch aktuell noch aktuelle Erfolge vorzuweisen.
00:23:48: oder deine Schützlinge.
00:23:50: Du hast Ermutigungserfolge fortzuweisen, wenn ich das mal so formulieren darf.
00:23:55: Da gibt es ja einige Und du bist ein tiefer Kenner der Szene offensichtlich.
00:24:00: Das ist interessant und das ist ja auch echt eine bunte Sache Uli, denn Du bist auch der erste den ich kennenlerne, der... ...den ich wahrgenommen habe im Kontakt, im Kennenlernen und auch in der Beständigkeit in den drei Jahren die wir uns kennen,... ...der immer positive Dinge in dem Raum gibt!
00:24:18: Ich hab dich... schon mal zerknirrscht gesehen, weil irgendwie schlecht geschlafen hast oder so.
00:24:22: Aber ich hab dich irgendwie nie übel lau nicht erlebt und dass du schlecht auf die Welt geschaut hättest.
00:24:28: Alter woher nimmst denn nur diese Zuversicht?
00:24:30: Licht das nur am Alter und an der Gnade des Alters oder woran lichert?
00:24:36: Na' ich will mal so sagen... Die Welt ist wie sie isst!
00:24:41: Und es wird auch ewig so bleiben.
00:24:43: Ich kann mich darüber aufregen was meinen Maßstäben entsprechend nicht passt.
00:24:51: Davon habe ich aber nichts, die Welt wird sich nicht für Uli Wilms verändern.
00:24:56: Es wäre grüßenwahnsinnig das zu glauben.
00:24:59: Das was mir Ermutigung gibt ist dass ich immer versuche die Dinger als ein System zu betrachten und in einem System haben alle Elemente des Systems eine Berechtigung.
00:25:13: Auch die Blöden natürlich?
00:25:15: Gerade die blöden!
00:25:19: Also wir können uns nur als Intelligent erleben, wenn es jemand gibt der Blöde ist.
00:25:25: Ja das stimmt!
00:25:26: Okay?
00:25:27: Ja oder?
00:25:28: ich glaube Kai Krauss hat das mal so nett formuliert.
00:25:30: zwar eine der ersten tollen Sätze die ich gelernt habe ja dass aber ist der Vorteil der Intelligenz?
00:25:36: dass man sich dumm stellen kann?
00:25:38: Das Umgekehrte ist kaum vorstellbar.
00:25:40: Ein toller Satz.
00:25:41: ja ich unterschreibe den vollumfänglich.
00:25:44: Ja d.h um mich als klug zu erleben muss Dummel geben.
00:25:50: Nur, sozusagen klug heißt doch lange nicht überlebensfähig oder überlebenstauglich.
00:25:56: Die dümmsten Entscheidungen kommen von Menschen mit einem IQ von über hundertreißig.
00:26:03: Ja das ist ein weites Feld!
00:26:04: Du kannst gerne elaborieren wie du möchtest.
00:26:06: Du kannst dir diese Richtung weitergehen oder es lassen?
00:26:08: Entscheide du.
00:26:10: Ich will mich jetzt nicht mit irgendwelchen Personen unbeliebt machen oder bei irgendwelche Personen.
00:26:15: Nein also es ist okay ja aber sozusagen.
00:26:18: Das heißt ja nicht sozusagen das Klugheit unbedingt dazu führt, dass wir klug handeln.
00:26:24: Und darum liebe ich diesen Satz aus Forest Gump.
00:26:28: Ja?
00:26:28: Dumm ist nur jemand der dummes tut!
00:26:32: Okay... Das ist ja auch wieder sehr wertschätzend.
00:26:37: Ja, verstehe ich.
00:26:37: Wobei natürlich wer behauptet, wer hält fest was dummes und was nicht dummes.
00:26:41: Aber es ist eine andere Diskussion.
00:26:42: Sorry, machen wir weiter.
00:26:43: Ja dummes nur wer dummes tut.
00:26:45: Yes okay.
00:26:46: Ja
00:26:47: und das andere ist sozusagen an dieser Stelle.
00:26:50: Das, was ich erwarte hängt ja immer nur von meinen Messlatten ab und von meinen Perspektiven.
00:26:55: Und meine Perspektive sind nicht maßgeblich für diese Welt.
00:26:59: Das, das mich im Augenblick zum Beispiel beeindruckt... Ich sitze im Augenblick jeden Tag mindestens eine Stunde an der Glotze und gucke mir Paralympics an.
00:27:08: Und habe das auch bei den Sommerspielen gemacht!
00:27:14: Eine der Personen die mich am allermeisten beeindruckte war Josiah Topf.
00:27:21: Ich denke, er hatte eine Contaganeerkrankung.
00:27:23: Also keine Arme nur Hände und an den Arm stümpfen zwei ungleich lange Beine kleinwüchsig Und der hat im hundert Meter Freistil ohne Arme über Fünfzig Meter die Goldmedaille gewonnen.
00:27:39: Okay
00:27:40: Nur aus dem Hüftvortrieb.
00:27:42: Der hat beim Schwimmen nichts anderes als Den Hüfft-Vortrieb den Delfinschwung Und damit schwimmt der schneller als Behinderte mit Armen und Beinen.
00:27:53: Das ist für mich beeindruckend!
00:27:57: Also die Frage auch bei den Parasportlern, nicht die Frage was schaffe ich wegen meiner Behinderung nicht mehr sondern die Frage Was schaffe Ich trotz der Behinderungen immer noch?
00:28:11: Ja
00:28:11: und aus diesen Dingen da kann man Mut ziehen.
00:28:17: Die zweite wichtige Quelle für mich ist, ich werde in diesem Sommer zusammen mit meiner Frau wieder Äthiopien bereisen und zwar den Süden Äthipiens.
00:28:26: Da gibt es ein Bundesland, das hat einen ganz schrägen Namen, d.h.
00:28:30: SNNP.
00:28:32: Southern Nationalities Nations and People.
00:28:36: Welchen Bundesland?
00:28:37: Wieso gibt man einem Bundesland so einen Namen?
00:28:41: Er besteht aus mehr als fünfzig unterschiedlichen Ethnien.
00:28:45: Okay
00:28:46: Und wir werden Ethnien bereisen und werden die Vielfalt von Äthnien kennenlernen, die uns sozusagen wahrscheinlich berichten werden wie sie leben.
00:28:56: Wie Sie als Paare zusammenfinden was sie im Alltag machen, was ihre Dorfregeln sind.
00:29:01: Wir haben das schon mal gemacht.
00:29:04: Wir werden beobachten... ...wir sind in Gegenden wo es vielleicht einen Strommasten gibt und ein Mensch Strom hat.
00:29:12: Es gibt keine Dixiklos und keine Toiletten.
00:29:15: Der nächste Supermarkt ist zweieinhalb Tausend Kilometer entfernt oder fünfhundert Kilometer entfernt.
00:29:21: Man hat einen Markt, in dem man tauscht.
00:29:26: Die Menschen haben nichts – so gut wie nichts!
00:29:30: Oder um es in Zahlen zu bringen von einem Monatsatz Bürgergeld leben dort wahrscheinlich vier Personen das ganze Jahr über und diese Menschen werden erst mal berichten, wie sie leben Und anschließend werden sie mit uns singen und tanzen.
00:29:47: Wir sind auch darauf vorbereitet.
00:29:49: dieses Mal, das erste mal waren wir etwas überrascht.
00:29:52: Die haben gesungen, getanzt und wir sollten auch etwas singen.
00:29:56: Außer die Gedanken sind frei ist uns nichts eingefallen.
00:30:00: Völker hört die Signale von früher vielleicht nochmal?
00:30:04: Ja gut!
00:30:04: Das ist jetzt nicht mein Song.
00:30:07: Okay Leute da draußen... Jetzt wisst ihr
00:30:08: Bescheid?!
00:30:09: Ich bin im Westen sozialisiert Also die Mundorgel ist mir bestens bekannt und hoch auf dem gelben Wagen.
00:30:17: Ich war Pfadfinder, das ist meine Sozialisation.
00:30:20: Nein wir werden aber diesmal die Mundogeln mitnehmen und werden dort genauso mitsingen!
00:30:24: Und wir werden mit ihnen tanzen.
00:30:26: Bei diesen Menschen werden wir eine Lebensfreude feststellen... ...die das weit übersteigt was wir hier auf einer Party erleben würden.
00:30:35: Ja da stimmt voll.
00:30:36: Und du stehst dann irgendwann da und das ist ein meiner Mindsetz?
00:30:41: Ich stelle mir wirklich allen Ernstes die Frage, wo war in Bezug auf Lebensqualität unser Fortschritt seit wir vom Jäger und Sammler zum Getreideanbauer geworden sind?
00:30:54: Und wie viel Fortsschritt haben wir seitdem eigentlich lebensqualitäts- und stimmungstechnisch gehabt.
00:30:59: Wir haben unsere Hygiene verbessert.
00:31:01: ja wir haben eine tolle Technik.
00:31:04: Wir entwickeln Technik in tolle Richtungen, die auch wieder alles kaputt machen kann.
00:31:09: Ich sage nur Atomkraft oder ähnliche Geschichten.
00:31:11: Wir benutzen unsere Technikkenntnisse um Waffen zu bauen.
00:31:15: Das bei vieles was wir hingekriegt haben war die Neutronenbombe Die den Menschen kaputt macht und die Gegenstände heile lässt.
00:31:23: Und dann fragt man sich wo ist da wirklich der Fortschritt?
00:31:26: Wo ist der Fortschritt, dass ich in den Supermarkt gehen kann und alleine bei Erdbeer Joghurt zwischen zehn Marken aussuchen kann?
00:31:35: Ist das wirklich ein Fortsschritt?
00:31:37: Vor allen Dingen wenn ich weiß was da reingemanscht wird als Jogwart.
00:31:42: Ich glaube Herr Legev von Besser Esser würde Hörnchen kriegen oder ich würde mich ekeln, wenn er mir erklären würde, was da drin ist.
00:31:50: Wo is der Fordschritt?
00:31:52: Unsere Stimmung unsere Freude am Miteinander!
00:31:56: hat seitdem eigentlich nur gelitten.
00:31:59: Und aus dieser Bescheidenheit nehme ich auch meine Sichtweise, dass ich mir sage, egal was ich habe... Ich hab ein derartig privilegiertes Leben im Vergleich zu zwei Dritteln der Weltbevölkerung, das ich mich schäme wenn ich irgendetwas anderes sage!
00:32:20: Das ist ein schöner Satz lieber Oli, weil ich glaube da sind wir beide auch in gleichen Ecken und fragen uns manchmal, warum wir in so einer saturierten Gesellschaft leben oder dass wir hier in einer saturiertem Gesellschaft leben und die Menschen dennoch so unzufrieden sind.
00:32:35: Und dann Menschen wie dir, Menschen deiner Profession, die Buda einrennen weil sie alle krank, unglücklich und unzufriedend depressiv sind.
00:32:46: Das ist ja offensichtlich das Ergebnis von unserer Unfähigkeit zu genießen, zu lieben, zu leben!
00:32:54: Ja, und das Schlimme an der ganzen Geschichte ist.
00:32:57: Wir wissen das!
00:32:59: Die meisten von uns sind in ihrer Kindheit mit dem kleinen Häfelmann konfrontiert worden.
00:33:06: Das kenne ich gar nicht, was denn das?
00:33:07: Nicht?!
00:33:08: Der Häfelmann, der sozusagen in seiner Wiege liegt ja... ...und dann geschaukelt wird und schreit um mehr, mehr, Mehr!
00:33:14: Mehr, mehr schrie der kleine Häfelfan so dass er irgendwann sozusagen mit seiner wiege bis zum Mund geflogen ist.
00:33:21: Mehr, meer, mehr!
00:33:22: schrieb der kleine häfelfann.
00:33:24: Und das geht nicht gut aus.
00:33:25: Wir wissen, dass es einen kleinen Ehemann nicht gut getan hat.
00:33:29: Genauso wie bei Max und Moritz.
00:33:31: Aber wir werden nicht aufs Ende sehen!
00:33:33: Ja?
00:33:34: Wir wissen das alles.
00:33:35: Es steht so viel wahres und intelligentes im Struvelpeter.
00:33:40: Ja, das stimmt ja.
00:33:41: Und wir vergessen es einfach wieder.
00:33:44: Wir haben sozusagen die wichtigen Essenzen unserer Kindheit nicht rüber gerettet, obwohl man uns darauf aufmerksam gemacht hat.
00:33:51: Das heißt... So sagen wir, uns wird so viel präsentiert.
00:33:56: Aber wir sind nicht in der Lage, Essenzen zu bilden!
00:33:58: Das ist schlimm und wie schaffst du es dann trotzdem demut nicht zu verlieren?
00:34:01: Weil Du bist doch in der Profi... Also nochmal ganz gut für die Leute da draußen.
00:34:04: Uli und ich haben am gleichen Tag Geburtstag.
00:34:06: Wir sind beide Zwillinge, wir haben am neunten Juni Geburtstage Da sage ich hier Marco Rampoptico aber im verschiedenen Jahren.
00:34:12: Uli ist ein bisschen älter als ich.
00:34:14: Ich habe tatsächlich auch vergessen, wieviel Älter Du bist und Du musst das auch hier nicht sagen.
00:34:18: Aber das verbindet uns.
00:34:20: Wir sind Zwilling.
00:34:23: Offensichtlich gucken wir beide trotzdem positiv nach vorne.
00:34:26: Mir gelingt das manchmal wirklich nicht so gut, aber ich habe schon das Gefühl dass dir das immer so gut gelingt Uli.
00:34:31: und trotz der Feststellung des Sachverhaltes die du ja gerade gemacht hast wie schaffst du das?
00:34:35: Warum verlierst du deinen Mut
00:34:36: nicht?!
00:34:37: Wie gelingt es dir sogar noch Kraftquelle zu sein für andere?
00:34:40: weil du bist ja sogar noch als Therapeut tätig!
00:34:43: Du bist psychologischer Psychotherapeut, hast Menschen vor dir sitzen die wirklich Hilfe benötigen und die möglicherweise nicht nur wie viele eine Persönlichkeits-Azentuierung, sondern sogar eine Persöhnlichkeitsstörung haben.
00:34:56: Und du hilfst denen!
00:34:57: Woher nimmst Du die Kraft?
00:34:58: Warum kannst Du Energiequelle sein für
00:35:00: andere?!
00:35:00: Wie machst Du das?
00:35:02: Das erste ist glaube ich... Ich habe einen immensen Spaß daran, Probleme zu verstehen, zu durchdringen so dass sie nicht mehr als Problem darstellen, sondern die Lösung auf der Hand liegt.
00:35:15: Also ich würde sagen eine der Hauptfloskeln die in unserem Alltag das Leben Zäule machen ist, dass Problem ist.
00:35:23: Da weiß man egal was dahinterher kommt da kommt keine Lösung.
00:35:27: Das stimmt nicht ja schon
00:35:30: im Satz.
00:35:31: Und meine Wendung, die ich für mich gefunden habe in der Arbeit mit Menschen ist wenn das das Problem ist wo es dann die Lösung.
00:35:39: und dass ich sozusagen mir auch an dieser Stelle erlaubt habe Das geht auf diese Grundsätze von Frederick Canfer zurück.
00:35:50: Einer dieser Sätze war ja das, was du nicht plastisch vor Augen hast, weißt du nicht worum es geht?
00:35:56: Und dann gibt's diesen Satz der Patient hat immer recht und man lernt als Therapeut sehr schnell dahinter zu setzen oder auch nicht.
00:36:05: Okay!
00:36:06: Und ich kann wenn mein Patient mir irgendetwas erzählt einfach und easy genau das Gegenteil von dem annehmen, was er mir erzählt.
00:36:15: Ich habe hier oben eine gewisse Freigeistigkeit, ich würde sagen, ich nehme mir Narrenfreiheit das Gegenteil mir vorzustellen und daraus dann Lösungen zu entwickeln.
00:36:27: Und wenn ich mit Menschen Lösungen sehr entwickle und diese Menschen diese Lösungen mit mir mitgeben ist dass... Wenn mir das einmal im Jahr passiert ist es hinreichend gratifizierend Das reicht!
00:36:39: Eine Menschen pro Jahr zu helfen ja ist super.
00:36:44: Also ich habe nicht die Idee, jeden zu heilen.
00:36:48: Aber ich habe den Anspruch an mich jedem mit dem ich arbeite einen Lösungsweg aufzuzeigen völlig egal ob er dem mit mir geht oder nicht.
00:36:57: und für die Menschen die diesen Weg nicht mitgehen Habe ich für mich die Floske lasse.
00:37:03: ich sage Ich habe noch nicht verstanden worum es geht.
00:37:07: Verstehe du hast doch nicht verstand als Therapeut.
00:37:09: Du hast als Therapeut noch nicht Verstanden worums geht.
00:37:12: ja
00:37:13: konkretes Beispiel Ich habe mit einer Frau gearbeitet, drei Kinder verheiratet.
00:37:21: Mit Angstattacken beim Autofahren und wir kamen immer... Also Angstbewältigung ist etwas.
00:37:27: wenn ich etwas gut kann und da würde ich sogar sagen Wenn ich wirklich was durchdrungen habe sind das Angsterkrankungen.
00:37:33: Da hat mir der Angermeier in Leipzig sieben Jahre lang die Möglichkeit eingeräumt nichts anderes zu tun als mich damit zu beschäftigen.
00:37:40: Und da kenne ich mich aus.
00:37:42: Und mit dieser Patientin bin ich ein kleines Stück vor und dann wieder zurück.
00:37:47: Es kam nicht richtig vorwärts!
00:37:49: Dann war die Idee, ich habe noch nicht verstanden worum es geht... ...und da gibt's aus der Systemik die sogenannte Wunderfrage.
00:37:57: Also wenn man einen guten Kontakt diese Frage kann man nur ein einziges mal stellen.. ..und da muss man einen guten Kontakt haben zur Patientin oder zum Patienten.
00:38:06: Und als ich diese Frage gestellt habe, habe ich dann gesagt, ok stellen wir uns mal vor wie durch ein Wunder wären ihre Ängste morgen früh.
00:38:14: Sie wachen auf und die Ängsten sind weg!
00:38:17: Was wäre das erste was sie tun ganz konkret?
00:38:19: Was wäre da zweite was sie tun müssten?
00:38:21: Was wär der dritte was sie TUN würden?
00:38:23: Diese Patientin guckt mich an und sagt ja dann würde ich in der Scheiße stecken.
00:38:28: also als erstes müsste ich wahrscheinlich zum Familienanwalt und die Scheidung einreichen.
00:38:33: Als nächstes müsste ich zum Immobilienmarktler mir eine neue Wohnung suchen.
00:38:38: Aber wissen Sie ganz ehrlich, ich habe keine abgeschlossene Ausbildung.
00:38:41: Ich habe drei Kinder im vorschulflichtigen Alter Ja?
00:38:45: Ich kann mir das nicht vorstellen, dass zu tun.
00:38:47: Das macht mir noch mehr Angst als die Angst, die ich habe.
00:38:51: Da hab' ich begriffen worum es geht Und dann hieß Angstbewältigung mit dieser Patientin natürlich etwas ganz anderes.
00:38:59: Nämlich erstmal zu sagen Wir lassen die Dinge wie sie sind.
00:39:02: Wenn Sie nicht Auto fahren können, muss Ihr Mann auch ab und zu mal einkaufen fahren.
00:39:06: Wir sorgen dafür dass sie Straßenbahn fahren.
00:39:08: Und das Erste was wir machen Sie überlegen sich in welchen Bereich können Sie einen qualifizierten Abschluss oder Ausbildung machen?
00:39:16: Was brauchen Sie?
00:39:17: Brauchen Sie den Schulabschluss, brauchen Sie eine Ausbildung?
00:39:20: Das heißt wir schaffen erst einmal Netz- und Doppelten Boden Und wenn wir netz- und doppelten Boden haben, um sie eine abgeschlossene Ausbildung und Geld verdienen können dann kann man das Zweite und das Dritte in Anspruch nehmen.
00:39:31: Und bis dahin kümmern wir uns um die Ängste nicht sondern interpretieren Sie nur als Ausdruck davon, Sie brauchen zur Absicherung Ihres Lebens erst mal etwas anderes.
00:39:44: Und diese Dinge zudurch drängen – nicht beim Vordergründigen zu bleiben, sondern den Fall seinem existenziellen Umfang zu begreifen.
00:39:53: Wenn mir das gelingt und Menschen Vorschläge zu machen, das reicht mehr!
00:39:58: Und es ist dann natürlich an dem Menschen erst anzunehmen oder nicht?
00:40:03: Und er hat selbstverständlich auch das Recht zu sagen, nein, das kann ich mir nicht vorstellen.
00:40:08: Wer bin ich da, dass sich mich darüber hin wegsetzen
00:40:11: würde?!
00:40:13: Das gibt mir Mut – das reicht!
00:40:16: Und hinzu kommt sozusagen selbst wenn das abgelehnt wird Das, was ich immer zu sagen klege für das, was als Psychotherapeut verdiene.
00:40:23: Das enthält auch ein ordentliches Schmerzensgeld.
00:40:27: da kann ich mich nicht beklagen.
00:40:29: und den Teil, den ich in meinem Leben regulieren kann, dass sich wirklich tun kann um Mut zu bekommen ist die Dinge, die mich mit negativen Gefühlen belasten nicht in meinen Alltag hineinlasse.
00:40:46: Das ist etwas, was ich wirklich hervorragend kann.
00:40:48: Ich kann den Alltag vor meiner Wohnungstür lassen und das merke ich sogar in meinem Blutdruck.
00:40:53: Ich bin Hypertoniker aber wenn ich für nur zwanzig Minuten in meiner Wohnung bin habe ich einen Blut druck von hundertzehn zu siebzig.
00:41:01: Geil!
00:41:02: Uli, ich versuche es nochmal ganz kurz zu strukturieren.
00:41:05: Für mich dass ich es richtig verstanden hab die Superfrage von der du früher gesprochen hast Die absolute super Frage die man nur einmal stellen kann oder auch nur dann wenn der Patient Vertrauen gefasst hat... ...das war die Frage Stell dir vor, das Problem wäre weg.
00:41:17: Was würdest du dann tun?
00:41:18: War das die super Frage?
00:41:20: Die Wunderfrage!
00:41:21: Wenn
00:41:22: wir durch ein Wunder ihre Beschwerden weg wären... ...was würden sie als erstes tun?
00:41:26: Nicht was wäre dann sondern was würden Sie tun?
00:41:29: Welchen Einfluss würde das auf ihr Handeln nehmen?
00:41:32: Anders tut.
00:41:33: Anders
00:41:33: tut?!
00:41:35: Das war nochmal zur Klarstellung.
00:41:36: Wir sind ja immer noch in diesem super coolen In der Trinität, in dem Dreiklang Denken fühlen handeln.
00:41:43: Sollen wir ja angefangen vor einer dreiviertel Stunde Psychologie?
00:41:45: Denken füllen handeln Handlungsimpuls Angst Neugierde Mut.
00:41:52: Und du hast für ihn auch schon was beantwortet.
00:41:53: Was ich dich unbedingt fragen wollte.
00:41:57: also Ich frage mich Also ich bin fünffünfzig Ich werde sechsfünftig jetzt und am neunten Juni.
00:42:06: wie ich vorher sagte Ich habe ein buntes Leben bisher leben dürfen, hab spannende Menschen wie ich zum Beispiel Uli kennenlernen dürfen in meinem Leben.
00:42:14: und manchmal frage ich mich je älter ich werde.
00:42:17: Und deswegen stelle ich dir die Frage weil du ja noch ein bisschen älther bist?
00:42:20: Du merkst ich will das hier ein bisschen rausgitzen.
00:42:22: lass mir vielleicht mal sagst wie alt du überhaupt bist.
00:42:24: okay aber musst ihr auch nicht.
00:42:26: Da stelle sich manchmal fest dass ich mich von manchen Menschen trenne ganz bewusst von den Menschen, wo du vorhin gesprochen hast diese Energiefresser.
00:42:34: Du bist hier im Raum und du merkst da sind Leute das ist voll ätzend, voll kacke.
00:42:39: ich sag jetzt nicht toxisch weil ich das Wort nicht leiden kann aber voll äzend!
00:42:43: Du merkst dass die Leute die Energie rausziehen und dich beschweren und das sind Menschen von denen ich mich rigoros trenne früher oder später.
00:42:56: Und eigentlich hast du die Frage schon beantwortet, weil ich wollte von dir wissen wie gehst denn du mit solchen Situationen?
00:42:59: Aber du hast ja gesagt du lässt es vor der Haustür.
00:43:01: Du nimmst das gar nicht mehr rein.
00:43:02: aber hast du auch Menschen von denen du dich verabschiedet hast?
00:43:04: oder wie gehste du damit um?
00:43:05: Mit so einer Sache
00:43:06: Es gibt durchaus auch schon Menschen die mich früher in meinem Leben dass sie angeboten habe
00:43:13: Das ist eine Umschreibung dafür für go fuck yourself.
00:43:15: Ich will dich da nicht mal sehen.
00:43:17: Ich glaube es wäre besser wenn wir uns ab heute wieder sitzen würden.
00:43:21: Okay.
00:43:22: Ja, aber vielleicht noch mal dazu... Ich komme ja ursprünglich aus der Forschung, aus der Alternsforschung.
00:43:29: Aus der Alternsforsch?
00:43:30: Okay, stimmt!
00:43:31: Erzähl mal ein bisschen.
00:43:32: Psychologie
00:43:32: der Lebensspanne.
00:43:34: Okay.
00:43:36: Verbunden um dir zu sagen worum es geht.
00:43:38: Ja Kierkegaard hat ja irgendwann mal gesagt man kann das Leben nur von hinten nach vorne verstehen, man muss es aber vom Vorne nach hinten leben.
00:43:46: Wir haben hier reden von Sørenkörg-Kierkegard der dänische Philosoph.
00:43:51: Für mich in meinem Leben bin ich ohne auf mein Alter einzugehen, in der dritten Bonuszeit.
00:44:00: Meine erste Bonuszeit hat an meinem vierzigsten Geburtstag begonnen.
00:44:05: Als ich mir gewahr wurde das die durchschnittliche Lebenserwartung, also vor Einführung der Medizin bei siebenunddreißig lag habe ich gedacht okay jetzt bist du in der Bonuszeit.
00:44:18: Als zweites habe ich registriert, dass ich wahrscheinlich noch siebzehn bis neunzehn Jahre zu leben habe.
00:44:23: Weil mein Vater mit siebenundfünfzig und mein Großvater mit neunundfünftig an einem Herzinfarkt verstorben waren.
00:44:30: Seitdem hab' ich das einzig vernünftige getan nämlich regelmäßig zum Kardäologen zu gehen.
00:44:35: Ich habe offensichtlich auch die Neunund Fünfzig geschafft.
00:44:38: Da begann dann meine zweite Bonuszeit.
00:44:41: Okay
00:44:42: Und dann kam irgendwann Der Umstand, dass meine Kardiologin ... Ich sagen mal eine Tonschuhe Fitte.
00:44:48: Marathon laufende mit Vierzigeren an einem Herzengfark verstorben
00:44:53: und ich ... Sorry!
00:44:54: Das ist lustig.
00:44:55: ...
00:44:55: fünf Jahre keinen Kardiologen hatte.
00:44:58: Oh Gott... Und dann in die Hände eines Kollegen meiner Frau kam und dann betrachtet wurde als Ehemann einer Chefarzt-Kollegin.
00:45:09: Okay also Chefarz-Bahnung hast du dann gekriegt?
00:45:13: besonders gründlich.
00:45:15: Also inklusive ganz großes Besteck, Herzkatheteruntersuchung und dann lag ich da und du bist ja voll bei Bewusstsein und der Oberarzt, der das gemacht hat, sagte dann so und jetzt gehen wir noch in die Herzklappe.
00:45:29: Ja ne, das sieht gut aus!
00:45:32: Und da gucken wir auch nochmal in die andere Herzknappe.
00:45:34: Ne es sieht auch gut aus.
00:45:36: also eins sage ich ihnen wegen Herzinfarkt und Herzgefäßerkrankung werde ich sie nie wiedersehen.
00:45:43: Das ist ja eine tolle Aussage!
00:45:45: Große Erleichterung, mein Glück war dass der Kardiologe die Idee hatte naja der Mensch hat ja nicht nur Gefäße am Herzen sondern überall.
00:45:57: und dann sozusagen hier von oben Haarspitze bis Weinarotter Baucharbeiter hagenau untersucht worden bin und dann so ein merkwürdigen Befund hatte, dass ich dann so merkte mir wurde hier die Karottes links und rechts also die Halsschlagader mit Doppler untersucht.
00:46:20: Und dann hieß es auf der einen Seite auf der anderen Man ahnt schon, dass es nichts Gutes.
00:46:31: Und dann wieder auf der einen Seite.
00:46:34: Auf der anderen Seite.
00:46:37: Ja und dann kamen der Chef rein und das er Professor, wir haben ja ein ganz merkwürdigen Befund.
00:46:42: Ich dachte auch schon... Das ist nicht gut?
00:46:45: Ja also die Karottes von Herrn Wilms auf der rechten Seite ist zu!
00:46:50: Oh Gott
00:46:51: alle Mediziner da draußen kriegen jetzt einen Schreck
00:46:53: Ja, und hat mich damit hängen lassen.
00:46:55: Und ich nach Hause völlig alarmiert und meine Frau sagt, das geht nicht!
00:47:00: Dann hättest du eine Matchbürne also entspann dich?
00:47:05: Was es denn wirklich bedeutete habe ich dann gesehen.
00:47:08: wir ging dann auf der linken Seite auch die Karottes zu und da wurde mir ein Stand gesetzt.
00:47:13: Das ist dann meine dritte Bonuszeit seitdem.
00:47:16: ja das war vor sieben Jahren.
00:47:18: Da war ich zweiundsechzig und jetzt kannst Du rechnen.
00:47:21: Okay,
00:47:23: liebe Leute.
00:47:24: Uli ist neunundsechzig!
00:47:25: Ich wusste es nicht genau, ich dachte es und dafür siehst du auch fantastisch fit aus mein Lieber.
00:47:30: Wie gesagt der junge Peter Ustchen noch wie ich vorher schon mal sagte.
00:47:36: Das war für mich ein Wunder der Biologie.
00:47:38: Als mir das Tent gesetzt wurde, hat mir die Gefiss-Hirurg dann gezeigt und guckte sich die andere Seite an.
00:47:44: Ah da rechts ist ihre Karotte dicht.
00:47:46: aber sagen sie mal so ein schönes Kollateral habe ich ja schon Ewigkeiten nicht mehr gesehen.
00:47:52: Das Ding hat sich einen anderen Weg
00:47:53: gesucht.
00:47:54: In solchen Fällen, wenn es langsam vor sich geht bildet das Gefäß auch im hohen Alter noch Umgehungsgefäße und das war richtig schön satt ausgepräg.
00:48:04: ich habe nur ein Riesenschwein gehabt.
00:48:05: Ich hätte wahrscheinlich vor acht oder zehn Jahren schon einen Schlagkampferletter haben können.
00:48:10: Also ich bin wirklich in meiner dritten Bonuszeit Und ich kümmere mich nur noch damit was noch geht und ich selektiere
00:48:21: Ja und das war ja der Ausgangspunkt, du selektierst und kriegst die Energiefresser so raus indem du selektierst.
00:48:27: Und anderen Leuten sagst wir gehen zum sie zurück.
00:48:30: Ich verrat mal ganz kurz ein Geheimnis hier Oli weil es ist wirklich so.
00:48:33: Du bist nicht nur der erste Der mit mir TOMMIs.talk eröffnet und ich bin sicher dass Zum Ende diesen Jahrzehnts werden sehr viele Menschen hören.
00:48:44: Und TOMMIs.talk durch die Decke gehen wird den ganzen Bums nicht machen hier und dann werden viele Menschen in einigen Jahren zurückspulen und gucken, wie waren denn die erste Sendung mit dem?
00:48:52: Und wen hatten der da gehabt?
00:48:54: Wir hatten der angefangen, der Tommy hat ja damals schon genauso einen dummen Zeug erzählt.
00:48:58: Deswegen werden diese Folge vieler Menschen hören... ...in der Zukunft!
00:49:03: Das ist auch so ein bisschen unser Vermächtnis hier was wir hier machen und deswegen habe ich auch den Dank.
00:49:07: Ja, genau.
00:49:08: Deswegen hab ich auch den Dank ausgesprochen am Anfang.
00:49:10: und jetzt noch mal einen Dank an dich!
00:49:12: Das habe ich dir noch nie gesagt.
00:49:14: Unabhängig von der Inspiration die du mir gegeben hast immer wieder in den wenigen Kontakten, die wir hatten.
00:49:18: Ich bin wegen der Geschichte, die du gerade erzählt hast und die ich ja schon kannte weil du sie mir auf dem Schiff erzählt ist Auch zu meinem Hausarzt des Vertrauens gegangen.
00:49:29: Alex Grüße gehen raus an dich.
00:49:30: Wir waren gestern noch was trinken gemeinsam Der Haushatz und ich.
00:49:33: Da habe ich mich da untersuchen lassen, nämlich diese Karotte.
00:49:36: So wie das Ding.
00:49:37: Da reicht dieser Halsschlacherader die Bauchslacherader alles untersuchenlassen und da ist nichts.
00:49:42: Ich hab andere Probleme möglicherweise aber dass habe ich nicht.
00:49:46: Ich habe eine Prostata was alles so altersgemäßes?
00:49:48: na aber das alles frei Und ich wäre nie auf die Idee und ich habe vierzig Jahre geraucht.
00:49:51: Ich hatte im November Aufgehörzucker auch in dem übrigen und ich hat nie damit gerechnet.
00:49:56: Ich habs natürlich gehofft.
00:49:57: Ah, der Oli hat so was mal erzählt.
00:49:59: Das muss ich mir untersuchen lassen!
00:50:00: Du warst meine Inspiration.
00:50:02: Punktende der Durchsage wollte ich noch mal ganz gut sagen.
00:50:05: Ja gut für dich und vielleicht noch eine Geschichte die mir wichtig wäre sozusagen was unser Leben angeht?
00:50:12: Ja bitte
00:50:13: Ich habe ja in der Alternforschung gearbeitet und hab zu sagen mit Margaret und Paul Baltes zusammengearbeitet Die auch die Berliner Alterstudie unter anderem mitgemacht haben Und da habe ich schon gelernt was im Alter wichtig ist.
00:50:27: Also Selektion, also die überflüssigen Dinge nicht mehr machen.
00:50:31: Gucken was ist das Wesentliche?
00:50:33: Beschränken auf einige Dinge.
00:50:35: Die Dinge, die einem wirklich wichtig sind zu beüben.
00:50:41: Also Optimierung und dann auch zu sagen... Und dass was nicht mehr möglich ist sich zu fragen kann ich jetzt mit irgendetwas kompensieren?
00:50:51: Also für mich zum Beispiel in meinem Lebensplan, ich muss heute sagen mein Lebensplan bis zur Heimunterbringung ist einigermaßen vorgezeichnet.
00:51:01: Da habe ich einen Plan und das einzige was mir wirklich wichtig ist wenn ich dann ins heim komme brauche ich nur zwei Dinge nämlich meine große Festplatte mit mittlerweile glaube ich zwölf Terabyte an Urlaubsfotos und einen guten Monitor Weil da sind all die Dinge drauf, auf die ich zurückblicken kann, die ich erlebt habe.
00:51:27: Die ich dann systematisch mir nochmal angucken möchte.
00:51:30: und möglicherweise auch Bettina fängt ja also meine Frau fängt jetzt schon an ihre Reisebücher zu schreiben, die Ich dann mit Bildern unterfüttern.
00:51:40: Aber da habe ich schon etwas was Wo ich mich mit beschäftigen kann, wenn meine Mobilität eingeschränkt ist und es nicht mehr hergeben sollte.
00:51:49: Und das heißt da hab' ich schon Vorsorge getroffen, dass mir da die Ideen nicht ausgehen was sich dann tun kann.
00:51:56: Toll!
00:51:57: Selektive Optimierung mit Kompensation als hervorragende Alterstrategie.
00:52:02: Sag's den Satz nochmal?
00:52:04: Selective Optimierung Mit Kompension.
00:52:08: Geil Es reicht sozusagen an dieser Stelle, ja übrigens was Menschen angeht in unserem Netzwerk.
00:52:15: Drei Menschen sozusagen die uns vertrauen mit denen wir sozusagen unser tiefstes Inneres leben können.
00:52:22: Ja der Rest in dem Netzwerk ist gar nicht notwendig.
00:52:26: Also da wenn sich das irgendwann zusammen dampft auf drei Personen Paar Problemen
00:52:33: Was uns beide auch wieder verbindet es glaube ich unser Unsere Passion für Trinitäten, weil ich finde ja drei Klänge auch immer wunderbar.
00:52:42: und jetzt redest du von drei Personen und drei ist irgendwie eine magische Zahl.
00:52:47: Und wenn nicht das jetzt einfach mal ich könnte abbinden machen das will ich aber noch nicht.
00:52:50: ich bin ein bisschen mit dir plaudern wenn du Lust hast wenn du keinen Bock mehr hast dann sag einfach nix.
00:52:53: Also wir haben uns ja überlegt so ne Stunde das zu machen was anderthalb werden ist okay.
00:53:00: na aber ich möchte noch ein bisschen um weil wir grad bei trinitäten sind.
00:53:06: die frage ist vielleicht Vielleicht ist sie bescheuert, das war egal.
00:53:08: Ich stelle sie dir trotzdem... Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?
00:53:13: Wer ist Oli Wilms in drei Worten?
00:53:18: Das ist schwierig!
00:53:20: Ja, so würde ich ja nicht stellen die Frage.
00:53:24: Und es kann ja morgen was anderes sein, wir wissen ja.
00:53:26: Vielleicht erst mal wer möchte Oli-Wilms sein?
00:53:31: Woran arbeite ich?
00:53:33: Was ist mir
00:53:33: wichtig?!
00:53:35: Dann wären Nummer eins ein Nahrl.
00:53:39: Okay, das ist schön Das ist schön.
00:53:42: Nr.
00:53:43: zwei würde ich sagen, ein erweitertes Verständnis von Kosmopolit und das meint nicht nur überregional sondern zu sagen Ich habe auch eine große Affinität für Menschen die in Dörfern und den Hütten leben ohne Klos.
00:54:00: Und das fixt mich an, das macht mich neugierig wie diese Menschen ihre Lebensfreude erhalten.
00:54:06: Und es dritte... Nee, ich bin kein Gourmet!
00:54:09: Das kann ich so nicht sagen.
00:54:13: Hauptsache Bettina kocht was ordentliches.
00:54:16: Nein, ich liebe es zu essen aber es muss ein bisschen Bums haben.
00:54:20: Ja verstehe
00:54:21: ich.
00:54:22: Aber sozusagen einen der oder überhaupt sozusagen Genuss.
00:54:27: Ich kann genießen.
00:54:30: Das ist glaube ich so die Dinge die mir wirklich wichtig sind und vor allen Dingen aber als erstes mir erlauben nahezu sein weil das ist die Höchste von des Lebens die wir erreichen können.
00:54:42: Weil der Narre war ich schließlich am Rufe des Fürsten, der als einziger das aussprechen durfte was die Quot-an-Quot Wahrheit war ohne geköpft zu werden.
00:54:53: Und das ist eine Rolle, die liebe ich!
00:54:55: Ich bin nicht gut da drin, ja?
00:54:57: Ich bin' nicht gut darin aber... ...ich bin guter Second Handner.
00:55:05: Second Handler ist gut.
00:55:08: Ja, dass es da ist, da ist was dran an dem Narre.
00:55:11: Denke grad noch Darüber nach... Cosmopolit-Gourmet.
00:55:17: und na, ich hatte vorhin Gedanken, der mir gerade entfleucht ist.
00:55:20: Aber das macht nichts!
00:55:21: Eine Nahrung zu sein ist natürlich die größte aller Künste.
00:55:25: Und da wirst du eigentlich gerne unterschänzt?
00:55:28: Ja.
00:55:29: Ist ganz gut ne?
00:55:29: Geht mir auch nicht.
00:55:30: Das ist
00:55:31: hervorragend.
00:55:32: Ich fühle mich in der zweiten Reihe wunderbar.
00:55:36: Ich drück' mich nicht um Verantwortung aber aus dem Off ein bisschen sozusagen kunstvoll bösartige, aber nützliche und handlungsorientierte Kommentare abzuschießen.
00:55:48: Das ist eine Rolle die liebe ich!
00:55:52: Du bist ein Gourmand du bist ein Genießer und genuss ist natürlich auch so.
00:55:55: ne sehr schöne Sache.
00:55:57: Ich erlebe aber wahrscheinlich wie du auch oftmals Menschen die nicht genussfähig sind oder nicht genußfähig zu sein scheinen.
00:56:07: Es hat doch ihr Anselm Grün, das glaube ich mal gesagt.
00:56:09: Anseln Grün hat gesagt oder der Dalai Lama keine Ahnung.
00:56:12: einer von den heiligen spirituellen Führern auf die Frage was macht ein glückliches oder zufriedenes Leben aus?
00:56:19: Hat er immer gesagt Ich taube.
00:56:20: anselm grün war dass wenn ich gehe dann gehe ich.
00:56:24: Wenn ich arbeite dann arbeite ich und wenn ich esse dann esse ich.
00:56:29: Also hört sich banal an und Banane an, aber ist wirklich unfassbar schwierig.
00:56:33: Weil ich selbst bei mir merke wie oft ich in meinem Handy gucke Informationskonfetti abrufe mich um irgendeinen Quatsch kümmere statt auf meine Frau zu konzentrieren die gerade was gesagt hat sondern irgendwie unkonzentriert bin.
00:56:46: Und dann ist der Genuss der nächste Schritt den man auch nicht mehr hat weil man schon mal wieder woanders ist.
00:56:51: Hast du da noch ein paar Weisheiten aus deinem reichhaltigen neunundsechzigjährigen Leben?
00:56:57: Und mir und den Menschen da draußen noch was an die Hand geben zu können, wie man ein genussreicheres Leben führen kann.
00:57:03: Ein zufriedeneres Leben führen Kann.
00:57:08: Ich würde es mal andersrum sagen wer kein genussreiches Leben führt für überhaupt gar kein leben
00:57:14: der vegetiert.
00:57:16: Ja ohne sozusagen.
00:57:17: genuss heißt ja nichts anderes als dass wir in kontakt sind mit unseren sinnes eindrücken und in unseren Sinneseindrücken zu differenzieren, was passt zu mir?
00:57:27: Was gefällt mir?
00:57:28: – was gefällt mehr nicht.
00:57:30: Führt dazu dass ich das Leben lebe, was zu meinen Bedürfnissen gehört.
00:57:36: Meine Bedürffnisse sagen mir, was ich möchte!
00:57:40: Und wenn ich mit Nicht-in-Kontakt bin, mit meinen bedürfnelsen lebe ich gar nicht.
00:57:45: Und will.
00:57:46: die meisten von uns leben mit irgendwelchen vorgegebenen Bedürfen.
00:57:51: Das ist erst mal nicht dramatisch Wir sollten es nur irgendwann erkennen.
00:57:56: Und da finde ich wichtig, dass wir diese Frage uns einfach mal stellen, was gefällt mir eigentlich?
00:58:01: Welche Form vom Film mag ich?
00:58:03: oder die Fragen, die du mir geschickt hast?
00:58:06: Selbstreflektion – Was sind eigentlich meine Bedürfnisse?
00:58:09: Wo erlebe ich das?
00:58:10: in meinen Bedürfenissen bin und erst dann fangen wir an zu leben!
00:58:16: Bei den ganzen anderen Sachen stellen wir fest, das war alles überflüssiger Ballast.
00:58:21: Ich merke es in meinem Leben, dass ich seit etwa zwanzig Jahren mir die Frage stelle, wozu brauche ich das?
00:58:28: Zum ersten Mal festgestellt habe, er habe ich das bei der Erfindung des Smartphones.
00:58:33: Das einzige was ich am Smartphone wirklich hervorragend finde ist der Flugmodus.
00:58:40: Damit du deine Ruhe hast!
00:58:42: Ja, ich kann das Ding ausstellen mit einem einfachen Toc und es ist weg.
00:58:48: Digital Detox Und ansonsten hält das Smartphone überflüssige Dinge, die der Mensch nicht braucht für mich bereit.
00:58:57: Es weckt Bedürfnisse, die ich gar nicht habe oder wie Mark Uwe Kling das so schön formuliert hat in seinem ersten Band von Qualityland?
00:59:07: Die Firma, die vor mir selbst weiß was meine Bedürfenste ist und sie schon Quadrone liefert.
00:59:14: und dann wird dem Protagonisten ein blauer Delfindildo geliefert.
00:59:18: Und er sich fragt, wo bitteschön soll das meinen Bedürfnissen entsprechen?
00:59:25: Ja okay!
00:59:26: Ich
00:59:26: liebe Marc-Uwe Kling der bringt diese Dinge so herrlich Humorfall auf den Pumpen.
00:59:30: Ist
00:59:30: das denn mit den Kängurubüchern?
00:59:32: Das ist der mit den Kängerokroniken.
00:59:34: Okay, alles klar.
00:59:35: Genau.
00:59:36: Okay und dann sozusagen jetzt kommt noch etwas möglicherweise ganz ganz wichtiges.
00:59:42: ich glaube für mich die größte Verballhornung und Karikatur.
00:59:47: Und dann möge man mir jetzt übel nehmen, ich will ja niemandem zu nahe treten Aber intellektuell und konzeptuell sind buddhistische Münche für mich einfach nur eine Karikatur.
00:59:58: Da bin ich gespannt jetzt!
01:00:00: Okay da bin ich jetzt gespannt
01:00:02: Ja?
01:00:02: Weil sie offensichtlich das Wesentliche was ihnen ihr Buddha beigebracht hat oder die meisten von ihnen das Wesentliche, was Buddha ihnen beigebracht hat gar nicht gelebt haben.
01:00:15: Also wenn ich den Siddhartha Gautama Buddha richtig verstehe dann hat er erst einmal gelebt und er hat allen möglichen Quatsch in dieser Welt mitgemacht von der Völlerei Kaufmännisch-Tüdelhüt alles Mögliche und hat dann angefangen erfahrungsbezogene Essenzen zu bilden.
01:00:34: also Ich würde auch sagen allen Möglichen quatschen erstmal mitmachen ist gut dass man eben auch erst mal lernt, was gibt es.
01:00:43: Aber immer auch kritisch hinterfragt trifft das wirklich meine Bedürfnisse?
01:00:48: und wenn man dann bei Hesse nachliest er hatte so schön auf hundertzwanzig oder hundredvierzig Seiten gebracht Wenn ich dann diese Essenzen bilde Dann bin ich auch in der Lage mich irgendwo an einen Fluss zu setzen Und zu sagen dieser Fluss ist zwar immer der gleiche aber nie derselbe.
01:01:08: Du kannst dich in den Fluss zweimal steigen, ne?
01:01:11: Ja.
01:01:11: Du kannst in keinen Fluss zwei mal steigen und das bietet mir Variation genug für meine Sinnes-Eindrücke.
01:01:19: Und wenn ich zwei oder dreimal am Tag irgendwelche Reisende übersetzen kann als Fährmann dann verdiene ich meine Taler.
01:01:26: damit habe ich genug zum Leben.
01:01:29: Ich mache etwas Nützliches und ansonsten erfreue ich mich an dem Fluss.
01:01:35: Brauche ich eigentlich wirklich Mehr!
01:01:37: Und das ist eine gute Frage.
01:01:39: Was brauche ich?
01:01:40: eine Billion Dollar, die ich nie in meinem Leben ausgeben kann als einzelne Person?
01:01:46: Wozu brauche Ich
01:01:47: das?!
01:01:48: Wozu ist es nötig?
01:01:49: nur um zu dokumentieren, ich bin so gut dass ich der reichste Mann der Welt bin und was habe ich davon?
01:01:56: Das ZMT hat keine Taschen, wir können nichts mitnehmen
01:01:59: Nichts ja...das heißt auch an dieser Stelle Ist das Wichtige zu sagen, was brauche Und wenn wir mit dem Leben, was wir wirklich brauchen, dann haben wir eigentlich genug.
01:02:13: Das ist ein
01:02:14: weises Wort!
01:02:15: Ja und hier an dieser Stelle also du hast eben gesagt dass möglicherweise Menschen dann irgendwann auf die erste Sendung zurückkommen.
01:02:24: Wenn man mich fragt Was ist das Weiseste was ich in der letzten Zeit gelesen habe?
01:02:30: möchte ich den Menschen gerne anraten, bei Wikipedia mal nachzuschlagen unter dem Stichwort Georgia Guide Stones.
01:02:38: Okay noch nie gehört.
01:02:39: was ist das?
01:02:40: Noch nie gehört.
01:02:42: absolut spannende Sache.
01:02:44: irgendjemand hat sich in Georgia ein riesengelände gekauft man weiß bis heute nicht wer das isst und hat da drauf auf diesem Gelände Stonehenge nachgebaut ja und zwar geografisch eingetaktet so und zwar jetzt nicht mit Steinen, sondern mit Tafeln.
01:03:04: Und ich weiß gar nicht wie viele... Ich habe es gar nicht mehr im Kopf, glaube ich, sechzehn Tafelen die Zahl mag falsch sein das was ich memoriere vier Tafel davon in Todersprache also Hebräisch, Griecheslatein und Hieroglyphen ja wirklich kompletto tuto Ja und die ganzen lebendigen Sprachen und hat auf diese Steine eine Reinterpretation der Zehn Gebote geschrieben.
01:03:35: Und zwar nicht in Anlehnung an die Zehngebote, sondern in Anlehnung an das was möglicherweise wirklich wichtig ist.
01:03:42: Der erste Satz lautet so ungefähr und seht zu dass ihr nicht mehr als fünfhundert Millionen werdet.
01:03:48: also die Intention war offensichtlich.
01:03:50: wenn wir uns hier mal sozusagen zerklumpen auf einige wenige Welchen Ratschlag würde uns die Vorwelt geben, was wir anders machen sollten als die Vorfahren?
01:04:03: Auf jeden Fall erst mal nicht zu viele zu sein.
01:04:06: Das ergibt Sinn.
01:04:07: ja!
01:04:08: Was verstehe ich?
01:04:09: Ich persönlich war bisher immer bei fünfzig Millionen.
01:04:12: das habe übrigens auch ein schönes Buch von Juval Harari eine kurze Geschichte der Menschheit wirklich einen Buch was ich gerne vor dreißig Jahren gelesen hätte.
01:04:22: Das gibt es einige Sachen, die wir gerne früher gewusst hätten.
01:04:26: Da konnten wir daraus ausgehen, dass als Jäger und Sammler waren wir offensichtlich so fünfzig Millionen auf diesem Planeten.
01:04:33: Und dann sind wir wirklich zu einer Plage geworden im wahrsten Sinne des Wortes.
01:04:39: Dann stehen einige Gesetze darin die Hinweise... Nicht mehr Bürokratie als notwendig, schafft euch eine gemeinsame Sprache.
01:04:49: Lasst die Nationen sein, macht ein Weltgericht aber lasst jede Nation sein wie sie ist und wie sie ihren Alltag oder ihre Philosophie wer ihre Religion ausleben möchte.
01:05:05: Aber das Wichtigste ist, gebt der Natur ihren Raum.
01:05:09: Gebt der natur ihren Raum.
01:05:11: also der letzte Satz sogar verdoppelt weil wir sind eine Plage für dieses Biotop.
01:05:18: und das ist ne Sache Uli mit der über die ich mit ihr noch gerne nochmal sprechen möchte.
01:05:23: aber ich möchte langsam einen Abbinder machen nochmals vielleicht sprechen und zwar über die KI, und über all das was da noch vor uns liegt.
01:05:33: Aber das wäre jetzt hier den Rahmen sprengend.
01:05:36: Glaube wir sollten langsam zum Ende kommen aber nicht mit dem Satz gebt der Natur ihren Raum, gibt der Natur seinen Raum sondern etwas Positiven!
01:05:44: Ich möchte von dir nochmal wissen du hast es für uns schon mal gesagt... ...aber ich möchte von Dir nochmal was richtig Schönes hören was deine Botschaft an die Welt ist und deine Botschafter an dich an mich Was wünschst Du dir?
01:05:56: Was können wir besser machen Und wie können wir alle ein bisschen zufriedener sein?
01:06:00: und wie kann es uns gelingen, gut in Kommunikation mit uns selber oder anderen Menschen zu treten?
01:06:05: Das ist glaube ich etwas wofür du predestiniert bist das nochmal hier in die Welt zu geben.
01:06:12: Ja wenn Du sagst Welt dann ist ja nicht nur der Mensch betroffen.
01:06:18: Stimmt!
01:06:19: Das heißt sozusagen meine Botschaft an die Welt wäre Ich nehm's dir nicht übel, wenn du dich einfach mal schüttelst.
01:06:26: Liebe Welt oder lieber planet Erde und wir alle runterfallen wie Läuse.
01:06:32: Harte Satz aber versteh ich sogar!
01:06:34: Ja, ich würd die Biotop-Erde nicht übeln nehmen.
01:06:36: Ich könnte es verstehen.
01:06:39: Ich hätte von dieser Plage wirklich auch schon lange die Schnauze voll.
01:06:44: Ansonsten an die Menschen?
01:06:46: Ich glaube das ist eigentlich ganz einfach... Übrigens ist ein schöner Tipp, wo man auch noch mal sich reinhören kann.
01:06:52: Also ich gebe ja gerne Tipps Leuten von denen ich profitiert habe dass das was ich darstelle das bin ja nicht ich Sondern es ist das Konkglomerat all dessen was andere beigetragen haben die weiße Sachen gesagt haben
01:07:07: Du bist die Essenz von dem, was du erlebt gelebt und verarbeitet hast.
01:07:12: Kann man noch mal ein bisschen so sagen?
01:07:13: Sei ruhig das Medium sei die Essenze!
01:07:15: Mach dich mal nicht so klar...
01:07:16: Ja dann bin ich die Essence.
01:07:18: aber sozusagen beigetragen haben dazu andere unter anderem in wunderbarer Weise John Carlin ja und einfach mal googeln John Carlyn und Bullshit Story.
01:07:28: sehr schöne Geschichte.
01:07:30: da geht es unter andermem um die zehn Gebote.
01:07:33: Ich würde sagen wir brauchen diesen ganzen Quatsch nicht sondern Eigentlich.
01:07:38: im Miteinander brauchen wir genau dasselbe, was wir kennen aus Paragraph eins der Straßenverkehrsordnung.
01:07:46: Übersetzt würde das heißen du kannst in dieser Welt tun und lassen, was du willst solange du bereit bist die Verantwortung für das was du tust zu übernehmen.
01:07:58: sei verantwortlich handele verantwortliche Hand reflektiert und verantwortlichen dann Reflektiert verantwortlich und denke an die langfristigen Konsequenzen nicht nur die kurzfristigen.
01:08:13: Da würde ich als Verhaltenstherapeut sagen, wenn wir das tun, wenn das jeder macht, würde alles gut werden.
01:08:20: Mehr brauchen wir nicht!
01:08:22: Ja, it's simple but not easy
01:08:26: Lieber Uli, It's Simple But Not Easy.
01:08:30: Paragraf eins der Straßenverkehrsordnung Handle verantwortliche für dich und die Welt und macht den langen Bogen auf.
01:08:37: Das ist für dich ein sehr, sehr schönes Schlusswort.
01:08:40: Wenn du einverstanden bist mache ich hier den Abbinder.
01:08:43: Mir hat das sehr viel Spaß gemacht mit dir lieber Uli In der ersten Folge hier.
01:08:48: Du hast die Erwartung nicht nur gehalten sondern übertroffen Und das ist vor allen Dingen bevor du jetzt Danke sagst.
01:08:56: Das ist vor allem deswegen so wichtig Lieber Uli.
01:09:00: Ich wollte diesen Satz eigentlich am Anfang unseres Podcasts sagen Aber ich bin nicht dazu gekommen.
01:09:04: Es ist vor allen Dingen deswegen wichtig, dass du hier so einen guten Beitrag geleistet hast aus meiner Sicht.
01:09:08: Denn du weißt ja wir haben beide unzählige Fortbildungen entweder gemacht, geleitet oder daran teilgenommen.
01:09:15: Du als Psychologe, als Trainer, als Therapeut ich als Trainer im Personalerumfeld und am Ende gibt es dann immer so eine Feedbackrunde.
01:09:24: man stehen alle im Kreis und sagen, gib mir Feedback.
01:09:28: Und du weißt genauso gut wie ich der, der dir erste ist und der dann setzt das Narrativ.
01:09:32: Wenn er erst sagt, was war scheiße?
01:09:34: Dann werden alle anderen eher nicht sagen, dass es gut war!
01:09:37: Und wenn er erst gesagt hat, das war jetzt richtig toll, dann wird das Feedback insgesamt glaube ich ganz gut werden.
01:09:42: Deswegen wollte ich dich als Ersten haben.
01:09:44: Deswegen warst du hier und meine Erwartung hast du übertroffen und ich danke dir von Herzen dafür, dass du dich auf dieses Experiment hier bei mir eingelassen hast lieber Oli
01:09:54: Und ich danke dafür, dass sich meine Meinung kundgeben durfte.
01:09:59: Sehr schön!
01:09:59: Und dass du mich eingeladen hast.
01:10:01: Danke.
01:10:02: Gerne lieber Oli.
01:10:03: also ihr Lieben da draußen das war's froh.
01:10:05: schaffen in die Runde machts gut mit meinen besten Wünschen für den Dreiklang Gesundheit Glück und Liebe Servus.
Bernd
‧HörmalHIN
‧Doro Van der Heide
‧