#10 Anna Freytag und Laura Latifi Franco, vier magische Hände
Shownotes
Die beiden Warburger Jung-Unternehmerinnen und Gründerinnen von Physio+ sprechen über ihre Wege in die Physiotherapie und in die eigene Praxis mit mittlerweile 12 Mitarbeiterinnen. Warum sind sie Physiotherapeutinnen geworden, woher kommen die Spannkraft und die Energie für diesen anspruchsvolle Beruf? Wie kam es zur Gründung der eigenen Praxis und was macht den Job mit Menschen so überaus spannend? Wie verändert sich Führung in der Gesundheitsbranche? Wie blicken Jungunternehmerinnen mit Anfang 30 auf die Welt? Anna Freytag und Laura Latifi Franco, Physiotherapeutinnen und Inhaberinnen von Physio+ in Warburg. Zwei junge Frauen mit klaren Ideen für die Welt und die Gesundheit.
TOMMIs .talk von DerTOMMI.de +++ Internet‑Technik: www‑GE.ORG +++ Podcast‑Sound: www‑GE.ORG
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00:00:00: Moin zusammen und Servus in die Runde.
00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von TOMMIS.talk!
00:00:12: Mein Name ist Thomas Schulz, und ich freue mich sehr auf zwei ganz besondere Gästinnen heute Laura Latifi-Franko und Anna Freytag – die beiden Gesundheitsunternehmerinnen mit den magischen Händen, Inhaberinnen vom Physioplus in Warburg, und wir sprechen heute über ihren Weg in die Physiotherapie bis hin zum Unternehmersein mit heute zwölf Mitarbeiterinnen.
00:00:34: Wie verändert sich die Gesundheitsbranche, wie verändert sich Führung?
00:00:38: Wie blicken junge Chefinnen heute auf die Welt.
00:00:42: Herzlich willkommen liebe Anna!
00:00:43: Herzlich Willkommen Liebe Laura.
00:00:45: Danke Tommy für die schöne Einführung und ja danke dass wir hier sein dürfen.
00:00:51: Ja vielen Dank.
00:00:51: Wir freuen uns auf jeden Fall sehr Sehr
00:00:54: gerne.
00:00:54: das ist ein neuer Test.
00:00:55: Ich habe noch nie mit zwei Gästinnen oder zwei Gesten gleichzeitig gesprochen Und insofern gucken wir mal wieder wo da die Reise hingeht um über das Gut auf die Kette kriegen.
00:01:04: Ich möchte mal so ein bisschen darüber sprechen, wie euer gemeinsamer Weg war.
00:01:08: Wie ihr in die Physiotherapie gekommen seid und wie es dazu kam, dass ihr ein Unternehmen gegründet habt?
00:01:14: Und wenn wir einfach mal anfangen ... Liebe Laura, erzähl doch mal ein bisschen, warum du dazugekommen bist, Physiotherapeutin zu werden!
00:01:23: Ich glaube da muss ich ein bisschen ausholen.
00:01:25: Das hat eigentlich erst an der Berufsschule angefangen.
00:01:29: Ich habe in einer Berufsschuhe ein Jahr im Krankenhaus einen Praktikum gemacht.
00:01:33: Ich bin relativ spät.
00:01:35: Er ist in die Physiotherapie gekommen durch einen Zufall und hab dann da zwei Wochen ein Praktikum gemacht, eigentlich fand ich es nur ganz nett so in der Zeit.
00:01:46: Und am Ende von einer Berufsschule wusste ich nicht wirklich, was ich machen wollte.
00:01:50: Mein Sitznachbar hat mir gesagt, er findet Physiotherapie cool und hätte sich da jetzt eingeschrieben... Okay!
00:01:58: ...und nachmittags gedacht, ja, dann bewirbst du dich damals?
00:02:01: Und machst du das auch?
00:02:04: Ja, und im Laufe dieser Bewerbungseinheit oder dieser Zeit wo ich mir dann die Schulen angeguckt habe kam natürlich so ein paar Zweifel auf ob das jetzt so das Richtige ist.
00:02:15: Dadurch dass die Schulen auch privat sind oder damals auch privat waren und man die auch voll bezahlen musste.
00:02:24: aber ich hab das dann einfach erst mal angefangen dadurch dass meine Eltern gesagt haben hey wenn ihr das gefällt wir unterstützen das macht es doch erstmal.
00:02:31: Und dann bin ich da so reingerutscht.
00:02:33: und innerhalb der Ausbildung, bin ich auch ganz gut durchgekommen.
00:02:38: Klar gab es mal Zeiten wo man das hinterfragt hat.
00:02:42: Aber am Ende wo man angefangen hat zu arbeiten, habe ich relativ schnell gemerkt dass das mein Beruf ist.
00:02:50: Würde ich heute noch weiterhin unterschreiben.
00:02:53: Die seid ja beide Warburgerinnen Anna und Laura.
00:02:56: Dein Schulabschluss Laura?
00:02:57: Du hast Fachabiturier in Warburg gemacht.
00:02:59: oder wie war das bei dir?
00:03:02: Ich war zuerst auf der Hauptschule, hab dann den Realschulabschluss gemacht und hab dann das Fachabitur hier bei uns am Berufskolleg absolviert.
00:03:13: Und wie alt warst du als du fertig warst mit der Ausbildung?
00:03:16: Einundzwanzig!
00:03:18: Ich bin relativ ... Süßer.
00:03:20: Ja, süße ein zwanzig.
00:03:22: Also ich konnte gerade immer dem Auto zur Ausbildung fahren, als die angefangen hat... Und ja, war dann als ich ins Berufsleben gestartet bin.
00:03:33: Relativ frisch, relativ grün hinter den Ohren würde ich behaupten.
00:03:38: und ja
00:03:39: aber... Und heute bist du wie alt?
00:03:42: Jetzt bin ich dreiunddreißig beziehungsweise werde das in ein paar Monaten.
00:03:46: Okay, einundzwanzig bis dreinunddreißig.
00:03:48: liebe Anna!
00:03:49: Wie war das bei dir mit der Ausbildung?
00:03:51: Warum bist Du Physiotherapeutin geworden?
00:03:54: Ich habe während meiner Zeit auf dem Hüffert-Gymnasium ein Praktikum gemacht im Bereich Physiotherapie in der Kasper-Heinrich-Klinik in Bad Rieburg.
00:04:03: Und da muss ich sagen, das hat mich direkt so begeistert und so gecatcht mit Menschen zu arbeiten diese Fortschritte einfach in kürzester Zeit zu sehen dass sich das tatsächlich sofort lernen wollte.
00:04:16: als Alternative hatte ich noch Innenarchitektur dafür weiter aber leider ein bisschen schlechten Mathe Okay.
00:04:24: Und deshalb fiel die Entscheidung dann relativ leicht, dass ich in dem Bereich Physiotherapie gehen möchte und dadurch, dass sich mein Abitur dann im Jahr zwei Tausendzehn in Warburg abgeschlossen habe und mich doch etwas quälen musste ... In dieser Zeit hab' ich gesagt mir reicht alleine die Ausbildung als Therapeuten nicht aus.
00:04:44: Ich möchte gerne parallel noch ein Studium dazu machen Und das war dann damals in Häppenheim möglich, dass man dual Physiotherapie-Ausbildung und auch das Studium im zweiten Lehrjahr starten konnte.
00:04:58: Dann hat mich der Ausbildungsweg nach Südhessen verschlagen... ...und da habe ich die Ausbildung und das Studiums absolviert!
00:05:08: Wie alt warst du als du fertig warst und in den ersten Job gegangen bist?
00:05:13: Ich war zwanzig, ersten Job in Warburg auch in einem interdisziplinären Therapiezentrum gestartet bin.
00:05:21: Da bin ich Teilzeit eingestiegen, weil mein Studium noch nebenbei gelaufen ist.
00:05:27: Wie ihr beiden wart dann den, glaube ich, in dem gleichen Therapie-Zentrum.
00:05:30: habt ihr da gearbeitet?
00:05:31: Kannst du dich nur erinnern, Laura, was dein erster Eindruck war von der Anne als die zum ersten Mal gesehen hast?
00:05:36: Ja nett ne!
00:05:37: Damals war das das größte interdiszieplinäre Therapie Zentrum hier in Warburg und Diese erste Woche war total anstrengend, weil da einfach super viele Leute arbeiten.
00:05:50: Und zu der Zeit auf jeden Fall waren glaube ich sechs Physiotherapeuten oder sieben genauso viele Ergotherapeutin und ich glaube Ich bin die ersten drei Tage nachmittags nach Hause gefahren und wusste überhaupt nicht wie meine Kollegen heißen.
00:06:06: Also dass sich da wirklich dann Kollegen kennengelernt haben, kamen in der Zeit.
00:06:12: Ich glaube Anna und ich haben uns relativ schnell gut verstanden aber dadurch dass das Team so groß war hatte man mit allen gleichermaßen viel zu tun.
00:06:25: Und über die Jahre ist es immer ein bisschen mehr gewachsen.
00:06:30: Wo das Team kleiner wurde und auch die Pandemie angefangen hat, da ist das noch mal viel intensiver geworden Oder?
00:06:37: Okay.
00:06:38: Anna, wie würdest du das beschreiben?
00:06:40: Ja, das kann ich definitiv so bestätigen.
00:06:43: also... Ich fand Laura auch ganz nett.
00:06:45: am Anfang dachte ja okay jetzt kommt noch jemand dazu.
00:06:48: schauen wir mal und tatsächlich hat sich das echt in den ersten Wochen direkt schon richtig gut angefühlt und wer man super verstanden.
00:06:58: Und ja da wie Laura das schon gesagt hat Das Team war sehr groß.
00:07:02: Man hatte immer Schnittpunkte natürlich auch mit vielen anderen Kollegen.
00:07:07: Und als die Pandemie dann so gestartet ist und einige Kollegen das Team auch verlassen haben, dass team deutlich kleiner wurde.
00:07:15: Ist man da natürlich schon deutlich mehr zusammengewachsen?
00:07:18: Man hatte sozial außerhalb ja auch deutlich weniger Kontakte einfach weil es durch die Regeln der Pandemie eingeschränkt war.
00:07:27: Da muss ich schon sagen, dass aus Kolleginnen sehr schnell Freundinnen geworden sind.
00:07:32: Ja schön!
00:07:33: Kannst du Anna... Mal drei Sachen sagen die dir auffallen, die du mit Laura verbindest.
00:07:39: Was findest du richtig toll an Laura?
00:07:40: Was wären da mal so drei Sachen, die dir spontan in den Kopf kommen?
00:07:46: Okay!
00:07:47: Ja stimmt der Name muss noch erklärt werden.
00:07:49: spanisches Temperament.
00:07:50: okay das erste was noch
00:07:52: lauras antrieb selbst aus den größten rückschlägen zu sagen komm wir lernen daraus und wir gehen jetzt voran und machen das Die Fähigkeit, dass man auch einfach mal zusammen Schauer weinen kann und dann sagt komm wir haben uns für den Weg entschieden.
00:08:10: Und wir machen das zusammen und nicht alleine.
00:08:13: Es ist gut!
00:08:14: Das ist ja auch echt so eine Geschichte.
00:08:15: Ein Mann würde das niemals über einen anderen Mann sagen, dass immer um... Dass man gemeinsam weinen können und ich finde es super, dass das einfach... Ich finde es ja auch richtig mal gemeinsam heulen sollten ja Männer auch mal öfter tun.
00:08:25: Aber das ist cool, dass du das so formulierst.
00:08:29: Da kann auch jemand
00:08:30: bestätigen, dass wir das schon öfter gemacht haben.
00:08:34: Da kommen wir ja auch nachher noch mal zu und er weiß ja auch manchmal echt tränenreich oder es kann auch tränendreich sein.
00:08:39: einer der Gründe warum ich nicht mehr als Führungskraft arbeite ist.
00:08:43: Nicht weil ich viele Tränen vergossen hätte sondern weil es echt anstrengend ist.
00:08:47: aber da sprechen wir nachher sicher auch nochmal drüber.
00:08:49: Temperament laurei.
00:08:50: stimmt laura Latifi Franco du hast bikulturelle Eltern das habe ich richtig auf dem Kopf?
00:08:55: ne?
00:08:57: Spanisch und Kosovarisch.
00:09:00: Und deine Mutter heißt auch Spanien, ne?
00:09:02: Ja genau!
00:09:04: Okay, spanisches Temperament.
00:09:06: Laura was sagst du über Anna?
00:09:08: Was sind so drei Sachen die du mit ihr verbindest oder die du total schätzt an hier?
00:09:13: Anna kann sich super gut in Themen einarbeiten noch, die sie gar keinen Bock hat und die einfach durchziehen.
00:09:23: Also Sprichwort bei uns Buchhaltung.
00:09:26: Ich bin auf jeden Fall nicht die Person, die sich mit der Buchhaltungen gerne auseinandersetzt.
00:09:30: Das ist Anna auch nicht aber Anna zieht das einfach immer durch.
00:09:33: Die macht das, die weiß dass es gemacht werden muss und dann macht sie das und da kann ich mich blind drauf verlassen.
00:09:39: Und Anna hat immer ein Ohr für mich ob sie jetzt gerade gar keine Zeit hat.
00:09:45: Aber bei ihr kann ich immer alles abladen immer Zeit für mich und das ist einfach in dieser turbulenten Zeit.
00:09:55: Ja genau, was man manchmal braucht.
00:09:58: Und was ich... Also es ist eigentlich etwas, was uns beide oder was ich an uns beiden schätze, dass wir im jedem Bereich, ich glaube es gibt fast keinen Bereich den ich da nennen könnte die gleiche Meinung haben.
00:10:12: also was Geschmack angeht Wir verstehen uns mittlerweile einfach mit Blicken, wenn wir Vorstellungsgespräche haben.
00:10:20: Wir müssen nicht in den Raum gehen und sagen ja und wie hat die dir gefallen?
00:10:25: Wir gucken uns an und wir wissen ganz genau was die andere denkt.
00:10:29: das war eine Umbaufase schon so.
00:10:31: Das war glaube ich auch im Therapiezentrum damals schon so.
00:10:36: aber jetzt ist es halt einfach noch viel viel inniger geworden.
00:10:39: und ja ich glaub mittlerweile verbindet uns halt einfach sehr sehr viel und das schätze ich jeden Tag.
00:10:47: Das hört sich auch so an, das ist ja eine gute Ergänzung.
00:10:49: So wie ich euch beide auch wahrnehme wenn ich in eure Physiopraxis reinkomme als euer Klient oder als Euer Patient da kommen wir gleich noch zu dann nehme ich schon ne ganz besondere Stimmung war die ihr da geschaffen habt.
00:11:02: Wie dass alles dazu kam haben wir gleich doch.
00:11:05: Aber man sieht schon dass hier beiden als Chefin natürlich sicher ergänzende Talente habt und das ist natürlich ein großes Fund Und ein wichtiger Punkt um auch gemeinsam erfolgreich sein zu können.
00:11:17: Die gehen wir nochmal zurück zu dem Therapiezentrum, wo ihr euch kennengelernt habt.
00:11:22: Du habt dann für euch hingearbeitet, habt glaube ich sehr viel gelernt.
00:11:25: und wie kam der Schuss?
00:11:28: Okay Alter das reicht bin nicht.
00:11:29: jetzt bin jetzt hier irgendwie Mitte Ende zwanzig.
00:11:31: Jetzt muss noch was kommen im Leben Anna!
00:11:33: Wie war das?
00:11:34: Was ist da passiert?
00:11:35: Warum sitzen wir heute hier?
00:11:36: Warum seid ihr heute Chefinnen von zwölf Leuten.
00:11:39: Also der Wunsch von der Selbstständigkeit war bei mir tatsächlich schon immer da.
00:11:44: Schon als ich die Ausbildung abgeschlossen habe, hab' ich gedacht, boah so eine eigene Praxis wäre ja schon irgendwie echten Ding was man mal machen könnte.
00:11:53: Tatsächlich habe ich mir das nie so richtig zugetraut.
00:11:56: Ich bin sehr perfektionistisch und sehr kritisch und hinter Frage da einfach immer sehr viel.
00:12:03: Ja, diese Sichtweise auf die Selbstständigkeit hat sich durch das Kennenlernen mit Laura dann tatsächlich auch noch ein bisschen verändert.
00:12:11: Weil Laura häufig diesen Antrieb gibt und eher Chancen sieht wo ich noch Herausforderungen sehe... Und ja, das ist einfach dieses Kritische was so in mir ist, was dann zögert, was eher negative Sachen vielleicht nochmal beleuchtet und Laura ist da glaube Ja, Risikobereiter nenn ich's mal.
00:12:36: Wodurch wir uns wie du das eben schon gesagt hast einfach als Unternehmerin total gut ergänzen und einfach dass unsere absolute Stärke ist, dass wir da jetzt unterschiedlich an diese Sachen herangehen.
00:12:48: Und ja es war tatsächlich schon von ... Ich würde nicht sagen von Beginn an so aber nach so ein zwei Jahren, als wir dann zusammengearbeitet haben waren wir uns einfach in ganz vielen Sachen gerade auch fachlich sehr, sehr einig und haben gesagt naja ganz ehrlich warum?
00:13:06: Wir können eine Praxis zusammen machen.
00:13:08: Das ist doch hier voll unser Ding!
00:13:10: Wir verstehen uns gut.
00:13:11: Wir sind fachlig auf einer Wellendänge.
00:13:14: Wir lieben es uns vorzubilden und so auf dem aktuellen Stand zu sein und Physiotherapie einfach anders und irgendwie neu zu denken.
00:13:23: Und ja tatsächlich war auch im Gespräch Immer mal so in den Feedback-Gesprächen, die wir mit unseren damaligen Chefs hatten.
00:13:32: Dass eine Übernahme der Praxis eventuell mal Ziel sein könnte, dass Laura und ich uns das auf jeden Fall prinzipiell vorstellen könnten.
00:13:41: Und ja dann hat sich aus einem ganz witzigen Zufall über eBay-Kleinern zeigen unser Leben komplett anders entwickelt.
00:13:52: Da machen wir mal eine Pause.
00:13:55: Laura, wie ist deine Geschichte dazu?
00:13:57: War da irgendwie mal so ne Kaffeepause oder so ein Team-Meeting und wo du dann irgendwie vorgepresst bist?
00:14:01: Oder wie war das?
00:14:02: Ja genau!
00:14:02: Da kommt mein Temperament dann raus.
00:14:08: Ich würde sagen ich hätte früher im Team eher so eine pflapsige Art und habe dann zu oft rausposaun, was gerade in meiner Birne los war.
00:14:18: Das habe ich in den letzten Jahren ein bisschen unter Kontrolle gebracht aber es ist auf jeden Fall noch da.
00:14:24: Jedenfalls war's damals so dass das auch so ein kleiner Running-Gag in dem Team war.
00:14:28: ja Anna und Laura die übernehmen irgendwann mal die Bude Und dann war es glaube ich in der Corona Zeit das es dann hieß Ja in der Praxis soll noch ein bisschen was investiert werden.
00:14:41: Und dann habe ich einfach mal ganz salopp in die Runde gefragt, in einer Teamsitzung unseren Chef.
00:14:48: Wie lange er denn noch machen möchte?
00:14:49: Dann kam eine Antwort, womit wir beide jetzt nicht so gerechnet hatten dass er halt noch mindestens zehn Jahre macht möchtet.
00:14:57: und ja da haben wir einfach dann in der Mittagspause drüber gesprochen.
00:15:00: Wir haben gesagt okay mit Anfang vierzig oder Ende dreißig wollen wir uns auch nicht mehr selbstständig machen.
00:15:07: Und dann hab' ich das zu Hause meinem Freund erzählt Und der hat dann bei Kleinanzeigen eine Anzeige gesehen, hat sie mir geschickt und hab ich nur gesagt, ach nee das ist das alter Arbeitsabend.
00:15:19: Das ist so ne Gammelbude in Anführungsstrichen die kenn' ich?
00:15:24: Nee!
00:15:25: Das...das is nix.
00:15:26: Und ich glaub so gute.
00:15:28: zwei Wochen später habe ich's mir dann angeschaut nochmal in einer Mittagspause Hab es mir dann in Ruhe mal angeschaut, hab gesehen das da ein Fahrstuhl ist.
00:15:37: Die Größe die Aufteilung und habe dann bisschen Potenzial erkannt und bin eigentlich instant zu Anna... ...in die Behandlung und hab zu ihr gesagt wir müssen gleich mal reden.
00:15:49: Ja!
00:15:49: Und dann haben wir uns glaube ich vierundzwanzig oder achtundvierzig Stunden später die Bude angeguckt.
00:15:57: und
00:15:58: ja auch da war's eigentlich relativ Weil wir sind einfach an der Mittagspause, glaube ich da hingefahren und der Vermieter stand dann das mit uns hochgegangen.
00:16:07: Und fragte uns dann an der Tür so ja für welchen Raum interessieren sie sich denn?
00:16:13: Und dann haben wir ganz selbst berußt natürlich die jungen Unternehmerin gesagt
00:16:18: Ja
00:16:18: für alles!
00:16:20: Da hat man leider schon so kurz gemerkt Okay, dreihundertfünfzig Quadratmeter.
00:16:27: Er hat sich dann sein Handy genommen und ist dann in den Nebenraum gegangen und war dann am Telefonieren.
00:16:33: Wir beide sind mit unserem Zollstock da rumgelaufen haben ein bisschen geträumt und geschaut was man daraus machen könnte.
00:16:41: Haben ihm zwei drei Fragen gestellt ob man Wände rausnehmen könnte weil wir ja ich würde sagen so ein zwei Sachen hatten die definitiv möglich sein mussten zum Beispiel unser Gymnastikraum.
00:16:54: Ja, und ich glaube eine Woche später waren wir dann wieder da.
00:16:57: Hatten dann schon einen Plan mit die Wand muss raus und hier und so.
00:17:02: Und da wollen was haben, da wollen wir die Küche hinhaben.
00:17:05: Da hat man auch direkt gemerkt dass der Vermieter schon ganz anders eingestellt war.
00:17:09: Der war dann schon so okay, die haben einen richtigen Plan.
00:17:14: Ich glaube ab dem Moment wo wir dann gemerkt haben das wir das auch realisieren können... Wir hatten uns dann im Café getroffen und mal ein bisschen gerechnet sehr blauäugig im Nachhinein, weil wir haben uns einfach unsere Stundenzahlen genommen und mal Behandlungszeiten.
00:17:32: Und dann wie viel Geld man so an einem Tag verdienen kann?
00:17:36: Wie viele Geld man in einer Woche oder einen Monat verdienen können?
00:17:39: Dann haben wir gesagt ja das machen wir.
00:17:41: Das
00:17:41: geht.
00:17:41: Ja läuft!
00:17:44: Bis wir den ersten Businessplan hatten und der Bankberater so sagte ne also so nicht.
00:17:50: Aber ich glaube, das war der große Vorteil, dass wir einfach in diese ganze Geschichte so blauäugig reingegangen sind.
00:17:56: Wenn man vorher alles schon wüsste dann bin ich mir ganz unsicher ob man das dann genauso auch machen würde.
00:18:02: Das war
00:18:02: eigentlich genau richtig.
00:18:04: Ja Anna wie sieht dein Herz aus wenn du jetzt gerade noch mal hörst was waren deine Emotionen und deinen Blick auf die erste Entscheidung im Arbeitsamt herum zu rennen mit Laura und Zollstock?
00:18:14: Wie ging es dir da?
00:18:16: Ja, also ich bekomme echt direkt Gänsehaut jetzt wo Laura das wieder erzählt und wo man sich so in diese Situation auch zurückversetzt gefühlt hat.
00:18:24: Ich sehe sie noch wie sie in den Behandlungsraum kommt und sagt Anna wir müssen uns gleich mal unterhalten und ich dachte direkt ach hey je was denn jetzt schon wieder passiert.
00:18:33: okay gut Behandlung beendet hinter laura hergelaufen und dann sagt sie ja ihr habt es also barrierefrei dreieinhalbfünfzig Quadratmeter Wir können uns selbstständig machen, was hält sie davon?
00:18:47: Wollen wir uns das
00:18:47: angucken?".
00:18:49: Und dann kam direkt meine kritische Stimme die sehr laut ist.
00:18:55: Die hat gesagt, bist du verrückt!
00:18:56: Dreihundertfünfzig Quadratmeter Laura, nee also ich weiß es nicht, muss sich noch mal eine Nacht drüber schlafen.
00:19:04: Laura war auf jeden Fall direkt wieder on fire und startklar direkt den Termin auszumachen.
00:19:10: Ja, ich hab ne Nacht drüber geschlafen.
00:19:12: Hab mit meinem Freund darüber gesprochen der auch aus einer selbständigen Familie kommt.
00:19:17: Der war tatsächlich ähnlich wie Laura direkt on fire und hat das Potenzial gesehen Innenstadtlage Parkplätze drum herum Barrierefreiheit guckt euch das doch wenigstens mal an.
00:19:29: Dann habe ich Laura das Go gegeben den Termin zu machen dass wir da wirklich einfach mal reinschauen ganz unverbindlich.
00:19:36: Und tatsächlich muss ich auch sagen waren wir ein bisschen pikiert darüber oder geschockt darüber, dass der Vermieter dann so fragt ja für welchen raum interessieren sie sich denn?
00:19:46: und uns gar nicht ernst
00:19:46: genommen geführt.
00:19:48: Ja
00:19:48: genau er tatsächlich erst klar er wusste auch von vornherein natürlich nicht was wir vorhaben haben ihm das konzept an soweit erklärt und auch, dass wir jetzt bereits seit acht Jahren und über acht Jahren in Warburg einen Therapiezentrum schon arbeiten.
00:20:05: Und natürlich auch ein gewissen Patientenstamm haben hier in der Region.
00:20:10: Das hat zumindest unser Ansehen ein bisschen gesteigert bei ihm.
00:20:15: dann ein bisschen mehr zugehört hat.
00:20:17: Und ja, wir uns mit einem Statiker und Architekten wirklich da auch nach ein paar Wochen getroffen haben.
00:20:24: Und das so langsam ins Rollen kam.
00:20:27: Ich sehe uns noch im Zeitgeist sitzen mit unserer Rhabarba-Schorle und unserem Cappuccino und ganz professionell rechnen ... Mit nem Handy-Taschenrechner.
00:20:39: wie denn unser Verdienst so aussehen könnte in einem Monat?
00:20:45: Ja, kann man jetzt nur drüber lachen.
00:20:47: Aber genau wie Laura das gesagt hat tatsächlich war es das Beste was uns passieren konnte dass wir nicht wussten welche Hürden können überhaupt also ob ist den Umbau betrifft?
00:20:57: Ob die Selbstständigkeit an sich betrifgt?
00:20:59: Ob es die Führung von Mitarbeitern betrifbt.
00:21:01: gut dass wir's nicht wusste sonst hätte ich auf jeden Fall viel viel mehr gezögert und ich denke das hätte uns diesen unbeschwerten Weg einfach deutlich schwerer gemacht.
00:21:14: Ja, das kann ich gut nachvollziehen.
00:21:15: Ich hab ja auch gegründet vor elf Jahren meine eigene Firma und ich war da ein bisschen älter als je.
00:21:20: Ich war dreiundvierzig ... Nee, vierundvierzig war ich, als ich die Firma gegründe tappte und ihr wart Ende zwanzig, als ihr die Firma gegründet habt, ne?
00:21:29: Aber
00:21:30: ihr habt ja das große Glück so wie ich es auch hatte, dass eure Jungs bei mir, meine Frau hinter euch standen.
00:21:36: Die haben euch beide voll und ganz unterstützt euren Jungs.
00:21:39: Anna, Laura, die Jungs waren Feuer und Flamme, ne!
00:21:41: Und waren voll bei den Ladies dabei
00:21:43: oder?!
00:21:47: Ja okay cool.
00:21:49: Dann lass uns doch mal kurz in diese Stadtphase gehen, dann habt ihr dann irgendwie zehn Monate umgebaut hier heute.
00:21:55: oder wie war das?
00:21:56: Nein
00:21:57: Tommy, zehn Monate!
00:21:59: Es waren vier Monate in Vollzeit.
00:22:02: Wir hatten natürlich auch wieder blauäugig diese Vorstellung, ja wir machen uns jetzt selbstständig, wir kündigen und dann haben wir dann in der Umbaufase immer den Job das wir einmal am Tag auf die Baustelle gehen und hier Baubegehung machen und Den Handwerker sagen wie es zu laufen hat.
00:22:20: Ja war falsch gedacht.
00:22:22: Wir hatten am Anfang niemanden.
00:22:23: wir haben den kompletten Abriss alleine gemacht Alleine in Anführungsstrichen.
00:22:28: Wir hatten Hilfe von unseren Männern.
00:22:31: Unsere Väter waren auf jeden Fall involviert bei verschiedensten Aktionen und mein Freund war in der Zeit ja Vollzeit bei uns quasi mit am Bord, der hat auch vier Monate dafür geopfert.
00:22:44: Und dann war es von einer Situation sag ich jetzt mal wir hatten Wasserschaden, wir hatten Abrisse wo wir sechzehn Tonnen Schutt in einen Container auf Erdgeschosshöhe bringen mussten.
00:23:01: Die Praxis befindet sich ja am ersten Stockwerk.
00:23:04: Und ja, es war immer noch Pandemie.
00:23:08: Wir hatten Phasen, wo überhaupt kein einziger Handwerker im Haus war und wir einfach alles irgendwie alleine machen mussten.
00:23:15: Dann hatten wir eine nicht so kompetente Sanitärfirma da an Bord, die viele Sachen auch schief gelaufen sind oder lange gedauert haben.
00:23:25: Da hätten unglaubliche Probleme mit dem Internet und Telefonen.
00:23:29: Irgendwann kam halt der Punkt, wo man absehen konnte... Okay, es könnte jetzt bald soweit sein und ich glaube einen Nachmittag bin nicht einfach in die Küche reingekommen und habe gesagt so wir machen jetzt in zwei Wochen machen wir die Eröffnung.
00:23:44: Fertig!
00:23:48: Die, die auf jeden Fall einen kleinen Knack in dem Moment im Kopf hatte.
00:23:52: Weil ich glaube wir sind um zwei Uhr nachts vor der Öffnung den Tag vorher fertig geworden und haben da die letzte Schraube reingedonnert.
00:24:02: Mussten dann alle noch nach Hause ein bisschen schlafen und waren dann den Montag danach komplett krank weil wir einfach vier Monate durchgepowert haben.
00:24:14: eine wunderschöne Eröffnung hatten ja und dann durch unsere Reputation, die wir uns die jahrelang vorher aufgebaut haben durch die Arbeit in Warburg.
00:24:25: Und natürlich auch ein bisschen Zeitungswerbung ist die erste Woche eingeschlagen wie eine Bombe.
00:24:31: da waren wir komplett überfordert.
00:24:33: auch das war so krass wie viele Patienten da einfach standen und angerufen haben und Wir waren.
00:24:40: dann glaube ich den Donnerstag waren wir fünf Wochen lang schon ausgebucht.
00:24:45: also es war unglaublich wie wiederes dann eingeschlagen ist
00:24:48: Das heißt der Eröffnung, vier Monate Umbau.
00:24:52: Das war jetzt vor drei Jahren wenn ich das richtig weiß.
00:24:55: Also zwanzig dreinzwanziger Eröffnungen zwei Physiotherapeutinnen alleine in dreihundertfünfzig Quadratmeter also nicht Kevin alleine zuhause sondern Anna und Laura allein in drei hundertfünftig Quadratmetern.
00:25:08: und nach drei Tagen wart ihr schon auf fünf Wochen ausgebucht.
00:25:13: Ja, das ist richtig.
00:25:14: Genauso war es tatsächlich was uns auch am Anfang echt ein bisschen überfordert hat weil wir waren ja eigentlich jetzt Baufacharbeiter.
00:25:21: Also...
00:25:24: Baufassarbeiterinnen!
00:25:27: Muss der erst mal gucken ob wir Physio noch können?
00:25:30: Wir konnten nach der Baustelle tatsächlich so gut wie alles außer Strom verlegen und anschließen aber ansonsten hatten wir auf jeden Fall unsere handwerklichen Qualifikationen auf Stop Limit geschraubt
00:25:42: Wahnsinn.
00:25:43: Okay?
00:25:44: Ja, da musste man auf jeden Fall erst mal wieder so ein bisschen switchen, weder in den therapeutischen Beruf zu kommen oder Bereich zu kommen.
00:25:51: Genau und tatsächlich waren wir für fünf bis sechs Wochen direkt ausgebucht was uns natürlich unfassbar glücklich gemacht hat dass das so anläuft jetzt und auch dass so viele Bestandspatienten von vorher einfach wieder da waren und uns da einfach echt so unterstützt haben.
00:26:13: Das ist ja interessant, was euch als Gesundheitsunternehmerinnen von mir in der Wirtschaft unterscheidet.
00:26:19: Wie ich das einschätze habt ihr kein Problem Patienten zu bekommen weil auch Not herrscht und es gibt viel zu wenig gute Physiotherapeuten und man muss immer langer auf dem Termin warten als Patient.
00:26:33: Das heißt meine Fantasie ist dass ihr euch eigentlich wenn ihr euch jetzt nicht allzu blöd oder wenn ihr gute Arbeit leistet auch noch Bestandspatienten hatte, die mitgekommen sind.
00:26:43: War der Kunde nicht das Problem?
00:26:46: Der war relativ einfach da.
00:26:48: Nicht so wie bei mir, wo ich mich um Kunden kümmern muss.
00:26:50: Aber ihr habt eher dann das Problem oder die Herausforderung gute Mitarbeiter an Bord zu kriegen, was wiederum bei mir nicht so ein großes Problem wäre.
00:26:59: Habe ich das richtig eingeordnet oder liege ich da falsch?
00:27:03: Ja absolut!
00:27:04: Das hast du genau gut auf den Punkt gebracht.
00:27:06: tatsächlich ... Gerade was irgendwie chronische Erkrankungen angeht oder Operationen und die Nachsorge nach Operation, Reha-Training.
00:27:16: Alles was das angeht da ist der Bedarf einfach sehr hoch gerade bei uns in dem ländlichen Bereich.
00:27:22: Und gute therapeutische Kräfte zu finden, die gut zu Laura und mir passen.
00:27:28: Das war uns von vornherein halt auch einfach sehr wichtig dass wir beiden Verantwortung hier für alles tragen, für diese komplette Bude die wir hier aufgestellt haben und mit eigenen Händen mehr oder weniger aufgebaut haben.
00:27:44: Dass wir einfach Mitarbeiter haben möchten, die gut zu uns passen und nicht dass wir uns an die anpassen und die fachlich einfach sehr gut ausgebildet sind und bereit sind neue Wege in der Physiotherapie zu gehen.
00:28:02: Ja, verstanden.
00:28:04: Was macht auch das?
00:28:05: Ganz kurz noch mal, Laura... Mir wird so ein bisschen vorgeworfen, dass ich zu sehr Fanboy von meinen Gästen sei.
00:28:13: Trotzdem muss ich das hier nochmal so sagen.
00:28:16: Also ich kenne Laura als meine Therapeuten und ich glaube schon, dass ihr beiden sehr ähnlich arbeitet ... und ich ernehme dich als sehr gute Therapeuten war, Laura.
00:28:25: Warum seid ihr denn so gut?
00:28:26: Ich meine, ihr wollt Leute haben die genauso gut sind wie ihr.
00:28:29: Warum seht ihr dann so gut geworden?
00:28:31: Was ist denn da das Geheimnis?
00:28:32: Ihr seid relativ jung aber ihr glaubt...ich glaube ihr könnt richtig was!
00:28:36: Wie kam das?
00:28:38: Ihr habt ja nur acht Jahre vorher oder elf Jahre Berufserfahrung.
00:28:41: Das heißt nur es, ja auch eine Menge.
00:28:42: Aber was ist denn das Geheimnis eurer Kompetenz?
00:28:45: Ja, ich glaube man muss jetzt schon auch erwähnen dass wir einfach in der Stelle wo wir vorher gearbeitet haben sehr viel auch gelernt haben.
00:28:54: Dadurch das es ein interdisziplinäres Therapiezentrum war und man auch eng mit der Ergotherapie gearbeitet hat und unser damaliger Chef auch Dozent war Und auch auf innerbetriebliche Fortbildung wertgelegt hat Haben wir schon viel mitgenommen.
00:29:09: aber grundsätzlich muss man oder grundsätzlich muss man einfach sagen dass Anna und Ich auch sehr offen dafür sind, neue Therapieformen zu kennenzulernen und uns in den letzten Jahren auch sehr damit beschäftigt haben was so die evidenzbasierte Physiotherapie angeht.
00:29:27: So die neuesten Standards auch bei uns dann zu etablieren.
00:29:31: Und ein großer Faktor ist natürlich auch wie wir die Praxis aufgebaut haben.
00:29:35: Wir haben es einfach sehr modern gehalten finden uns da natürlich auch wieder.
00:29:42: Wir haben viel Training involviert, aktive Therapie und das ist einfach was ganz anderes als das, was man vor zwanzig Jahren gemacht hat.
00:29:51: Anna, hast du noch etwas dazu?
00:29:52: zu dem Themenkomplex?
00:29:54: Kann ich definitiv so bestätigen wie Laura das gesagt hat, wir hatten einfach das Glück dass unser ehemaliger Chef sehr sehr viel Zeit in uns investiert hat und uns da einfach sehr sehr viele gezeigt hat an Techniken... Handhabung des Patienten, alles was so dieses Drumrum auch in einer Therapie angeht.
00:30:14: Was wir jetzt auch an unseren Mitarbeitern natürlich weitergeben damit wir alle auf diesem ähnlichen und gleichen Standard dann auch wirklich bleiben.
00:30:23: das ist uns einfach sehr wichtig.
00:30:25: Und es ist auch einfach wichtig individuell auf jeden Patienten einzugehen.
00:30:29: ich darf als Therapeut nicht in so Schubladen denken und sagen okay knietapp kommt Knie-Tab mache ich das und das, sondern jede Knie Tab ist halt im Endeffekt ein bisschen anders.
00:30:41: Und da muss man sich einfach reflektieren was möchte ich mit dem Patienten erreichen?
00:30:46: Und auch ganz klar mit den Patienten kommunizieren Was möchte er denn überhaupt erreichen?
00:30:53: Da ist uns gerade dieser Bereich der aktiven Therapie.
00:30:56: Ich möchte ja dass der Patient auch irgendwann ohne Physiotherapie wieder klar kommt und sein Leben und seine Aktivitäten bestreiten kann.
00:31:04: Ich möchte ja gar nicht, dass der dauerhaft zu mir kommt, weil ich ihn von mir abhängig mache, weil ihm das gut tut was ich tue.
00:31:10: Sondern ich möchte, dass er in die Aktivität wieder reinkommt.
00:31:14: Und dann bin ich zufrieden als Therapeut.
00:31:17: Genau.
00:31:18: Das hat sich in den letzten Jahren so ... extrem verändert, weil früher auch zu der Zeit wo wir fertig geworden sind mit der Ausbildung unabhängig von den heutigen Ausbildungsinhalten.
00:31:30: Weil die haben sich seitdem nicht verändert.
00:31:33: Da war Physiotherapie einfach was ganz anderes.
00:31:36: also der Patient ist reingekommen hat sich auf die Liege gelegt und dann wurde da passiv irgendwas gemacht.
00:31:43: und heute es ist eher so Ich gehe mit dem Patienten für den ersten Termin in den Raum und wir machen eine Zielbesprechung unter einer Anamnese.
00:31:52: Und dann geht es an die Aktivität vielleicht sogar schon direkt auf die Geräte, und Hausaufgabenübungen.
00:31:58: für zu Hause sind das Mittel der Wahl- und Training- und vielleicht auch Fitnessstudio alles um den Patienten wieder dahin zu bekommen wo er hin möchte.
00:32:07: Ja verstehe ich gut.
00:32:09: Das ist ja jetzt, wenn ich es umdrehe.
00:32:10: Der Fisch stinkt vom Kopf oder er schmeckt vom Kopf?
00:32:14: Bei euch schmeckt er vom Kopf so wie ich das jetzt war.
00:32:18: ein schräges Bild.
00:32:19: Aber es geht auch in Kompetenz und Führung hier.
00:32:22: Zwölf Mitarbeiterinnen ihr habt nur Ladies bei euch eine reine Frauenbude.
00:32:26: man kommt da rein und denkt dass es überall nette sympathische junge Frauen die darum laufen.
00:32:34: Ist total.
00:32:35: also das schön im grünen gehalten die praxis ist wirklich eine gute atmosphäre und das vielleicht auch noch mal.
00:32:40: kurz gesagt Das trifft für einige patienten Und es trifft auf einigen Patienten zu dich auch kenne die bei euch sind.
00:32:47: ihr habt es wirklich geschafft eine atmosphere in diesen rollen lichkeiten zu gestalten wo es nicht nach krankheit aussieht oder nach sterinität sondern wo es nach ... grüner, wohlfühlatmosphäre mit Moos.
00:33:01: Was ihr da drauf geklebt habt oder was so wie Moos aussieht?
00:33:04: Zumindest man fühlt sich da wohl und das sind alle... Ihr seid konzentriertfreundlich!
00:33:11: So.
00:33:12: Konzentrierd freundlich bestimmt.
00:33:14: So kann man glaube ich Physioplus beschreiben.
00:33:17: Hast du ja auch gerade gesagt Anna-Laura gibt's Trainingspläne und dann Vollgas hier nicht nur je hinlegen und passiv sondern muss schon mitmachen.
00:33:24: Ja.
00:33:25: Ihr Lieben zwölf Mitarbeiterinnen Sag mal, ist das da täglich Stutenbeißerei?
00:33:30: oder was ist da los?
00:33:32: Wie geht denn das?
00:33:32: Nee
00:33:32: tatsächlich nicht.
00:33:34: Tatsächlich
00:33:35: nicht!
00:33:37: Zickereien hatten wir eigentlich bisher noch gar nicht oder?
00:33:42: ich glaube nicht.
00:33:42: also so richtig dass man jetzt irgendwie bief zueinander hatte oder die hat das gesagt das hatten wir bisher nicht.
00:33:51: Ich muss aber auch dazu sagen Es ist ja in der Physiotherapie immer noch mal ein bisschen anders als wenn man jetzt zum Beispiel in einer Abteilung von einer Firma zusammenarbeitet und arbeitet, die voneinander abhängig ist.
00:34:07: Wenn du Physiotherapeutin bist dann hast du deine eigenen Patienten.
00:34:10: bei uns es auch so dass die Patienten nicht zwischen den Therapeuten wechseln außer es ist Urlaub oder Krankheit.
00:34:17: also du hast quasi als Therapeutin deinen eigenen Patienten Und dann bist du natürlich auch für die Patienten zuständig.
00:34:26: Die einzige Person, die wirklich so der Verbindungspunkt zwischen einzelnen Therapeuten ist in der Arbeit ... Ist halt die Rezeptionsdame unsere Lucy.
00:34:39: und ich glaube dadurch dass jeder sein eigenes Thema hat tagsüber entstehen gar nicht so zickereien weil man kann auch nicht so ja der hat das gemacht und die hat nicht das gemacht.
00:34:51: Ich glaube, das ist so das Thema.
00:34:53: warum das einfach ein bisschen harmonischer.
00:34:56: Aber ich glaub wir verkörpern es auch einfach dass wir über alles reden können in einem vernünftigen Ton.
00:35:03: Auch wenn jemand mal misst baut oder irgendwas schief gelaufen ist wird bei uns eigentlich keiner angerannt oder runter gemacht oder muss dann irgendwie mit nem doofen Gefühl zur Arbeit kommen.
00:35:14: Es war immer unser Anliegen, dass wir einen Ort schaffen wo jeder gerne hinkommt Patienten, ja wie du gerade schon gesagt hast man kommt rein und fühlt sich wohl.
00:35:25: Aber auch bei den Mitarbeitern weil letzten Endes sind das die, die halt nicht nur für zwanzig Minuten vorbeikommen sondern die dann acht Stunden dort arbeiten.
00:35:34: und dass war uns eigentlich schon in der Umbaufase super wichtig, dass wir auch wirklich da ein Ort schaffen wo alle sich wohlfühlen.
00:35:42: Und ich verstehe das richtig, dass hier echt blind Bewerbungen.
00:35:45: Kriegt ihr Machtkack einer Ausschreibung mehr?
00:35:47: Die Leute bewerben sich bei euch initiativ!
00:35:49: Das habe ich richtig verstanden oder Anna?
00:35:52: Es gibt auf jeden Fall Initiativbewerbung.
00:35:55: aber da wir tatsächlich aufgrund der Größe aktuell immer noch auf der Suche sind nach weiteren qualifizierten gut passenden Therapeuten haben wir auch auf unserer Webseite einfach so einen kleinen Banner mit eingefügt, wo du dich relativ unkompliziert direkt bei uns bewerben kannst.
00:36:14: Und ja, prinzipiell...
00:36:18: Aber es sind doch eben auch Leute reingeflohen einfach so?
00:36:20: Das Universum hat euch Mitarbeiter geschickt ne?
00:36:22: Ja!
00:36:23: Das Universums hat uns definitiv Mitarbeiter geschückt.
00:36:26: der Plan war ursprünglich dass Laura und ich erst mal ein Jahr mindestens alleine bleiben.
00:36:30: tatsächlich waren wir glaube ich kein halbes Jahr alleine bis die erste Physiotherapeuten zu uns kamen und wir ganz unsicher als Neugründer in diesem Bewerbungsgespräch saßen.
00:36:45: Und wir uns erst mal Gedanken machen mussten, okay wie führt man denn jetzt eigentlich so ein Bewerbsgesprich auf der anderen Seite?
00:36:54: Mittlerweile klappt das richtig gut!
00:36:56: Wir sind sehr eingespielt und routiniert Cool.
00:37:00: Aber da war es tatsächlich totales Neuland und da waren wir noch gar nicht so drauf eingestellt, weil wir wirklich dachten okay cool!
00:37:07: Wir haben jetzt sechs Wochen Vorlaufzeit.
00:37:09: unsere Pläne sind rappelvoll.
00:37:11: selbst wenn Patienten absagen haben wir auf der Warteliste Patienten die spontan einspringen könnten und das ziehen wir jetzt erst mal ein Jahr so durch.
00:37:20: aber wie du sagst das Universum hat uns gut passende Personen oder Mädels geschickt die in unserem Team mitarbeiten wollten.
00:37:29: Ja, und nun mal so unser Businessplan hat glaube ich vorgegeben dass wir nach drei Jahren zwei Therapeuten haben.
00:37:37: Das ist jetzt nicht.
00:37:39: Also das war glaube ich der Grundplan, dass wir dann nach zwei Jahren zwei Terapeute haben.
00:37:45: Damit wären
00:37:48: wir auch zufrieden gewesen.
00:37:51: Das hatten wir dann acht oder neun Monaten geknackt Dann kam erst mal eine ganze Zeit lang keine.
00:37:56: Und letztes Jahr war dann noch mal so ein richtiger Boom, da kamen dann nochmal viele und jetzt finde ich haben wir eigentlich einen Top-Team.
00:38:06: also die Mädels sind gut eingespielt verstehen sich super.
00:38:10: aber ja wie Anna schon sagte man ist immer offen für neue Gesichter und wir freuen uns natürlich auch immer wenn jemand Bock hat einfach bei uns auch neue Sachen zu lernen.
00:38:22: Das heißt also drei Jahre Turbolernen, ne?
00:38:24: Drei Jahre nach der Gründung.
00:38:26: Zwölf Mitarbeiter, Turbolern jeden Tag was Neues.
00:38:29: Anna du hast noch ein Kind zwischendurch gekriegt, du hast einen Hund.
00:38:32: Noch großgezogen nebenbei noch.
00:38:35: Ich
00:38:35: kann ja nicht vergleichen aber es ist ja trotzdem ... Ja toll!
00:38:39: Kann man in gewissen Maßen schon vergleiche.
00:38:43: Manchmal...
00:38:46: Ja, aber das klappt ja eben auch gut nicht.
00:38:48: Du hast einen gesunden kleinen Jungen und du arbeitest wieder, stehst wieder in der Praxis und machst Buchhaltung und stehst auch am Tisch und machst beides.
00:38:56: Und er ist doch toll!
00:38:57: Also da kann man noch richtig von Selbstwirksamkeit sprechen oder?
00:39:02: Definitiv.
00:39:04: Wir haben da wirklich ein Rahmen geschaffen wo wir uns beide komplett widerfinden.
00:39:11: Lebensplanung jetzt mit Kind und mit Hund einfach super reinpasst.
00:39:16: Und zeitlich flexibel ist manchmal ja auch bis in die Nacht rein, auch die Gedanken, die man sich macht als Selbständiger das ist tatsächlich nicht zu unterschätzen weil man geht halt nicht um siebzehn Uhr nach Hause und hat Feierabend und sagt okay tschau ich bin jetzt im Urlaub sondern die Gedanken gehen halt wirklich dauerhaft weiter.
00:39:39: Das hatten wir uns, glaube ich in unserer blauäugigen Anfangsphase auch ein bisschen netter vorgestellt sag' ich einfach mal.
00:39:48: Zumindest konnten wir nicht absehen dass diese zeitliche Flexibilität die man halt hat auch durchaus Tag und Nacht in Anspruch nimmt.
00:39:57: Absolut!
00:39:58: Und das ist nochmal eine wichtige Frage finde.
00:40:01: Wir leben hier in so einer Zehntausend Einwohner Kleinstadt mit noch mal Zehnteusend Dörfer drum herum, rund zwanzigtausend Leute im ganz großes Einzugsgebiet und schöne schnuckelige Städtchen in Ostwestfalen.
00:40:12: Ländliche Regionen, wir sind ja nicht Berlin, Hamburg oder München.
00:40:15: Was war ein euer privates Umfeld?
00:40:17: Wie haben die eigentlich reagiert?
00:40:18: Eure Freunde haben euch unterstützt, aber es gibt ja manchmal auch so ah nee macht das nicht.
00:40:23: und habe ich doch gleich gesagt dass das nichts wird.
00:40:25: und da kriegt man immer eher Gegenwind von Familie und von Freunden.
00:40:29: Wie waren das bei euch?
00:40:31: Machen mal Mädes!
00:40:32: Oder haben sie gesagt bist du bescheuert?
00:40:33: Das geht doch nicht.
00:40:34: Was waren eure Erfahrungen im privaten Umfeld?
00:40:38: Ich glaub, wir haben das am Anfang gar nicht so krass raus prosaunt.
00:40:44: Ja Familie war glaube ich bei mir auf jeden Fall.
00:40:48: also ja die waren schon sehr positiv drauf und haben eher gesagt sehr cool ne?
00:40:53: Und dass eigentlich eher gepusht und auch Hilfe angeboten Freunde würde ich auch sagen.
00:41:02: aber was so drumherum war glaube Ich glaub, die übernehmen sich und ist das nicht viel zu groß.
00:41:11: Und oh, war es drehundfünfzig Quadratmeter?
00:41:14: Könnt ihr euch das leisten oder bist du dir überhaupt sicher, dass du das auch so machen willst?
00:41:20: Und ihr habt doch einen sicheren Job!
00:41:22: Also das waren schon aus manchen Ecken so die Töne... ich meine oftmals wird einem sowas nicht direkt gesagt sondern man kriegt es um den Ecken dann mit.
00:41:31: aber ja, ich glaube wir hatten eigentlich ein ganz dickes Fell oder ich vielleicht.
00:41:39: Gucken was Anna sagt!
00:41:41: Genau, deswegen sage ich das gerade.
00:41:43: aber grundsätzlich meine wir haben es ja trotzdem durchgezogen und Leute die das in Frage stellen die gibt's ja immer grad wenn man sowas dann macht.
00:41:52: Aber also vor meiner Seite aus kann ich sagen waren eigentlich grundsätzlich alle sehr positiv.
00:41:58: Anna bei dir?
00:42:00: Ja, bei mir muss ich auch wirklich sagen waren alle sehr begeistert von der Idee.
00:42:05: Auch dass sich das nicht unbedingt komplett alleine aufziehen möchte sondern mit Laura jemandem gefunden habe wo es dann einfach so gut passt von meinem Gefühl dass wir diesen Weg und diese Vision irgendwie zusammen jetzt angehen.
00:42:23: Tatsächlich von manchen Bekannten und Freunden kam dann so, okay krass.
00:42:27: Aber du bist doch voll jung und willst zu keine Familie als junge Frau Selbstständigkeit?
00:42:34: Und dann Kinder, naja das klappt ja nicht!
00:42:38: Da kam wieder meine kritische Stimme irgendwie raus dass ich das wirklich hinter fragtag habe klappt das da nicht?
00:42:44: geht das nicht muss Ich mich für eins entscheiden.
00:42:48: Und ja, tatsächlich ist da einfach immer das Schöne wenn man dann zu zweit ist.
00:42:52: Also wir haben Abende zusammengesessen, wir haben Tage zusammengesessen und haben alles durchgesprochen was wie wann wo warum was es wenn das nicht klappen sollte.
00:43:04: aber tatsächlich waren wir einfach so überzeugt von unserer fachlichen Kompetenz und von dieser Vision die wir von Physioplus einfach hatten dass wir gesagt haben Wir machen das Ja, meine Eltern stand da natürlich komplett hinter mir.
00:43:19: Durch diese bodenständige Art natürlich auch einfach immer mal wieder Fragen gestellt ja reicht das klappt das mit der Bank?
00:43:28: sind das Sachen die ihr euch leisten könnt?
00:43:30: Natürlich wollen alle nur das Beste für einen und dass man dann natürlich nicht auf Vollgas scheitert.
00:43:38: Und genau wie Laura gesagt hat, wir haben das am Anfang gar nicht so rausposaun bis das wirklich komplett fix war.
00:43:44: Bis wir auch diese Kündigung ausgesprochen haben weil wir halt hier in einer Kleinstadt sind.
00:43:50: und ja da hatten wir uns schon gedacht dass es eventuell ein bisschen Gegenwind geben wird und das ist dem Unternehmen wo wir vorher gearbeitet haben natürlich jetzt auch nicht super gefallen wird wenn wir als zwei Vollzeitkräfte oder das Therapiezentrum dann verlassen und uns im gleichen Ort selbstständig machen.
00:44:14: Und ja, aber unser Weg war da sehr klar.
00:44:18: Als wir die ganzen Bahngerichtet hatten, gab es da auch kein Halten mehr, egal was jemand anders sagt.
00:44:26: Wie Laura auch sagte, dass wird einem häufig nicht so direkt entgegen gebracht.
00:44:31: Neid und Missgunst gibt es wahrscheinlich einfach überall.
00:44:35: Aber ich denke ... dass ich da sagen kann, dass Laura und ich für unsere Persönlichkeiten einfach ganz viel dazugelernt haben.
00:44:44: Und dass wir trotz oder gerade wegen der Selbstständigkeit noch bodenständiger geworden sind als vorher schon.
00:44:52: Demötiger vielleicht?
00:44:54: Ja das auch!
00:44:55: Weil demut ist echt ein wirklich schönes Wort.
00:44:57: Das trifft auch wirklich für mich ein bisschen zu in meiner Selbständigkeit und mit meinem Unternehmen wo ich ja bei Null angefangen hab So jetzt nach elf Jahren zurückgucke und denke mir, ein paar Sachen echt gut hast du gut gemacht.
00:45:09: Aber nie die Demut verlieren das auch in eine andere Richtung gehen kann weil es kann ja jeden Tag sich die Welt um hundert-achtzig Grad drehen.
00:45:16: Das wisst ihr ihr habt ja viel mit Menschen zu tun, die ja körperlich eure Hilfe brauchen.
00:45:20: Ihr werdet ja viel mehr als ich wissen was es im Gesundheitsbereich für Schwierigkeiten gibt Körperliche Und da kann ja schnell mal einen Unfall passieren oder was auch immer.
00:45:29: Ich will damit nur sagen dass Leben kann sich jeden Tag verändern und insofern ist demut aus meiner Sicht ein ganz guter Ratgeber, sein Leben zu gestalten.
00:45:39: Ja ich finde das klasse.
00:45:40: wie gesagt ein Kollege hat mir Fanboy sein gegenüber meinen Gästen vorgeworfen.
00:45:44: da muss ich ja noch mal sagen aber Ich bin fasziniert von dem was ihr da auf die Beine gestellt habt und... Das ist wirklich interessant!
00:45:55: Dass ihr es schafft, ich habe das vorhin schon einmal vor mir, ich muss aber nochmal sagen weil hier so eine Klarheit in den Raum gibt ne?
00:46:01: So eine fokussierte Klarheit Das habe ich, das hat sicherlich damit zu tun dass ihr immer viele verschiedene Menschen nacheinander behandelt und sich auf den einstellen müsst.
00:46:10: Und ihr müsst fokussiert sein und ihr müsst klar sein.
00:46:12: Das machen wir jetzt so.
00:46:13: Ich bin ein Therapeut hier ist eine Grenze nur dafür bin ich da.
00:46:16: und dann zack zack Zag.
00:46:17: Dann geht es wieder weiter zum nächsten So vielleicht so ein bisschen wie so ein Zahnarzt der sich auch immer sehr konzentrieren muss was er jetzt tut.
00:46:26: als nächstes Interessant noch nie einen Zahner mit dem Physiotherapeut verglichen aber irgendwie Das ist gar nicht so schlecht.
00:46:33: Also das macht ihr großartig?
00:46:35: Ich glaube einfach, dass wir auch durch diese Zeit... ich meine, das hat sich jetzt vielleicht auch alles sehr, sehr rosig hier angehört und wir sind jetzt mit Sicherheit gerade auch in einem unternehmerischem Hoch.
00:46:50: Keiner weiß ob danach ein Tief kommt aber wir sind auch durch Tiefs schon durch.
00:46:55: Gerade am Anfang.
00:46:56: Wir hatten einfach zu Beginn eine nicht-so-gute Wahl getroffen bei einer Person, die bei uns dann gearbeitet hat.
00:47:06: Um jetzt nicht nur positive Sachen hervorzuheben.
00:47:09: Es hat einfach menschlich nicht gepasst und in dieser Zeit haben wir uns auch so ein bisschen ... Nichts so verwirklichen können und muss da ich sag mal schmerzlich in Anführungsstrichen merken wie wichtig das ist seine eigenen Vorstellungen durch zu ziehen.
00:47:27: Und wenn man sich verwirglichen will auch daran festzuhalten und dem quasi auch zu folgen.
00:47:34: Und nicht so sagen, ja hey dann machen wir das jetzt halt so sondern nein ich habe hier eine genaue Vorstellung und will das machen.
00:47:42: Auch wenn es dann doof war dass wir diese Person gehen lassen mussten um wiederzuwachsen.
00:47:51: Das war mit Sicherheit die Mit die schlimmste Zeit in diesem Unternehmertum, weil wir dann einfach komplett alleine dastanden.
00:47:59: Wir mussten das ganze Backoffice, die Buchhaltung allein machen.
00:48:03: Aber auch da sind wir ja draus gewachsen und sind danach noch stärker geworden, weil man alles selber machen muss.
00:48:12: Diese Zeit war für uns eine harte Zeit aber eine sehr lehrreiche Zeit.
00:48:19: Weil ich glaube keinem Unternehmer ... kann etwas Besseres passieren, als dass er mal so richtig auf die Nase fliegt und dann lernt oder lernen muss.
00:48:31: Wie alles also jede kleine Sparte in seinem Unternehmen wie das dort funktioniert was erledigt werden muss um sich danach dann die Leute zu suchen die perfekt da reinpassen.
00:48:43: Und es ist uns jetzt über die Zeit genauso passiert.
00:48:47: natürlich war das schwer Aber ich würde immer wieder genau den gleichen Weg gehen und würde auch sagen, so über diese Person muss man gehen um dann zu lernen was wirklich wichtig ist.
00:49:01: Sprich Blauäugigkeit am Anfang ja?
00:49:03: Man will sich es leicht machen und will jemand mit Erfahrung nehmen aber dann hat das nicht gepasst und du musst einfach dann lernen wie du's besser machen kannst.
00:49:12: Und genau das ist ja das Geheimnis des Erfolges dann wieder aufzustehen und die Entscheidungen dann auch zu revidieren zu überprüfen, ob man eine richtige Entscheidung getroffen hat und wenn die falsch war muss man sie revidieren und eine neue Entscheidung treffen.
00:49:24: Und das ist genau der Teil des Erfolges und Teil des persönlichen und beruflichen Wachstums natürlich!
00:49:31: Ja, das verstehe ich gut.
00:49:33: Das versteh' ich sehr gut.
00:49:35: Wo geht die Reise hin, ihr Lieben?
00:49:37: Heute sind wir sehr erfolgreich.
00:49:38: Hast du ja gerade beschrieben, Laura?
00:49:40: Wir haben grad schon hoch.
00:49:41: Wer weiß was morgen kommt... Wie ist denn in fünf Jahren die Situation?
00:49:44: Fünf Praxen im Ostwestfalen und fünfzig Mitarbeiter?
00:49:48: oder wie macht ihr das?
00:49:50: Was habt ihr vor?
00:49:53: Also ich glaube, ich habe gerade viel gequatscht!
00:49:57: Ich bin immer ganz froh, ich hab immer super, super viele Ideen.
00:50:01: Wenn du mal sehr ambitioniert und möchtest am liebsten bei vielen Sachen vorbrechen, ich glaube es ist immer ganz gut dass Anna mich auch ein bisschen abbremsen kann.
00:50:08: Und auch sagt so hey das mache jetzt vielleicht nicht oder wir warten nochmal ein bisschen.
00:50:15: Ich würde einfach mal so sagen dass wir auf jeden Fall noch nicht am Ende sind.
00:50:22: Und dass da auch noch was kommen wird.
00:50:24: in welche Richtung?
00:50:25: Da gibt's verschiedene Möglichkeiten.
00:50:28: aber ja...
00:50:29: Das sprechen wir jetzt noch nicht von.
00:50:30: Nein
00:50:31: genau Mal gucken, was Anna dazu sagt.
00:50:33: Wo wir in fünf Jahren sind.
00:50:37: Das ist eine gute Frage auf jeden Fall tatsächlich wie Laura das gerade beschrieben hat.
00:50:41: Sind wir wirklich grade in so einem unternehmerischen Hoch und es gibt ja da auch im Physiotherapiebereich und medizinischem Bereich ein bisschen einen Umbruch?
00:50:50: Was so Krankenkassen- und Finanzierungsbereiche so angeht.
00:50:56: Deshalb ist das tatsächlich sehr, sehr vage zu sagen wo wir so in fünf Jahren sein werden.
00:51:02: Ich bin mir auf jeden Fall sehr sicher dass es Physioplus und Laura und mich zusammen noch geben wird.
00:51:09: Definitiv!
00:51:10: Ja schön!
00:51:12: Ich werde Laura mit ihren Ideen noch ein bisschen einschränken und ein bisschen auf die Füße stehen damit wir das alles gut durchdenken was wir da machen.
00:51:22: Ja, kann mir auf jeden Fall vorstellen dass wir da in welche Richtung auch immer noch deutlich weiter wachsen egal ob es noch mit weiteren Therapeuten ist oder einem Trainingsbereich den wir jetzt gerade aktuell auch schon ein bisschen erweitern und ausbauen.
00:51:37: Da müssen wir mal schauen wo's dann hingehen kann.
00:51:42: Das Schöne
00:51:42: an der Physiotherapie ist ja einfach das du dich in super super viele Bereiche weiterentwickeln kannst.
00:51:51: Wunderschöner Beruf nach wie vor, auch wenn da sehr Zeichen des Wandels steht und Physiotherapie ganz anders ist als sie früher war.
00:52:00: Ich glaube aber auch dass Physiotherapie in ein paar Jahren auch etwas ganz anderes wieder bedeuten wird, als es heute ist.
00:52:09: Aber nach wie Vor das ist einer der schönsten Berufe meiner Meinung nach Und ich hoffe einfach, dass sich auch in Zukunft noch viele dafür entscheiden werden.
00:52:19: Ich glaube auch, dass wir noch weiter wachsen werden.
00:52:23: Wie weit wird sich dann zeigen?
00:52:26: Aber da bin ich mir ziemlich sicher, dass weiterhin tolle Menschen auch dafür begeistern werden.
00:52:32: Ich bin sicher, dass noch viele Leute diesen Beruf ergreifen.
00:52:36: Weil viele diesem Podcast hören werden, der irgendwann in den nächsten Jahren durch die Decke knallen wird und dann werden wir uns alle in drei vier Jahren umdrehen und denken, was für eine schöne Aufnahme damals im Jahr zwanzig sechsundzwanzig?
00:52:47: Das war meine Motivation Physiotherapeut zu werden.
00:52:50: also
00:52:52: das wäre auch hier nicht eine schöne Sache wenn es wirklich junge leute motiviert Physitherapeut zu werden weil man einfach ja so viel in diesem Bereich auch machen kann
00:53:02: Absolut.
00:53:02: Oder einen Praktikum bei uns machen, Entschuldigung für die Unterrichtung?
00:53:05: Ja oder das ist
00:53:06: immer gewollt.
00:53:08: also kann jederzeit gerne bei uns absolviert werden
00:53:11: und damit die jungen Leute die sich überlegen Praktikum bei euch zu machen auch noch euch ein bisschen besser kennenlernen bevor sie die Bewerbung schicken.
00:53:18: mal jetzt zum Abschluss nochmal ein paar Begriffspaare nacheinander.
00:53:21: Anna-Laura ich lese euch zwei Sachen vor Und dann kommt eine schnelle Antwort für was du dich da entscheidest.
00:53:27: Also denkt doch nicht so viel darüber nach wenn es dich beantworten Und wenn es nicht beantworten wird, sagst du
00:53:32: einfach weiter.
00:53:32: Immer abwechslend oder gleichzeitig?
00:53:34: Nee,
00:53:34: nee nacheinander!
00:53:35: Also erst Anna und dann Laura.
00:53:36: also ich lese das vor und dann Anna zack.
00:53:38: zack kommt dann Laura und da gehe ich zum nächsten rüber.
00:53:40: Einfach an, Anna!
00:53:42: Los
00:53:43: geht's!
00:53:44: Essen gehen oder selber kochen?
00:53:46: Essen gehen.
00:53:47: Selber kochen.
00:53:48: Sport oder Sofa?
00:53:50: Sport.
00:53:52: Sport.
00:53:53: Podcast oder Hörbuch?
00:53:55: Podcast natürlich.
00:53:57: Podcast ja.
00:53:59: Käse oder Wurst
00:54:01: Käse,
00:54:04: Käse.
00:54:05: Wein oder Bier?
00:54:09: Aktuell gar nichts von beiden aber dann auch eher Wein ja.
00:54:13: Falsch im Springen oder Tauchen?
00:54:17: Gar nichts vom Balben.
00:54:19: Segelboot- oder Sportflugzeug?
00:54:25: Sportflugsäge.
00:54:27: Vereisen oder Zuhauseurlaub?
00:54:32: Vereisen.
00:54:33: Schwimmen oder Turm springen?
00:54:37: Beides
00:54:37: nicht.
00:54:39: Schwimmen!
00:54:41: Anruf oder E-Mail?
00:54:44: Anrufe,
00:54:45: E-mail.
00:54:47: Bielefeld oder Berlin?
00:54:49: Berlin,
00:54:50: Bielefelt.
00:54:52: Porsche oder Eauto?
00:54:58: Porsche natürlich.
00:55:00: Lego oder Playmobil?
00:55:03: Aktuell Lego
00:55:06: Blehmobil.
00:55:09: Bach oder Babb?
00:55:14: Babb, babb, ja.
00:55:17: Thüringen oder Hessen?
00:55:19: Hessen natürlich!
00:55:21: Ja
00:55:21: wunderbar, vielleicht bei uns um die Ecke.
00:55:24: Ihr Lieben das hat mir sehr viel Spaß gemacht mit euch beiden.
00:55:27: bevor ich aber euch jetzt mit Dank entglasse kommt meine Abschlussfrage liebe Laura lieber Anna was ist euer Tipp für ein zufriedenes Leben Laura, du bitte zuerst.
00:55:41: Also für mich ist es immer wichtig, dass man sich einfach nicht immer zu ernst nimmt und sich in seinem Alltag regelmäßig kleine Inseln der Erholung nimmt oder schafft um Kraft für den Alltag zu sammeln.
00:56:00: Okay?
00:56:02: Anna?
00:56:02: Ja!
00:56:03: Nicht so kritisch zu sein, einfach mal mutig drauf loszugehen auch wenn es Unsicherheiten gibt und sich einfach genug pausen gönnen, wenn man wirklich das Gefühl hat.
00:56:13: Man selber ist gerade komplett voll im Kopf und kann nicht mehr klar denken dann wirklich einmal versuchen abzuschalten, abzuhauen eine Runde laufen zu gehen oder sich einfach zu erholen und dann wieder neu zu starten.
00:56:30: und ja da einfach mutig sein.
00:56:33: Mut ist immer ein gutes Stichwort.
00:56:35: Ganz lieben Dank, herzlichen Dank!
00:56:37: Das hat mir sehr viel Freude mit euch gemacht.
00:56:39: Danke schön.
00:56:40: Ja wir haben auch zu danken war sehr schön.
00:56:43: Vielen dank.
00:56:44: Hat Spaß gemacht auf jeden Fall.
00:56:46: Super damit kommt mein Abschlusssatz.
00:56:48: froh schaffen in die Runde wenn es gefallen hat gerne auf der jeweiligen Lieblingsplattform bepralen und bewerten und in zwei Wochen wieder in die neue Folge rein hören.
00:56:56: macht's gut mit meinen besten Wünschen für den Dreiklang Gesundheit Glück und Liebe.
00:57:03: Servus!
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