#3 Michael Selig, soziokratischer Tempelritter in friedlicher Ökonomie
Shownotes
Wie gelingen Entscheidungsprozesse in einem basisdemokratischen Umfeld? Was bedeutet es, das Richtige für den Menschen und für die Umwelt zu tun - und dabei wirtschaftlich erfolgreich zu sein? Michael Selig, geschäftsführender Vorstand im Schloss Tempelhof e.V., Berater für Organisationsentwicklung, Bilanzbuchhalter, Diplom Betriebswirt (FH), Groß- und Außenhandelskaufmann. Eine seltene und spannende Mischung, sowohl fachlich wie auch persönlich. Ex Leiter Controlling, Ex Leiter Personal. Pharma und Schokolade. Wie kommt man mit diesem Werdegang dazu, im Schloss Tempelhof mitzuwirken und was macht Michael da genau?
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00:00:00: Moin zusammen und servus in die Runde.
00:00:10: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Tommy's Talk!
00:00:13: Mein Name ist Thomas Schulz und ich freue mich sehr auf meinen nächsten Gast, Michael Selig.
00:00:19: Er ist Geschäftsführender Vorstand im Schloss Tempelhof
00:00:21: e.V.,
00:00:22: Berater für Organisationsentwicklung, Bilanzbuchhalter, Diplombetriebswirt und Groß- und Auslernhandelskaufmann.
00:00:31: Eine super seltene Mischung der Kollege zwischen Kontrolling und Personal.
00:00:36: Herzlich willkommen, lieber Michael.
00:00:39: Ja!
00:00:39: Vielen Dank, liebe Tommys.
00:00:40: Freut mich, dass ich hier bin.
00:00:42: Was hast du gedacht, als ich dich einloot zu meinem Podcast zukommen?
00:00:46: Du hast recht schnell zugesagt.
00:00:48: Was hat dich motiviert?
00:00:49: Also, ich habe mich natürlich wahnsinnig gefreut.
00:00:52: Es hat mich schon bisschen geschmeichelt und ich dachte mir, naja so spannend ist mein Leben jetzt auch nicht.
00:00:57: aber jetzt wo du es gerade aufgezählt hast ja ich hab schon einiges gemacht in meinem leben und von außen betrachtet denkt man vielleicht da wie passt das zusammen?
00:01:05: Für mich hat das alles immer sehr gut zusammengepasst und irgendwie gibt es einen roten Faden in meinem Leben, der alles wieder zusammenbringt.
00:01:13: Das ist cool!
00:01:14: Und darüber möchte ich mit dir sprechen.
00:01:16: Michael lass uns das hier ruhig mal gemeinsam steuern.
00:01:18: wir sind jetzt zwei Personaler.
00:01:19: Ich habe jetzt nicht den Anspruch hier alles alleine durchzusteuern.
00:01:22: Ich möchte mit dir ungefähr eine Stunde plaudern und lass uns mal gucken dass wir das irgendwie in drei Teile gesteuert kriegen.
00:01:28: vielleicht so ein Teil circa zwanzig Minuten gestern dein Werdegang was du gemacht hast was zu deiner Erfahrung waren, zweiter Teil heute.
00:01:38: Was machst du da beim Schloss Tempelhof und was zu daneben natürlich sonst noch anderes tust in deinem Leben?
00:01:44: Und dann vielleicht noch ein kleinerer Teil morgen!
00:01:47: Was wartet noch auf uns?
00:01:49: Wir beide sind ja ähnlich alt oder sogar gleich Alt.
00:01:52: ich glaube wir haben das gleiche Geburtstherr.
00:01:54: Was liegt noch vor uns?
00:01:55: wie können wir das am besten gestalten?
00:01:56: Das wäre so meine Struktur wenn Du da einverstanden bist.
00:01:59: Ja, auf jeden Fall wie ein klassisches Vorstellungsgespräch.
00:02:03: Wie in alten Zeiten.
00:02:06: Kannst du dich noch daran erinnern, wie wir uns kennengelernt haben?
00:02:10: Weißt du das noch?
00:02:11: Ich kann mich so dunkel dran erinneren also ich... Das war ja damals die selbst GmbH, wo wir uns kennen gelernt haben.
00:02:17: Ich bin im Jahr two-thousand elf dazugekommen und ich würde mal sagen da haben wir uns wahrscheinlich kennengelernen.
00:02:23: Im Jahr zwei-tausendsechzehn habe ich mir eine Selbststände nicht gemacht und dann haben wir einmal gequatscht und dann hast du gesagt hey cool Kannst du dir vorstellen, interim zu machen?
00:02:31: Und seit zweiter und sechzehn hat mir dann näheren Kontakt genau.
00:02:34: Dann hast du Micha auch mal vermittelt in die ein oder andere Position.
00:02:39: Genau so ist das.
00:02:39: also ich kenne mich ja aus verschiedenen Kontexten.
00:02:42: Ich war früher Personalchef Das wisst ihr Ja und Michael Hat eine ganz coolen Werdegang über dem wir gleich sprechen nämlich vom zahlen Knecht zum menschen Mensch Weil Michael ist Controller und Personaler auch im großen und bekannten Firmen und da haben wir uns kennengelernt, diesen Personalernetzwerk.
00:02:59: Und ich fand das ganz beeindruckend nicht zu sehen und nicht zu erleben als jemand der von den Zahlen kommt, als Controller... ...und sich dann bei dieser großen Ritter Sportfirma die ja jeder kennt, die tolle Schokolade dort als Leiterkontrolle sich... zum Personalchef weiterentwickelt hat.
00:03:14: Und das fand ich ganz beeindruckend und das war meine Erinnerung an dich, dann aber später öfter Kontakt gehabt auch in deiner Rolle die du jetzt machst.
00:03:22: Wie ist denn dein Weg gewesen Michael?
00:03:24: Hä wie landet man da wo du jetzt gelandet bist?
00:03:26: Du hast ja vorhin schon so schön gesagt es hat alles einen Sinn ergeben, aber alles ein bisschen bunt und schräg, aber im Bilanzbuchhalter zahlen Knecht, Personal.
00:03:34: erzähl mal wie das so gekommen ist und warum du überhaupt eine großen Außenhandelskaufmannsausbildung gemacht hast.
00:03:40: Ja, also es hat angefangen eben mit den Zahlen.
00:03:42: Ich hab immer Zahlen geliebt ich war in den Zahlen drin so das Kaufmännisch hat mir immer viel Spaß gemacht schon in der Schule und dann war klar ich geh'n die kaufmännische Richtung und... ...ich wollte eigentlich nach der Realschule Hotelkaufmann werden.
00:03:57: Aber ich war damals noch minderjährig habe mich dann beworben und alle Hotels haben dann gesagt ne wird erstmal volljährig.
00:04:03: Und dann war so die Frage okay ja was mache ich jetzt?
00:04:06: Okay da mache ich halt weiter Schule mache ich Abitur Und das war damals eine Kombination höhere Handelsschule in Nordrhein-Westfalen.
00:04:13: Zusammen mit einer Ausbildung...
00:04:15: Wo bist du denn geboren?
00:04:16: ...gab dann die Fachhochschulreife geboren, ich bin in Bayern geboren.
00:04:23: Deswegen, weil Du gabst Nordrheinwestfalen sagst, deswegen war ich gerade überrascht.
00:04:27: Genau!
00:04:27: Ich bin in Bayer geboren aber mit zwei Jahren bin ich schon nach NordrHeinwestfal gekommen mit meinen Eltern und insofern fühle mich als Rheinländer.
00:04:35: Ja, ich meine das ist bestfahle.
00:04:36: Ich bin Rheinländer.
00:04:37: Das hat so ein gewisses Konfliktpersonen Potenzial.
00:04:40: Aber es ist ja noch nicht ausgepackt.
00:04:43: Also ich fühle mich als Rheinland-Länder.
00:04:44: Okay.
00:04:45: Ich habe in Beinand großgeworden zwischen meinem zweiten Lebensjahr und jetzt muss ich mal rechnen.
00:04:53: Ich glaube irgendwie siechsend dreißig oder was war tatsächlich im Rhein Land?
00:04:57: Cool, das hört man nicht.
00:04:58: Das ist ja wieder so eine typische Sache dass Leute die Eltern haben die nicht aus der Region kommen wo sie aufwachsen diesen Akzenten nicht so annehmen weil man hört bei dir Nicht hast du reinländet dass du dort groß geworden bist.
00:05:07: das ist dann mal interessant.
00:05:09: Ja das sagst Du jetzt halt selber als Nordrhein-Westfalen.
00:05:12: hier unten in Baden-Württemberg sagen alle Leute hey du kommst nicht von Hier oder?
00:05:16: Du kommst auch bestimmt irgendwo da aus dem Norden.
00:05:20: Also vielleicht manchmal hört man's, aber ich glaub auch so richtig genau diesen Kölschenslängen den hab' ich nie so richtig angenommen.
00:05:27: Ja.
00:05:28: Ich habe schon da gebrochen mein lieber Entschuldige bitte mach weiter!
00:05:30: Ja
00:05:31: gar kein Problem, also Bayer geboren dann ins Rheinland Schule und so weiter.
00:05:36: Zahlen ähm...
00:05:38: Aachen, ne?
00:05:39: Dann
00:05:40: Und dann bin ich nach Aachen gegangen zum Studium BWL Schwerpunkt Finanzen Steuern Controlling Also so richtig tief rein in die Zahlen.
00:05:51: Es gab eine kurze Phase, da wollte ich Steuerberater werden.
00:05:55: Wow!
00:05:55: Und dann hatte unser Professor aber mal irgendwann gesagt wenn du als Steuerberator für eine Woche in Urlaub fährst kommst du als Steuerhistoriker zurück.
00:06:05: und das fand ich sehr einprägsam und dachte okay nee also... Das ist doch ein bisschen too much.
00:06:14: Okay.
00:06:14: Da bin ich nach dem Studium bei der Firma Grünthal eingestiegen.
00:06:17: Die war auch in Aachen.
00:06:18: Ich kannte die schon, ich war bei so einer Studentenorganisation, Ahyesek hieß die... Kenne ich?
00:06:23: Wir haben damals Studenten also Aachener Studenten ins Ausland vermittelt und ausländische Studenten zu einem Praktikum dann an Aachender Firmen vermitteln.
00:06:32: das heißt wir hatten Kontakt zur Aachner Firmen und ich eben dann auch zur Firma Grüntal.
00:06:37: und dann war das so ganz easy nach dem Studium.
00:06:39: eigentlich wollte ich weg aus Aachen ja aber dann hat man so geplaudert und dann meinte da mein Kontakt Mensch Wir brauchen die Leute, was du nicht lust.
00:06:48: und dann bin ich da im Beteiligungskontroling eingestiegen.
00:06:51: Super langweilig oder?
00:06:53: Also für mich jedenfalls... Das war mega spannend!
00:06:56: Hat total viel Spaß gemacht.
00:06:57: Da
00:06:57: siehst du mal wie verschieden wir sind.
00:06:58: Ey, das ist ja super langweillig.
00:07:00: Ich würde ja verrückt werden.
00:07:01: Man würde sich hier Fußnägel aufkraulen.
00:07:03: aber gut dafür gibt es ja verschiedene Menschen.
00:07:06: Ja
00:07:07: absolut.
00:07:08: Und also im Studio muss ich sagen, das gab auch den Schwerpunkt Personal Und die Leute, die das gemacht haben, dachte ich immer, was sind das denn für Leute?
00:07:16: Genau wie kann man nur Personal machen.
00:07:20: Immer das Gesült so, die sind nicht mal so nett und so...
00:07:25: Genau war überhaupt nicht mein Ding ja!
00:07:27: War eine komplett andere Welt, meine Welt war die Zahlenwelt.
00:07:31: Ja dann habe ich da Beteiligungscontrolling gemacht bin auch relativ zügig nach drei Jahren nach Brüssel gegangen.
00:07:37: Da hat Grüntal ne Kleine Kampagne gekauft und mein Job war es dann die Kampagnen in den Konzern zu integrieren, so das ganze Brichtswesen, Reporting usw.
00:07:46: Dann hab ich das drei Jahre gemacht bin zurückgegangen, war dann Leiter, Controlling für Forschung und Entwicklung ist natürlich bei Pharmazie ein Riesendinger also Grünthalver ein pharmazeutisches Unternehmen.
00:07:56: Häh?
00:07:57: Fünfhundert Millionen F&E-Budget usw..
00:08:00: Nur F& E-Bbudget, fünfhundach Millionen
00:08:02: nur F& e-budget und das muss natürlich gut kontrollt werden.
00:08:06: Ja, und dann kam irgendwann...
00:08:07: Das habe ich nicht gewusst.
00:08:08: Nur für F und die fünf von einem
00:08:09: ist so groß!
00:08:11: Und das ist ja das A&O in der Pharmacie.
00:08:15: Man muss ja Forschen entwickeln.
00:08:18: Man muß neue Produkte an den Markt bringen weil wenn die Patentfrist ausläuft, kommt er die Generikerhersteller und dann bericht ein Gewinn von heute auf morgen zusammen.
00:08:28: Und
00:08:28: wie kommst du jetzt auch?
00:08:29: Insofern
00:08:29: ist es wichtig, neue Produkte zu haben
00:08:31: usw.,
00:08:32: die Pipeline immer zu gefüllt zu haben.
00:08:34: Und dann kann der magische Anruf eines Headhunters und dann immer so die Frage können sie sprechen.
00:08:45: Können sie sprechen?
00:08:45: Ach so.
00:08:48: Das macht man ja heute gar nicht mehr, also diese ganzen Blind-Calls glaube ich die gibt's ja egal aber können Sie sprechen?
00:08:53: okay.
00:08:53: Aber da gab es ja noch keine Handys.
00:08:55: das heißt wir haben ja auf dem Festnetz angerufen in der Firma und dann ist natürlich erstmal die Frage sitzen gerade fünf Kollegen um dich rum?
00:09:01: dein Chef steht vor dir oder bist du grade in der Lage frei zu sprechen?
00:09:06: Ja und dann er hat noch keine Firma genannt hat aber gesagt es geht um Schokolade und es geht im Süddeutschland Und da wurde ich hellhörig, Schokolade.
00:09:14: Wegen Schokolad oder wegen Süddeutschland?
00:09:16: Nee, wegen Schokoladen!
00:09:18: Also ich würde mal sagen neben den Zahlen war Schokolada meine zweite Leidenschaft.
00:09:24: Okay Michael, seelich hatten wir zwei Leidenschaften.
00:09:26: Schokolader und Zahlen zu der damaligen Zeit.
00:09:30: Ja dann fanden wir ein paar Gespräche und dann kam immer ein Rausritter Sport und mein Bauch hat sofort ja gesagt, meinen Herz auch... Und dann bin ich tatsächlich zwei tausend und sechs.
00:09:45: Bin ich dann mit meiner Frau und meinem ersten Kind nach Süddeutschland gegangen, das ist wirklich von Stuttgart ein kleines Städtchen-Wallenbuch wunderschön.
00:09:55: Kenne ich, riecht es immer nach Schokolade wenn du darauf vorbei fährst?
00:09:58: Ja genau, schöner Werksverkauf.
00:10:00: Genau!
00:10:02: Da bin ich in die Schokoladen eingetaucht und habe da die Position Leitung Controlling übernommen.
00:10:07: Hat total viel Spaß gemacht.
00:10:09: Aber ist ja total langweilig, wenn du vorher fünf Millionen F und E-Farmer gemacht hast, jetzt machst du so eine kleine Schokoladenbude, so Mittelständler da unten in Süddeutschland wurde Nüsse eingekauft werden... Und Rohwanen eingekauft werden.
00:10:19: aber es war total vom Volumen stelle ich mir vor total lang weilig Wenn du ein Zahlenknecht bist.
00:10:25: Ja das Kontroling an sich Genau kann man jetzt so sagen, wie du geschrieben hast.
00:10:29: Aber daneben natürlich immer die Verkostung.
00:10:31: Es gibt immer wieder neue Sorten.
00:10:32: Du musst mal probieren.
00:10:34: Da muss ich kein
00:10:35: Leiter-Kontrollin für sein.
00:10:36: Ich würde dich nur ein bisschen ärgern.
00:10:39: Leiter Kontrollin bei der Schokolade?
00:10:44: Das ist ja das Schöne!
00:10:46: Bei Schokoladen kann er hier damit reden im Gegensatz vielleicht zur Farmer wo es da so umkomplexe Modikulstrukturen geht und so weiter, bei der Schokolade hat jeder eine Meinung.
00:10:56: Und das ist natürlich auch irgendwie das Spannende und das Lustige.
00:10:58: Das heißt neben meinem Job-Liter-Controlling war ich natürlich der Fachverkoster ja und habe natürlich immer mein Semper abgegeben ob die jetzt schmeckt die neue Sorte oder nicht.
00:11:07: Es hat total viel Spaß gemacht weil Rittersport war einer riesen Transformation war insgesamt eine total coole Stimmung, ja eine große Familie.
00:11:18: Schokolade macht glücklicher das ist absolut bewiesen weil wir waren alle richtig gut drauf.
00:11:22: Alfred Ritter der Enkel des Gründers war selber Vorsitzende der Geschäftsführung hat geniale Ideen reingebracht.
00:11:30: War einfach ein richtig cooler Typ und es hat einfach mega Spaß gemacht.
00:11:34: Und es gab einige Herausforderungen.
00:11:37: Der Markt ist heiß und umkämpft, die Margen sind gering.
00:11:39: Das heißt, Controlling war auch mega wichtig zu gucken, okay, wo verdienen wir eigentlich Geld?
00:11:43: Und womit nicht?
00:11:45: Ich hatte so eine Truppe
00:11:46: von sieben
00:11:47: Mitarbeitenden... Genau!
00:11:49: ...und hab das dann fünf Jahre gemacht.
00:11:52: Und habe das glaube ich ganz gut gemacht, weil nach den fünf Jahren der alte Personalleiter ging in Rente, kam der Alpharista auf mich zu und hat gesagt hey hast du nicht Lust die Personalleitung zu übernehmen.
00:12:05: Cool!
00:12:06: Es gab so ein paar Themen, die sind richtig gut gelaufen?
00:12:10: Ich würde mal sagen ich hab den Controllingbereich so transformiert... dass wir am Ende wirklich eine Truppe waren, die auf Augenhöhe dem Management gesagt hat hey lass uns mal gemeinsam schauen wie wir hier weiterkommen ja wo wir Verbesserungen machen können und habt da ne Kultur aufgebaut.
00:12:27: im Kleinen wo ich Du hast den Begriff zahlen Knecht genannt, wo ich aus Zahlen knechten echte Business Partner gemacht habe die auf Augenhöhe mit dem Management gesprochen haben.
00:12:40: Die den Management auch dargestellt haben welchen Nutzen sie als Kontrolle haben und dadurch ist da wirklich was entstanden was im kleinen Grund funktioniert hat.
00:12:50: Ja, dann hatte ich die Chance das mal ins große zu transferieren.
00:12:53: Nämlich aus der Position Leitung Personal so eine Kultur Veränderung voranzubringen und zu schauen was brauchen wir denn eigentlich?
00:13:00: Damit wir als Rittersport eine super Unternehmenskultur weiterentwickeln damit wir die richtigen Tools am Start haben?
00:13:07: ja weil uns allen ist klar der Faktor Mensch ist einfach das Entscheidende was das Unternehmen nach vorne bringt.
00:13:13: Du bist ja nicht jemand mit so dicken Hosenträgern und ich habe dich als jemals kennengelernt, der sich jetzt nicht so instellt.
00:13:19: Ich bin toll und kann dies und ich kann das sondern bekommst du eher ein bisschen aus der Ruhe.
00:13:24: Ich fasse das nochmal kurz zusammen zu sechs bis zu elf Leiter-Controlling sieben Mitarbeiter, zu elf bis vor sechzehn Leitepersonal zweiundvierzig Mitarbeitende.
00:13:34: Und ich hab dich gerade richtig verstanden lieber Michael dass du durchaus mit Fug und Recht von dir und deiner Zeit bei Ritter Sport sagen kannst, dass du die Kultur Bei Rittersport, wesentlich mit geprägt hast.
00:13:47: Kann man das so sagen?
00:13:48: Kannst du das von dir selber so behaupten und in den Raum stellen?
00:13:51: Ja und das möchte ich natürlich schon relativieren.
00:13:53: Jeder Mensch im Unternehmen hat natürlich die Kultur mitgeprägt.
00:13:57: Aber einer
00:13:57: muss es ja in die Hand nehmen!
00:13:58: Einer muss sich ja steuern, einer muss ja irgendwie vorangehen und sagen lass uns mal hier einen gucken da einen gucken Transformation lalalala wenn du keinen Führer hast dann macht keiner was.
00:14:07: aber deswegen wollte ich das von Dir hören.
00:14:09: Kannst du das von dir sagen, ohne mit dicken Hosenträgern dich jetzt toll darzustellen?
00:14:13: Das tust du nämlich nicht.
00:14:15: Ja und Kultur lässt sich nicht steuern.
00:14:16: Kultur ist ja genau das was so in den Zwischenräumen passiert Und das ist ja das spannende wie gehen die Menschen miteinander um?
00:14:23: Welche Wertschätzung haben wir miteinander?
00:14:25: welchen Respekt haben wir miteinander?
00:14:27: Haben wir starre krasse Hierarchien dass wir sagen ich bin der Chef Ich mache jetzt hier die Ansagen oder haben man miteinander und das ist alles Kultur.
00:14:35: und Was ich dann auch sehr stark gemacht habe das Thema Führung.
00:14:39: Ja, wir hatten, ich sag mal irgendwie hundert Führungskräfte.
00:14:42: Und das war natürlich der Schlüssel zu ihrem Erfolg.
00:14:44: also mit den Führungskräften zu arbeiten und denen klarzumachen hey ihr gebt den Ausschlag ja wenn ihr einen guten Job macht dann können wir hier... Das Ding rocken.
00:14:55: aber wenn ihr nen schlechten Job macht, dann geht ihr einiges in Bach runter.
00:14:58: Das heißt ihr habt's in der Hand, da lassen Sie uns mal gemeinsam gucken.
00:15:01: was braucht es damit wir eine gute Führerskultur aufbauen?
00:15:04: Und damit über das Thema Führungen wie die Botschaften von Rittersport wirklich transportieren an den letzten, der irgendwo am Band steht.
00:15:14: Und das war so ein ganz wichtiger Schlüsselaspekt ja mit dem Thema Führung zu arbeiten also da ein klares Leitbild zu entwickeln wie wollen wir überhaupt Führungen gestalten bei Rittersports?
00:15:23: Was ist uns eigentlich wichtig?
00:15:24: welche Werte haben wir eigentlich beim Thema Führen und dass dann runterzukaskadieren in ein klares Kompetenzmodell, im Trainingsprogramm... Und dann aber auch in so'n Führungskräfte.
00:15:36: Feedback, das heißt die Mitarbeitenden bewerten einmal im Jahr ihre Führungskraft.
00:15:40: Ja, es ist ja sechzig Fragen... So läuft das heute
00:15:43: noch so?
00:15:44: Keine Ahnung.
00:15:45: Okay, egal aber ich hab das damals so gemacht.
00:15:47: was ist mir wichtig?
00:15:48: Was macht meine Führungskraft gut?
00:15:49: Was machen meine Füllungskrapt schlecht?
00:15:51: Ja gibt man ein gutes Feedback unterstützt mich meiner Führungskraft bei meiner Entwicklung.
00:15:55: und dann aufgrund dieses Feedbacks zu gucken okay liebe für uns Kraft.
00:15:58: da hier gibt es noch ein paar blinde Flecken.
00:16:00: ja lassen wir mal gucken was für ein Trainingsprogramm hilfreich ist damit durch eine bessere Führungen kauftwurst also die Führerskräften zu helfen besser zu werden.
00:16:07: Und dass ist natürlich der Schlüssel für die Kultur.
00:16:09: Veränderung weil damit hast du den den direkten Zugriff sozusagen auf die Kommunikation im Unternehmen und auf die Kultur.
00:16:17: Und da geht natürlich mein Herz auf als Personalkollege, ich mache jetzt ja schon lange keine Personalarbeit mehr im eigentlichen Sinne wie du das gemacht hast.
00:16:23: Ich bin zehn Jahre raus jetzt, länger schon dreizehn Jahre als Personalchef.
00:16:27: aber diese Führungsthematik ist natürlich das Schwierigste und die Königsdisziplin und darunter ist aus meiner Sicht alles unterzuordnen oder darunter kann man alles subsumieren.
00:16:38: wenn die Führungen schlecht sind Ist das Unternehmen nicht gut aufgestellt und dass natürlich ein sehr weites fällt, wenn man da Profis hat die wissen was sie tun ist das wirklich einer der Schlüssel zum Erfolg.
00:16:48: Da bin ich komplett bei dir.
00:16:50: Und vielleicht noch einen Satz zu deinem Chef?
00:16:51: Es ist ja toll, dass die das gesehen haben!
00:16:53: Ich meine wir als Personal haben ja auch immer Menschen weiterentwickelt und wir brauchen hier auch Leute, die uns weiterentwicklen.
00:16:58: und dass du die Chance bekommen machst von dem Alfred Ritter, dass er gesagt hat hey das mein Controller Der kann aber auch irgendwie mit Menschen umgehen, soll der mal Personalchef werden.
00:17:05: Das ist ja schonmal per se erstmal ungewöhnlich und spricht für das Unternehmen.
00:17:10: Ich kenne das von IKEA wo ich früher ganz am Anfang meine ersten Schritte gelaufen bin.
00:17:15: da ging es auch immer darum quer zu denken wer kann wo was machen wie können die Leute sich weiterentwickeln und wo ist deren Potenzial?
00:17:22: Okay mein Lieber!
00:17:23: Und dann gab's zwanzigsechzehnte Veränderungen.
00:17:26: Ja also was ich da noch ergänzen möchte Also einmal genau all vier Dritter.
00:17:32: Das war phänomenal, wie der das Gesamtunternehmen geführt hat.
00:17:36: Als ich dann ernannt wurde, bin ich zu ihm hin und hab gesagt, welche Erwartungen hast du denn an mich?
00:17:41: Jetzt in meiner Rolle als Personalleiter dachte jetzt kommt so ne zack-zack-Zack erstens, zweitens, drittens... Und er hat einfach nur gesagt, ich vertraue dir dass du das richtig machst.
00:17:51: Super!
00:17:52: Und das fand ich so mega.
00:17:53: Und es war wirklich ein sehr prägender Satz, der mich auch in meiner Zeit danach immer wieder geprägt hat zu sagen, hey ja, das ist doch... echte Führung in seine Leute zu vertrauen und letztendlich nur Rahmenbedingungen zu schaffen.
00:18:07: Zu sagen, hey was braucht ihr damit ihren guten Job machen könnte?
00:18:09: Und das war ich so ein Gänsehautmoment.
00:18:11: Ja!
00:18:12: Ich hatte ja von Personal keine Ahnung.
00:18:14: im Controlling dachte immer ich bin der Beste.
00:18:17: Jedes spannende Thema habe ich gesagt okay das mache ich.
00:18:20: Als oberster Chef ziehe ich sozusagen die tollen Themen zu mir, weil nur ich kann die richtig kniffligen Fälle lösen.
00:18:28: Im Personal hatte ich keine Ahnung.
00:18:29: das heißt ich war gezwungen meinen Leuten zu vertrauen dass sie das Beste machen und immer zu sagen Leute ich habe keine Ahnung.
00:18:36: lass uns gemeinsam gucken wie wir den besten Weg finden und das war schon für meine persönliche Entwicklung genial ja aber ich hab wirklich gelernt loszulassen.
00:18:44: Ich habe gelernt in die leute zu vertrauen.
00:18:49: Muss ich mich nicht darüber definieren, dass ich der Beste bin.
00:18:53: Sondern das ich eine starke Mannschaft aufbaue und es erlaube Dass meine Leute schlauer sind als ich ja und dass meine leute ihre Probleme lösen weil sie die Kompetenz haben.
00:19:05: Was bist du für
00:19:05: ein Sternzeichen?
00:19:09: Ich bin Krebs.
00:19:10: Ja im Juli irgendwann
00:19:12: Juni, genau Ende Juni.
00:19:14: Ah okay ich bin mit ihr.
00:19:15: jetzt
00:19:15: kommt der Astrologen?
00:19:17: Nein,
00:19:18: ich bin kein Astrologer aber ich finde das ganz spannend.
00:19:19: also dann bist du... Ich bin eine Zwillinge im Juni und dann bist Du... Genau du bist Ende Junii dann Krebs.
00:19:24: Nee nee Quatsch!
00:19:25: Ich find das immer ganz interessant.
00:19:27: Ja punkt danke dass ich dich unterbrechen durfte
00:19:30: Aber genau du bist Zwilling weil mir sagen manche ich bin am Zweihnzwanzigsten Juni geboren.
00:19:34: Das heißt ich bin der erste Krebs Und ich hab wohl noch sehr viel vom Zwilling, also vielleicht haben wir da ein paar Gemeinsamkeiten.
00:19:41: Ich glaube schon.
00:19:43: Hey!
00:19:44: Wir sind jetzt zwei tausend und...sechzehn.
00:19:48: Jetzt sind wir mehr.
00:19:49: Zwei Tausend Sechszehn genau.
00:19:50: Eigentlich muss ich früher anfangen.
00:19:53: Zweittausend Drei Zehn.
00:19:55: Nee, ich fang noch früher an.
00:19:57: Also?
00:19:58: Ich habe drei Kinder.
00:20:00: Ich hab mich als meine erste Tochter auf der Welt war viel mit dem Thema Pädagogik beschäftigt.
00:20:06: Alternative Pädagogik war für mich relativ schnell klar, dass es so Richtung Schule und sowas ein alternativer Weg ist weil das hat mich so gepackt.
00:20:15: diese Frage wie eigentlich im Business ja?
00:20:20: Wie können wir Kindern die besten Rahmenbedingungen geben, dass sie ihr Potenzial voll entfalten können?
00:20:27: Jedenfalls haben dann unsere Kinder auf eine freie Schule geschickt wo genau diese Rahmenbedingungen gegeben waren und das war so ein kleiner Verein.
00:20:37: Ich hab mich da schnell auch im Verein engagiert, war dann auch im Vorstand dieses Vereins
00:20:41: usw.,
00:20:41: oder in der Nähe von Stuttgart.
00:20:42: In den letzten Jahren gab es einen Landesverbandstreffen der freien Schulen in Baden-Württemberg.
00:20:50: Das heißt, da gab's so ein paar Schulen in baden-württmberg die nach ähnlichen Konzept gearbeitet haben.
00:20:54: ich war am Vorstand und wir haben uns ab und zu mal getroffen.
00:20:57: Und dieses Treffen war am Schloss Tempelhof.
00:21:00: Weil die hatten auch ganz frisch eine Schule gegründet nach diesem Konzept.
00:21:05: Und ich bin da hingefahren zu diesem Treffen, bin zu diesem Ort gekommen und war sowas von geflescht... ...und dachte wow was ist das für ein cooler Ort?
00:21:15: Eine Lebensgemeinschaft!
00:21:18: Die sich auf die Fahne geschrieben hat, gemeinschaftlich ökologisch zu experimentieren.
00:21:26: wie kann ein gutes Leben
00:21:28: sein?!
00:21:29: Ich hab das damals gar nicht so richtig kapiert.
00:21:31: Ich habe diesen Ort gesehen, ich hab mit Menschen gesprochen und in meinem Kopf war nur ... ist das genial?
00:21:37: Mhm.
00:21:38: Ich bin nach Hause gefahren, hab meiner Frau erzählt der ... Ich hab hier gerade den coolsten Ort der Welt kennengelernt.
00:21:45: Die hat so ein bisschen gedacht, was hast du denn geraucht?
00:21:47: ja?
00:21:50: Ja, jedenfalls das Thema hat uns nie mehr losgelassen.
00:21:53: dann bin ich mit meiner Frau zusammen hergekommen.
00:21:56: Mit unseren Kindern sind wir hergekommen immer wieder, ja das war.
00:22:00: Und bei jedem Besuch haben uns wieder die frage gestellt Finden wir irgendein argument was dagegen spricht?
00:22:08: alle unsere Sachen zu packen und zum Tempelhof zu gehen.
00:22:11: Und wir haben immer gehofft irgendwann kommt das Argument, zu sagen ne ne ist ja alles gut unser Leben ist doch prima.
00:22:18: ja Doppelhaushälfte gesunde Kinder die glücklich sind schnelle Nachbarn ein supergeiler Job Personaler der von dritter Sport Das ist der beste Job den man haben kann auf der Welt.
00:22:28: Ja aber ja.
00:22:30: drei Jahre Haben wir nach argumenten gesucht ja und irgendwann bei der punkt kommen wo wir gesagt haben Weißt du was?
00:22:36: Entweder wir machen das jetzt oder wir werden es unser Leben lang bereuen.
00:22:39: Lass mich mal kurz zur Zwischenfrage stellen, wie groß war damals die Gemeinschaft Schloss-Tempelhof?
00:22:44: Dann geht's weiter in deinem Text.
00:22:45: aber wie groß waren sie damals, zwanzig, dreizehn?
00:22:49: Das waren so vielleicht siebzig, achtzig Erwachsene und so vierzig Kinder.
00:22:53: Okay!
00:22:53: Und dann alles klar.
00:22:55: Siebzig Achtzig, sorry.
00:22:56: Weiter mit einer Frau.
00:22:58: Ey, wir finden keinen Argument das nicht zu tun.
00:23:00: Lasst es uns tun.
00:23:01: Ja, und dann... ...Zwahltausendsechzehn Job gekündigt bei Ritter Sport.
00:23:08: Die Zelte abgebrochen in Waldenbuch und zack ins Hohenlosche nach Kressberg, in die Gemeinschaftschloss-Tempelhof.
00:23:16: Das ist ein längeres Aufnahmeverfahren
00:23:18: usw.,
00:23:19: aber das Ende des Jahrhunderts war es dann soweit, dass sich schon auf der einen Seite schweren Herzens weil also Ritter sport war eine richtig geniale Zeit hat richtig viel Spaß gemacht das war wirklich wie ne Familie und auf der anderen seite mega Freude über das was kommt.
00:23:37: Und, dass Schöne war ja... Also es hat irgendwie so viel zusammengepasst.
00:23:41: also einmal diese Gemeinschaft die mich mega angefixt hat auf verschiedenen Ebenen kommen wir vielleicht gleich noch dazu und auf der anderen Seite die Sache okay aber ich habe jetzt soviel Wissen aufgebaut.
00:23:53: wie kann ich das noch irgendwie in die Welt bringen?
00:23:56: Das heißt dieses Thema ja in Gemeinschacht leben und nebenher eine Selbstständigkeit aufbauen.
00:24:01: Das war einfach ne Mega Kombi
00:24:03: Und das war ja meine, das ist ja meine Frage jetzt.
00:24:05: Das wäre nicht nur eine Entscheidung für ein anderes Lebensmodell und eine andere Lebensgemeinschaft sondern du hast ja zugleich auch überlegen müssen wie du die Marie ran schleppst.
00:24:13: Du musst ja Geld verdienen für drei Kinder und... Das war ein paralleler Prozess offensichtlich.
00:24:18: Eine Veränderung in die Selbstständigkeit zu gehen war der zweite Teil der Entscheidung daneben im Schloss Tempelhof zu leben.
00:24:26: Das habe ich richtig verstanden!
00:24:27: Ja
00:24:28: genau,
00:24:28: ich hab da noch ne Ausbildung zum Organisationsentwickler gemacht Und das hat mir noch mal richtig gut geholfen, so ein Fundament zu schaffen.
00:24:35: So mit der Frage wie kriege ich denn bei den Themen die in Organisationen umgesetzt werden müssen Veränderungsprojekte, Transformation wirklich die Leute mitgenommen?
00:24:46: Ja da hatte ich ja schon viel gemacht bei Ritter Sport aber auch schon vorher und damit habe ich nochmal so das Handwerkszeug bekommen Werkzeuge die mir wirklich helfen dann im operativen die Leute mitzunehmen, Strukturen zu setzen und Prozesse aufzusetzen.
00:25:01: Und das war dann auch so das Thema, wo ich gesagt habe, ja okay, mit dem Werkzeugkoffer kann ich jetzt auch gut in Selbstständigkeit
00:25:06: gehen.".
00:25:07: Und du warst forty-six zu dem Zeitpunkt?
00:25:11: Ja genau!
00:25:12: Gut gerechnet.
00:25:13: Genau Ich war forty-three als ich mein Leben verhindert hab.
00:25:17: Da scheint möglicherweise in dieser Dekade öfter zu passieren.
00:25:21: Was mich an deinem Weg – wir sind ja noch lange nicht fertig mit diesem Gespräch aber was mich an deinen Weg so beeindruckt ist offensichtlich die Fähigkeit, Chancen zu sehen.
00:25:33: Im ersten Schritt und im zweiten Schritt diese Chancsen auch zu ergreifen.
00:25:35: Man nutzt ja nix wenn du nur was siehst und es dann nicht machst also die Veränderungen sehen, also diese drei Jahre diesen Prozess mit dir selbst und deiner Frau offensichtlich herumzutragen.
00:25:46: ich will da hinten aber was spricht dagegen?
00:25:48: Und das dann zu tun und dann auch in eine Selbstständigkeit zu springen, was ja ne große Verantwortung ist und ein großes Risiko biegt.
00:25:56: Ja, finde ich total spannend und das ist der Grund warum mich dich eingeladen hat Michael.
00:26:01: Warum ich dich haben wollte meinem Podcast?
00:26:06: Ich bin auf dieses Schloss Tempelhof gestoßen weil es mal irgendwann eine Reihe zum Glück gab in der ARD ne Themenreihe dass glück anke englcke die ich verehre die ich großartig finde diese als mensch als Komiker.
00:26:17: ich kenne ihn natürlich nicht persönlich aber ich find das war toll was sie macht und am Main Fernseher an und sehe Schloss Tempelhof Es soll irgendwie der Michael.
00:26:25: Was ist das denn jetzt?
00:26:26: Und da habe ich es zum ersten Mal wahrgenommen und vielleicht kannst du jetzt ein bisschen erzählen über deine Erfahrungen dort, aber bevor du anfängst gibt mir noch mal eine Zahl.
00:26:36: als du dazu erst warst waren siebzig-achtzig Erwachsene.
00:26:40: Status heute ist wie.
00:26:42: Gib mal ein paar Zahlen, Daten, Fakten zu der Gemeinschaft in den nächsten zehn Minuten bitte.
00:26:47: Kannst du jetzt sofort sagen oder später leite es her, Du hast das Wort!
00:26:52: Ja, wir sind jetzt ein bisschen gewachsen.
00:26:53: Wir sind es vielleicht hundert Erwachsene und fünfzig Kinder.
00:26:55: also das ist jetzt nicht so'n Wahnsinnswachstum.
00:26:58: ja weil wir schon sehr bewusst und sehr behutsam wachsen Weil ja jeder Mensch der neue dazukommt gut integriert werden muss.
00:27:05: wir leben hier sehr Intensiv zusammen.
00:27:11: Ich finde es immer total schwierig uns zu beschreiben weil als ich das erste Mal da war Das war eine totale Bauchentscheidung.
00:27:19: Also so rational kann man auch sagen hey Bist du verrückt?
00:27:22: Was tust du dir das an mit Hundert Erwachsenen hier permanent in intensive Prozesse reinzugehen und so intensiv zu leben, dass es ständig viel Konfliktpotenzial gibt.
00:27:34: Ständig reibereien.
00:27:35: Und genau das ist das Schöne?
00:27:37: ja weil wir hier geniale Werkzeuge haben um miteinander immer wieder draufzuschauen wie kommen wir aus unseren Konflikten raus die einfach da sind weil wir sehr unterschiedliche Menschen sind?
00:27:48: und wie können wir diese Vielfalt tatsächlich leben Und akzeptieren, dass jeder Mensch anders ist.
00:27:53: Ja und wir einfach sagen okay ich versuche dich nicht zu bekehren.
00:27:57: Du versuchst mich nicht zu bekähen aber gemeinsam versuchen wir ja die Power die wir gemeinsam haben auf die Straße zu bringen um uns nach vorne zu bringen Aber eben nicht nur auf uns zu schauen sondern auch zu gucken wie können wir das was wir tun gut für uns sein?
00:28:12: Wie kann es gut sein für unsere Mitmenschen?
00:28:14: Und wie kannst du auch gut sein Für den Planeten?
00:28:16: also wirklich so dieses hey wir gucken größer Und da braucht es einfach diesen drei Klang, ja.
00:28:22: Also das hilft nichts wenn ich nur egoistisch immer noch auf mich schaue.
00:28:25: Ja dann kann nicht auf Dauer auch nicht glücklich sein.
00:28:28: aber es hilft eben auch nicht nur auf den Planeten zu schauen.
00:28:33: und jetzt werde hier der Hardcore Öko und macht gar nix mehr sondern es muss mir gut gehen ja aber ich muss immer auch gucken dass es mir gut geht mein Mitmenschen und eben auch dem Planeten.
00:28:44: und das ist total cool weil das macht total viel Spaß
00:28:47: Super Satz, kommen wir gleich noch mehr.
00:28:49: Genau das vertiefen wir ja gleich nochmal dieser Spannungsbogen von ökologischer Landwirtschaft und sich offen begegnen auch miteinander zu ringen und dann ein gutes in die Welt zu bringen ohne sich selber zu vergessen.
00:29:05: Meine Frage, du hast was von ... Du hast es vorhin so formuliert wie wir wollen uns hier nicht gegenseitig bekehren.
00:29:10: Du willst nachher verstehen warum ich diese Frage stelle?
00:29:12: Habt ihr irgendwelche Glaubensrichtungen?
00:29:14: seid ihr alles davon Atheisten Agnostikern bis zu Katholiken und Hardcore muslimen oder weiß der Teufel?
00:29:20: gibt's da irgendeine Richtung?
00:29:22: Hintergrund der Frage, wenn man sei davon erzählt so eine Lebensgemeinschaft.
00:29:27: Ist das auch ne Glaubensgemeinschaft?
00:29:29: oder was da los ist in der Sekte und so?
00:29:32: Damit wirst du ja öfter mal konfrontiert sein dass es alles nicht der Fall ist.
00:29:35: Das weiß jeder der gerade ausdenken kann.
00:29:38: aber manche sind ja ein bisschen Ja manche brauchen ein bisschen Hilfe damit sie Sachen verstehen.
00:29:42: meine frage is churches glauben.
00:29:45: gibt's da irgendeine richtung irgendwas wo das alles Latte?
00:29:49: Es gibt keine Richtung, also wir sind absolut undokmatisch.
00:29:52: Ja das heißt es gibt kein Dogma, es gibt auch keinen Führer, kein Guru oder nichts.
00:29:59: Und das ist ja das total spannende ich als Personal- und Organisationsentwickler.
00:30:05: Wir sind quasi archivfrei, wir sind basisdemokratisch Und das hat mich auch total angefixst, als ich das gehört habe zu sagen hey wie funktioniert denn so was?
00:30:15: Also Dinge die ich mir in meinem beruflichen Leben eigentlich immer gewünscht hab.
00:30:19: Zu sagen wir kommen wieder raus aus diesem Jahr nur weil jemand jetzt Chef ist ja macht er hier Ansagen und versaut quasi die ganze Mannschaft hinzu einem lass uns mal gemeinsam gucken wie es gehen kann.
00:30:32: Wir sind alle auf Augenhöhe unterwegs Jeder hat die gleiche Stimme und gemeinsam müssen wir nach vorne kommen mich viel auch beruflich damit beschäftigt.
00:30:42: Und viele Organisationen kriegen das einfach nicht hin, ja?
00:30:45: Und Los Tempelhof kriegt es hin auf eine ganz besondere Art und Weise und das hat mich auch extrem begeistert.
00:30:53: im Vorfeld in der Theorie wo ich dachte wow das ist so cool!
00:30:57: Ich lebe jetzt zehn Jahre hier wo ich immer wieder sage wow wie... cool kriegen wir das hin, uns immer wieder zu besinnen.
00:31:04: Es gibt hier niemanden der drüber steht und natürlich... Wir haben natürlich schon auch eine Hierarchie aber das ist ja eine Kompetenz-Hierarchie.
00:31:11: Die Leute vertrauen mir wenn ich sage ich habe ne Kompetence in dem Feld und dann alles klar mach du und wir unterstützen dich.
00:31:20: Aber diese Hierarchien entsteht eben nicht über.
00:31:22: da ist ein Chef und er sagt okay und du bist jetzt hier mein Hilfschef sondern es kommt von unten.
00:31:27: Das heißt es geht über Vertrauen, es geht Und das ist einfach genial und das funktioniert eben auch.
00:31:33: Weil dadurch entsteht eine Organisationsstruktur, die letztendlich jeden Menschen an den Platz setzt wo die meiste Power entfalten kann... ...und die meisten Kompetenz hat.
00:31:45: Aber
00:31:45: das hört sich an wie eine Utopädie Wahrheit geworden ist!
00:31:49: Die meisten werden ja sagen was erzählt denn der da von Kokolos?
00:31:51: Das geht doch gar nicht!
00:31:53: Wie sollen das
00:31:54: gehen?!
00:31:55: brauche ich von dir jetzt ein paar Beispiele.
00:31:57: Ich habe dich hier Soziokratischen Tempelritter in friedlicher Ökonomie genannt.
00:32:01: Soziokratie müsstest du vielleicht noch mal erklären, was das bedeutet oder soziokratische Entscheidungsprozesse und ich möchte jetzt von dir konkret hören wie dass im Einzelfall funktioniert hat.
00:32:12: weil wenn du jetzt behauptest es klappt ja das ist ich glaube dir das aber reicht ja nicht.
00:32:17: ne wir sind jetzt hier im schönen Gespräch du kennst das ja lieber Michael.
00:32:20: Beispiel Futter.
00:32:23: Also, das ist ja ein Organisationsmodell was darauf basiert dass die Mitglieder der Organisation auf Augenhöhe miteinander kommunizieren.
00:32:34: Es gibt kleine Teams, die klare Verantwortungsbereiche haben und es gibt eine starke Vernetzung zwischen den Teams so dass die Kommunikation gewährleistet ist und dass alle Mitglieder Der Organisation eine hohe Transparenz haben über das was gerade läuft.
00:32:49: Das ist so die theoretische Basis der sozusagen diesen Konzept.
00:32:54: Und ich bin kein Freund davon, Konzepte aus der Schublade zu holen und irgendwie eins zu eins umzusetzen.
00:33:01: Aber das ist so einer der Ideengeber für unsere Entscheidungsstrukturen hier am Tempelhof.
00:33:07: Das heißt erst mal sind alle irgendwo organisiert in diversen Kreisen und dann gibt es jeder Kreis hat gewisse Kompetenzen die er entscheidet ja und dann haben wir ein hohes Maß an Transparenz.
00:33:19: also rein konkret als Ich engagiere mich eben als Geschäftsführer Vorstand vom Verein für die Schule, der Verein ist Träger von unserer Schule.
00:33:28: Von unserem Waldkindergarten und noch von verschiedenen Projekten von jungen Erwachsenen.
00:33:34: Und wir als Schule sind eben ein Kreis der sehr... Autark Dinge entscheiden kann, die unseren Schulalltag betreffen.
00:33:44: Das heißt da darf niemand andere aus dem Dorf mitreden.
00:33:47: ja weil das war der komplett unseren Schul Alltag behindern.
00:33:50: wenn jetzt hier jeder mitsprechen wollte welche Bücher wir anschaffen und ob wir jetzt rote Stifte oder grüne Stiften kaufen.
00:33:57: Das heisst solche Dinge entscheidet der der schulapparat komplett autonom.
00:34:02: und dann gibt es aber Dinge.
00:34:03: das hatten wir zwei tausend neunzehn als wir ein neues Schulgebäude bauen wollten.
00:34:08: Das war natürlich eine Entscheidung, die das ganze Dorf betroffen hat.
00:34:11: Weil da geht es darum welcher Standort welche Größe auch.
00:34:15: die Finanzierung ist ja letztendlich ein Thema, den jeden betrifft weil wenn da irgendwas in Bach runtergeht dann hängen wir alle mit drin.
00:34:23: Das heißt das war dann großes Thema und das funktioniert so.
00:34:26: es gab ein kleines Team.
00:34:28: ich habe die Projektleitung übernommen für das ganze Thema Schulbau.
00:34:31: Wir haben dann Ideen ausgearbeitet und dann haben wir ein Gremium das nennt sich Dorflplänum.
00:34:37: Das ist sozusagen unser wichtigstes Entscheidungsgremium, wo jeder aus der Gemeinschaft, also jeder Erwachsene aus der gemeinschaft eine Stimme hat.
00:34:46: Und da stellen wir dann den konkreten Antrag.
00:34:49: so seid ihr dafür dass wir dahinten am Waldrand dieses Schuhgebäude bauen für drei Millionen Euro bla bla bla Finanzierung und so weiter
00:34:57: einstimmig oder mehr als Entscheidung.
00:34:58: dann
00:34:59: genau und jetzt haben wir nämlich eine Konsensentscheidung.
00:35:03: Konsens heißt Jeder muss ja sagen Und wenn es nur einen gibt, der nein sagt.
00:35:09: Dann wird weiter diskutiert bis diese eine Person
00:35:13: im Plenum.
00:35:14: Du musst hundert Leute davon überzeugen dass die Schule da hinten am Weitrand gebaut wird?
00:35:19: Genau und das ist genial weil... Wenn ich ne Märzentscheidung hab dann gibts immer Leute die überstimmt wurden, die am Ende sagen ja Ich fand das früher scheiß ich finde das heute noch scheiße und im schlimmsten Fall sorge ich dafür Ja das am ende alle sagen ah Seta Aber scheiße, hab ich doch
00:35:38: immer gewusst.
00:35:39: Genau!
00:35:40: Und Konsens ja das Geniale ist du hast am Ende eine Entscheidung wo alle ja gesagt haben dass heißt alle stehen voll hinter dieser Entscheidung und da gibt es jetzt viele Vorurteile.
00:35:50: Ja wir labern hier ohne Ende aber letztendlich haben wir hier schöne Strukturen geschaffen wo das relativ gut funktioniert.
00:35:57: und ich sag mal Geheimnis des Erfolges ist Das wäre nicht nur auf der Entscheidungsebene mehr wie so ein Kaninchenzüchterverein einmal im Monat zusammenkommen, irgendwelche Entscheidungen treffen.
00:36:08: Sondern dass wir am Alltag auch immer wieder uns eng vernetzen auf der persönlichen Ebene, sodass wir eine persönliche Beziehung haben und das ist natürlich extrem wichtig.
00:36:18: Und du kennst es ja vielleicht auch oftmals fachliche Konflikte, haben ja meistens was tiefer liegendes auf der persönlichen Ebene.
00:36:28: Das zeigts dann auf der fachlichen Ebne.
00:36:30: Dann denkt man, man streitet sich jetzt hier über Die Größe seines Büros, ja dabei liegt halt irgendwas drunter.
00:36:36: Ja irgendein Neid oder irgendetwas.
00:36:39: Darf ich mal was Schlaues sagen Michael?
00:36:41: Wir müssen immer unterscheiden zwischen Auslöser und Grund eines Konfliktes.
00:36:45: Und das ist ja genau das, was du sagst.
00:36:47: der Grund ist oftmals irgendeine persönliche Animosität und der Auslöser ist irgende eine fachliche Grütze hinter der man sich versteckt.
00:36:54: Und so war der Herr Michael.
00:36:55: aber dass es falsch Michael diese Entscheidung da hat er irgendwie schlechte Laune weil du nicht mal blöd angeguckt hast
00:37:00: oder sowas.
00:37:01: Also das kann
00:37:02: man Konsens, ja.
00:37:04: Und das heißt eben damit dieser Konsens funktioniert brauchen wir eine Beziehungskultur die funktioniert.
00:37:09: Das heißt wir müssen immer wieder in Beziehungen gehen, wir müssen auch immer wieder gucken klemmt es gerade irgendwo braucht gerade irgendjemand irgendwas geht uns allen gut und wenn das gewährleistet ist dann funktioniert nämlich der Konsens Weil dann geht es wirklich nur noch rein um die Fakten.
00:37:26: Und dann kommen wirklich, dann kann man sagen Schwarmintelligenz, dann kommen hundert gute Ideen zusammen auf einen Punkt, verdichten sich zu der besten aller Lösungen und das funktioniert.
00:37:40: ich sage mal meistens nicht immer und immer wenn's nicht funktioniert merken wir wieder ah wir scheinen hier ein Thema zu haben.
00:37:47: Deswegen machen wir auch regelmäßig Intensivzeiten, wo wir uns treffen und wo wir eigentlich nichts anderes machen als unsere Beziehungen zu klären.
00:37:54: Konflikte zu klaren, ja zu gucken, wo klemmt es hier gerade irgendwo auf der persönlichen Ebene?
00:37:59: Und was braucht ein Einzelner um wieder gut sozusagen Teil der Gemeinschaft zu sein?
00:38:04: Und bei diesem Thema Schulbau das war schon natürlich nicht ja einen Dorfpläne umhöhe wie wollen die Schule bauen drei Millionen da oben am Waldrand alles klar macht mal sondern das war ein Prozess der sich über mindestens ein Jahr hingezogen hat.
00:38:16: Es kam immer wieder Fragen auf.
00:38:19: Ja, dann haben wir die wieder mitgenommen und noch mal eine Runde gedreht.
00:38:22: Wir haben die Fragen beantwortet, haben abseits von irgendwelchen Dorfplänen mit Leuten gesprochen, die noch irgendwelche Bedenken oder irgendwas hatten.
00:38:30: Das heißt es ist schon sehr viel Arbeit aber am Ende ein mega geniales Gefühl zu sagen okay das ganze Dorf hat jetzt ja gesagt zu diesem Projekt und es hat sich natürlich auch viel bewegt.
00:38:42: also was natürlich auch wichtig ist Ich muss mein eigenes Ego zurückstellen, nur weil ich jetzt ja diese Schule für drei Millionen am Waldrand bauen will.
00:38:51: Heißt das eben noch lange nicht dass sie kommt?
00:38:53: Ja Sondern ich muss natürlich auch die anderen Ärzte nehmen mit ihren Bedenken und mit ihren Fragen Und sagen okay ja coole Frage Ja ich unterstelle jetzt mal Dass du das beste willst Für uns ja und für unsere schule und für unserer gemeinschaft.
00:39:08: Und jetzt integriere ich deine frage und deine bedenken und guck Mal wie wir zusammen hier zu einer anderen lösung kommen die vielleicht Genauso genial oder genialer ist als das was ich mir im Vorfeld alleine ausgedacht habe.
00:39:19: Wie schaffst du das?
00:39:19: Meine Frage ist, ich hab ja viel mit Menschen zu tun die fachlich großartig sind, aber ich probte... Ich hab mit Leuten zu tun Michael, fachliche totale Granaten und erfolgreich sind die von der Persönlichkeit anschlussfähig sind und Anschlussfähigkeit beweisen.
00:39:35: und in dem Zusammenhang stelle ich dir die Frage wie es dir gelingt dein Ego zurückzustellen.
00:39:40: Was ist denn dein Geheimnis?
00:39:41: Wie schaffst du das, dein Ego zurückzustellen?
00:39:44: Und was können vielleicht andere daraus lernen die so Riesenegos haben und die da nicht schaffen.
00:39:48: Ja, das ist immer wieder die eigene Reflektion.
00:39:51: Das ist eben... Was ich im Kopf entscheide und sage jetzt mache ich das mal und dann ist es so sondern ich brauche einen Umfeld dass mir ein klares Feedback gibt.
00:40:00: Das habe ich hier zum Glück.
00:40:02: Das heißt ich brauch wirklich Freunde die sagen hey ja was machst denn hier gerade?
00:40:06: warum weitest du jetzt gerade dieses tote Pferd?
00:40:09: Dass sich immer wieder reflektiert werde Mit meinen eigenen Themen und mich immer wieder auch reflektiere mit der Frage, was war jetzt eigentlich Auslöser dieser Entscheidung oder dieses Ausspruchs?
00:40:23: War es mein Ego oder war es wirklich irgendwie ein Thema, das ich tatsächlich hatte.
00:40:28: Und das ist natürlich hier ein geniales Umfeld weil wir haben eine sehr offene Feedback-Kultur und das brauche ich ja.
00:40:33: wenn ich immer wieder ein Feedback kriege dann lerne ich natürlich auch leichter immer mal hin zu gucken also in mich zu gucken und mich zu hinterfragen.
00:40:45: Und da immer wieder das Übungsfeld zu haben, okay ja vielleicht ist das Ego doch hier manchmal im Weg für eine gute Entscheidung und für ein gutes Zusammensein.
00:40:53: Du hast drei Kinder, du hast gesagt, zwanzig dreizehn ging das los.
00:40:56: Du wolltest nur andere Schulformen für deine Kinder.
00:40:58: und jetzt bist du quasi der Schulchef da, der eine neue Schule gebaut hat.
00:41:02: Ich verkürze das mal so ein bisschen ne?
00:41:03: Ist ja total geil!
00:41:04: Du musst ja extrem zufriedener Mensch sein weil es dir offensichtlich gelingt.
00:41:09: ich stelle meine These in den Raum.
00:41:11: so wie ich dich jetzt gerade so erlebe musst du extrem zu frieden sein weil du es schaffst Dinge in die Hand zu nehmen und zu verändern.
00:41:18: Eine gute Schulform für deine zu schaffen, in Entscheidungsprozesse zu gehen, Selbstwirksamkeit zu spüren.
00:41:27: Hundert Leute mitzunehmen bei einem Schulbau.
00:41:30: Das muss auch total geil sein!
00:41:31: Die muss auch die Sonne aus dem Ohr scheinen sozusagen.
00:41:36: Ja ich bin mega zufrieden weil ich schon das Gefühl habe ich bin total wirksam.
00:41:42: Ich hab dir ein Umfeld wo ich wirksam sein kann ja wo es spannende Projekte gibt wo ich mich einklingen kann und wo ich meine Kompetenzen einbringen kann Und ich habe ein hohes Maß an Selbstorganisation, also dass ich wirklich das Gefühl hab.
00:41:58: Ich bin Herr meiner Dinge die ich nach außen bringe und ich hab niemanden der mir sagt was ich zu tun hab.
00:42:07: Also das ist schon... Also ich würde mal sagen auf einer Skala von eins bis zehn zur Friedenheit Bin ich schon auf der neun Komma Neuen Fünf
00:42:14: Super!
00:42:18: Ein Thema wo ich immer wieder sage, wie cool ist das denn?
00:42:23: Wie bin ich hierhin gekommen?
00:42:24: Es waren ja letztendlich alles Zufälle.
00:42:26: Es gibt kein Zufall, es ist eine Verfügung.
00:42:27: Finger
00:42:28: an, dass mich ein Ertanter anruft und mich nach Süddeutschland zieht zur Rittersport.
00:42:33: Supergenialer Job.
00:42:34: auch da hatte ich ein geniales Lernfeld was ich da alles gelernt habe.
00:42:37: Das war unglaublicher!
00:42:39: Und dann der Sprung zum Tempelhof, das Thema Selbstständigkeit also... Ja und alles, wo ich sage okay da war das jetzt wirklich eine bewusste Kopfentscheidung.
00:42:48: Nee eigentlich nicht.
00:42:49: ja es war so ein bisschen Bauchentscheiden und viele Zufälle wobei es gibt der Leute die sagen es gibt keine Zufall.
00:42:54: Das ist alles vorher bestimmt.
00:42:56: Nein
00:42:57: das auch nicht.
00:42:57: aber sind Sachen die ins Rollen kommen und Sachen die sich fügen sozusagen.
00:43:02: und
00:43:02: dafür brauche ich natürlich auch ne... Klarheit zu sagen, wo will ich hin?
00:43:06: Und das ist natürlich auch dieses Thema Kontroling.
00:43:10: Das hat mir da auch immer Spaß gemacht.
00:43:11: Ja klar, weil es genau so geht.
00:43:13: Als Controller das Wichtigste ist, immer zu fragen was ist dein Ziel, wo willst du hin?
00:43:19: und nur wenn du ein Ziel hast Dann kann man auch auf dieses Ziel zu steuern und kann sich immer wieder die Frage zählen.
00:43:24: Okay, wir haben das Ziel noch nicht erreicht.
00:43:25: was braucht's ja welche Veränderungen müssen wir machen um das Ziel zu erreichen?
00:43:29: Und das ist schon sehr geprägt.
00:43:32: absolut und genau deswegen liebe leute sind meistens aus meiner Erfahrung die Personaler die erfolgreichen die aus anderen professionen kommen oder die eben nicht nur personal gemacht haben sondern die eine struktur im kopf haben und dass es eben der michael seelich.
00:43:44: da bist du einer von denen mit einem kontrolligen hintergrund.
00:43:46: das.
00:43:46: deswegen finde ich das so spannend Michael, das werden wir auch nicht mehr tun.
00:43:50: Wenn du einverstanden bist gar nicht so viel über deine Selbstständigkeit als Organisationsentwickler und Berater gesprochen.
00:43:55: Wir haben ja schon Projekte gemeinsam gemacht, du und ich.
00:43:58: Du bist auf deiner Homepage findet man dich!
00:44:00: Du bist ein großartiger OE-Typ und Trainer und Entwickler können Leute alle nachlesen auf seiner Website.
00:44:06: Ich will heute mit dir genau über diese Tempelhofgeschichte sprechen was wir jetzt ja schon tun Und was mir wirklich am Herzen liegt Auch noch mal rauszuarbeiten, wenn du einfach stand bist.
00:44:16: Ich wollte jetzt nicht über dich wegbügeln aber diese OE-Geschichte... Du haben ja schon ein bisschen drüber gesprochen und das ist das zweite Standbein was du machst so noch sehr erfolgreich auch bei Kunden von mir schon sehr erfolgreich gemacht hast.
00:44:27: Aber das ist jetzt ja so ein bisschen das Handwerkszeug, aber mir geht es mehr um die Seele und um das was Menschen motiviert denn ich habe ja Menschen in meinem Podcast mit Passion irgendwas tun.
00:44:36: Das ist der rote Faden!
00:44:38: Du bist hier weil du mit Leidenschaft für etwas schießt und dass ist das was du beim Schloss Tempelhof machst plus alles andere Unternehmen noch.
00:44:47: Und offensichtlich gelingt es euch gut, in eurer Lebensgemeinschaft Menschen zu euch zuholen die eure Werteteilen und euer Vorgehensweisen teilen weil offensichtlich die wichtigen Entscheidungen im Konsens getroffen werden können.
00:45:02: Wenn ihr euch Flitzpiepen an Bord holen würdet hättet ihr mehr Stress und würde diese Entscheidung ja nicht durchkriegen.
00:45:07: Also wenn ihr Leute holen würdet die schlecht.
00:45:09: also wenn ihr in eure Organisation Menschen an bord holn würdet die nicht Grit zu einer groß möglichen Schnittmenge eure Werte teilen hättet ihr mehr Herausforderungen.
00:45:19: so und jetzt ist natürlich die ganz spannende frage alter.
00:45:23: Wie gelingt euch das?
00:45:24: macht ihr in assessment center?
00:45:26: oder wie ist das?
00:45:26: was muss Tommy Tommy stock was muss ich tun um zu euch zu kommen bei euch aufgenommen zu werden wenn nicht das denn wollte.
00:45:35: Ja und immer den schwenk noch mal zu machen auch zu meinen anderen tätigkeiten das greift ja alles wunderbar einander weil das was ich hier lerne, bringe ich ja auch wieder in meine Organisationsentwicklungsthemen ein.
00:45:47: Und was wir bei dem Thema Onboarding und Recruiting nämlich absolut richtig machen hier, wovon manche Organisationen lernen kann ist eben... Wir haben keine Personalabteilung wo dann drei Hanseln entscheiden okay die Person nehmen war sondern wir haben diese Schwarmintelligenz das heißt wir versuchen neue Menschen die zu uns kommen wollen mit möglichst vielen Menschen die schon hier sind in Kontakt zu bringen.
00:46:10: Ja und am Ende wieder Konsensentscheidung, das heißt sobald einer sagt mehr bei der Person da habe ich totale Bauchschmerzen.
00:46:17: Dann kommt die Person hier nicht an.
00:46:19: ja und das ist meines Erachtens so dass Schlüsselwort diese Schwarmintelligenz Die eben nur in so eine hierarchiefreien Organisation funktioniert wo eben kein Chef mal eben Entscheidungen treffen kann Und die anderen überbügeln kann sondern jeder hat die gleiche Stimme.
00:46:36: und sobalde einer Bauch schmerzen hat
00:46:39: Wie
00:46:39: ist
00:46:40: das konkret?
00:46:41: Also
00:46:41: es gibt einen längeren Annäherungsprozess, da sagt man muss hier eine gewisse Zeit verbracht haben.
00:46:45: Wir haben auch so Formate, so Gasthelferwochen wo die Leute kommen können und mithelfen können.
00:46:51: So in der Landwirtschaft zum Beispiel.
00:46:52: ja wir haben eine große Landwirtschaft, wir haben ne Großküche... Das ist ein anderes geniales Thema.
00:46:57: ja!
00:46:58: Hier wird jeden Tag für uns gekocht.
00:47:00: Wahnsinn!
00:47:00: Und auch ökologisch also Bio-Sachen.
00:47:03: Das heißt ich kenne die Menschen die das Gemüse anbauen und ernten Ich kenne die Köche, die das dann wunderbar zubereiten.
00:47:11: Und ich marschier mittags einfach um zwölf uhr dreißig von meinem Schreibtisch rüber in unser Dorfhaus und esse dieses wunderbare Essen gemeinsam mit meinen lieben Gemeinschaftsmitmenschen.
00:47:24: Und da gibt's sogar noch Leute, die für mich abspülen.
00:47:27: Also ich mein, gibt es also ja?
00:47:30: Das Paradies kann auch nicht schöner sein oder?
00:47:33: Und das ist einfach, genau.
00:47:36: Warte mal, da haben wir noch nicht darüber gesprochen.
00:47:39: Das ist aber auch gut so.
00:47:40: Lassen nochmal ein zwei Sätze dazu.
00:47:44: Ihr habt ne ökologische Landwirtschaft in der Schule, ihr kocht dort und ihr nehmt natürlich auch am Wirtschaftsleben teil.
00:47:53: Das hat jetzt ein bisschen untergegangen.
00:47:54: also mit der.
00:47:55: ihr müsst ja auch Geld verdienen mit dem was ihr macht.
00:47:57: Jetzt musst du keine Bilanz auf den Tisch legen aber vielleicht nochmal einen Satz?
00:48:01: Das funktioniert offensichtlich.
00:48:02: Ihr seid wirtschaftlich erfolgreich mit dem, was ihr da macht?
00:48:05: Genau!
00:48:05: Wir sind wirtschaftlicher erfolgreich und natürlich zahlen wir ja für unser Essen, für unsere Wohnen und so weiter Geld.
00:48:10: das heißt wir kriegen das ganze Geld jetzt nicht von extern irgendwo und wir haben schon das Prinzip dass sich jedes Projekt also jetzt zum Beispiel Schule natürlich komplett selber tragen muss.
00:48:20: wir haben noch ein Seminarhaus wo auch Menschen zu uns kommen können die Interesse haben so an gemeinschaftlichen Leben.
00:48:26: da gibt es verschiedene Seminaren Gebote.
00:48:28: Dann haben wir einen eigenen Hofladen, wo natürlich auch Menschen aus der Nachbarschaft kommen zum Einkaufen.
00:48:34: Wir haben in Carsharing auch mega genial.
00:48:36: das heißt ich brauch überhaupt kein eigenes Auto sondern wir haben ein Pool von Fahrzeugen.
00:48:40: ja das buche ich einfach und kann wenn ich ein kleines Auto brauche habe ich ein Kleines Auto.
00:48:45: Wenn ich Familienausflug mache kann ich ein größeres Auto nehmen wenn ich mir im Nachbarort so verabholen will nämlich den Transporter.
00:48:52: Mega genial, das heißt wir nutzen hier wirklich so Energieeffekte die einfach da sind.
00:48:56: Ja dann haben wir eine Kleiderbutik.
00:48:57: ja wo ich wenn mir meine Hose nicht mehr passt, bringe ich diese Kleider-Butik holen wir eine andere ja die mir jetzt vielleicht passt ja?
00:49:04: Wir haben so ne Schatzkammer wo ja wir so Haushaltsgegenstände und Spielsachen und sonst was finden also so ne Tausch und Schenkökonomie Die einfach genial ist weil sie macht das Leben so viel leichter und so schön Wenn ich weiß Irgendwo.
00:49:22: Alles ist im Fluss und alles ist im Kreislauf.
00:49:25: mich kribbelt
00:49:26: so nicht bin sicher die leute die das hören.
00:49:27: da wird gerüttelt maß am menschen geben, die uns jetzt zuhören Und die sagen alter dass interessiert mich.
00:49:33: dann nehme ich mal kontakt auf das.
00:49:34: es könnte auch für mich ein lebensmodell sein.
00:49:36: das kann ich mir vorstellen.
00:49:37: Und wie ist dann der Prozess, was müssen diese Menschen machen?
00:49:40: Müssen die Geld mit... Also klar.
00:49:41: Erst mal muss entschieden werden dass da ab.
00:49:42: Wie ist der konkrete Prozess du sagtest?
00:49:45: Möglichst viele von euch müssen die Aufnahmeinteressenten kennenlernen, mal ihr Probe wohnen, Mitarbeiten Gemeinschaftsküche ein paar Möhren ernten vielleicht oder irgendwas machen.
00:49:54: und wie lange dauert so'n Prozess und wie sieht das genau aus?
00:49:57: Ja, der dauert ich würde sagen im Minimum in Jahr ja und dann eben immer wieder sprechen.
00:50:01: Dann gibt's hier auch so einen kleinen Kreis von Menschen deren Aufgabe es speziell ist, jetzt diese Leute die hier ankommen wollen eng zu begleiten immer wieder Gespräche zu führen.
00:50:10: Die richtigen Fragen zu stellen und die Informationen dann auch wenn ans Dorf zu spülen.
00:50:15: Dann gibt's irgendwann einen sogenannten Biografieabend das heißt dann werden diese Menschen eingeladen um vor uns allen vor der Gemeinschaft mal zu erzählen wo komme ich her?
00:50:26: Wo will ich hin?
00:50:27: ja warum will ich an den Tempelhof usw.. Und dann gibt's irgendwann diese Abstimmung und das funktioniert dann so, dass wir erst mal für ein Jahr, für das sogenannte Annäherungsjahr abstimmen.
00:50:39: Das heißt in diesem Jahr ist da noch alles offen.
00:50:41: Das heisst, für beide Seiten ist es so'n Schnupperjahr wo ich als Annährer reinfühlen kann.
00:50:47: Es ist wirklich das was ich mir vorgestellt hab weil es klingt ja auch wenn ich jetzt so erzähle, es klingt da super genial und da gibts ja schon Menschen die sagen okay von außen sieht der genial aus aber es ist wirklich so.
00:50:58: Ja klar Bei mir war die Antwort genau so und noch viel genialer.
00:51:02: Aber es gibt ja auch andere, die sagen, nee das ist mir doch zu anstrengend.
00:51:05: Da bin ich doch keinen Bock drauf!
00:51:06: Ja klar, das gilt ja in beide Richtungen natürlich.
00:51:08: Genau nach dem einen Jahr gibt's dann nochmal die Abstimmung und dann wird die Person fest aufgenommen Und wir haben neben dem Verein noch als Rechtsform die Genossenschaft.
00:51:15: Das heißt alle Wirtschaftlichen Betriebe und sowas laufen unter der Genossenschaft und wenn ich hier einsteigen will Dann muss sich Genossenschaf Anteile kaufen im Wert von dreiunddreißigtausend Euro.
00:51:26: Das heißt dass ist da mein Eintrittsgeld.
00:51:28: Okay
00:51:29: Das heißt, wir haben schon auch diese finanzielle Hürde.
00:51:31: Das heißt das ist jetzt nicht für Leute geeignet die sagen auch ja für zwei Jahre habe ich mal Bock und dann geht wieder Sondern das ist so ein Commitment für längere Zeit.
00:51:39: Das
00:51:39: heisst Dreiunddreißig Scheine Ich erinnere mich dass du damals dreißigtausend sagst.
00:51:42: es ist also gar nicht so viel teurer geworden interessanterweise.
00:51:45: Dreinunddreißig scheinen auf den Tisch genossenschaftsanteile Und dann mietet man sich eine Wohnung und zahlt monatlich Smith Geld für eine Wohnung je nachdem was man da braucht.
00:51:54: Das habe ich verstanden lieber Michael.
00:51:56: Ich finde die Wohnung und ich zahle fürs Essen Ja und fürs essen.
00:52:00: das ist nämlich auch genial.
00:52:01: ich wir haben ein sogenanntes bieter verfahren.
00:52:03: also dass heißt wir probieren immer geniale sachen aus.
00:52:05: ja es ist nicht einfach nur so hey.
00:52:07: Essen kostet ja zwölfhünfzigsmittagessen abgerechnet sondern wir haben einen bieternverfahren.
00:52:12: das heißt ich biete einen monatsbetrag fix für ein ganzes Jahr.
00:52:16: Und das funktioniert dann so, dass wir uns im herbst treffen dann stellt die landwirtschaft und die küche ihr budget vor die sagen was sie brauchen um uns gut versorgen zu können und dann bietet jeder Ein Betrag und dann gucken wir ob der betrag zusammenkommt.
00:52:31: Und wir kreisen dann so lange, bis wir den betrag zusammengaben oder bis wir eine einigung gefunden haben dass die küche und landwirtschaft sagt okay es kommen ja zwanzig tausend weniger zusammen dann kürzen wir hier irgendwas weg dann kriegt ihr jetzt keine mörchen mehr sondern nur rote bete.
00:52:46: und dann finden wir immer eine einigung ja und das heißt dann hat die landwirtschaft und die kücher hatten verletzlichkeit dass sie finanziert werden Und wir zahlen einen festen Betrag das ganze Jahr über und werden hier rund um die Uhr gut versorgt.
00:52:59: Das ist natürlich auch ein geniales Verfahren,
00:53:01: d.h.,
00:53:02: ich gucke nicht welche Leistung nehme ich, sondern ich guke was kann ich denn reingeben?
00:53:06: Dann kann es sein dass ich sage ich bin zwei drei Tage die Woche gar nicht da.
00:53:10: und trotzdem weil ich es mir leisten kann zahle ich hier in Betrag der sehr üppig ist damit andere Menschen die vielleicht weniger Geld haben mit weniger Geld sich vollversorgen können.
00:53:20: Und das ist natürlich auch genial, weil das schafft eben auch wieder Verbindung.
00:53:23: Wie gesagt klar!
00:53:24: Das schafft so ein Wir-Gefühl und diese Bieterrunden die sind einfach auch wieder eine schöne Anlass um richtig gut in Verbindung zu kommen.
00:53:34: Michael mir wird da immer so bisschen warm ums Herz ne?
00:53:36: Weil ich kenne dich ja auch ein bisschen ne?
00:53:38: Und das is jetzt hier kein Gesabbel von irgendeinem Gehmann im Sonner nicht kenn'n dich...das ist absolut Glaubhaft was du sagst.
00:53:45: du bist als menschglaubwürdig und das ist alles so wie du das sagst.
00:53:48: und das finde ich so toll.
00:53:51: Weil wir glaube ich wir Menschen wollen ja alle immer das gute Leben und wir wollen alle zufrieden sein selbstwirksam sein wir wollen eine gute Gemeinschaft leben und gemeint hat es wichtigste überhaupt und verschiedene Lebensform muss ihr das kurz nochmal erzählen, ich bin hier in ausfels fahren groß geworden und es gab mal im spiegel in den siebziger jahren bericht über nordhessen ist ein dorf hier nebenan Wo ist eine Lebensgemeinschaft gehabt?
00:54:13: Die haben so einen alten Hof gekauft.
00:54:15: Da kommen jetzt die Kommune kommt!
00:54:16: Die haben alle auf dem Land gesagt, die Kommuna ist da und so bin ich sozialisiert worden.
00:54:21: Die hatten die nettesten Mädels... Wie das immer so ist für mein Junges.
00:54:26: Und das ist einer der Gründe warum ... Ja, weißt du Ostermärsche und gegen Atomkraft und so.
00:54:31: Das war eine tolle Lebensgemeinschaft aber da waren natürlich auch ein paar Freaks dabei, ne?
00:54:35: So nur die Alt-Achten-Sechziger und alles gelt in einen Topf von irgendwie... Und da ist keiner mehr von den Gründern noch da!
00:54:41: Es sind alle andere Menschen mittlerweile.
00:54:44: Das heißt das ist glaube ich schon ein erfolgreiches Modell gewesen.
00:54:47: Da waren sehr spannende Menschen.. Aber es klang nicht so nachhaltig gewesen wie das was ihr hier macht soweit ich das über beurteilen kann.
00:54:54: Und das finde ich schon wirklich sehr, sehr beachtlich dass euch das Offensichtlich sehr gut gelungen ist.
00:55:00: Also Schapo, mein Glückwunsch.
00:55:03: und in der Zusammenfassung wer sich dafür interessiert?
00:55:07: Und zwar eben nicht die Leute, die denken ich will im Alter nicht alleine sein, dann gehe ich mal so eine Gemeinschaft mit.
00:55:12: Das funktioniert natürlich nicht!
00:55:13: Der Michael lächelt gerade oder das merken die ja.
00:55:15: Die sind ja nicht doof da.
00:55:16: Die hundert Leute merken ja warum da Leute hin wollen Und deswegen kommt es auch für mich nicht infrage.
00:55:21: ich werde nicht bei dir anklopfen.
00:55:22: Ich glaube das ist nicht mein lebens, ich bin ziemlich sicher dass das nicht mein lebensmodell aus dem seid ihr regional falsche seit im süden und ich will eher in norden und das ist halt auch so eine lebensentscheidung.
00:55:31: aber fertig auf jeden fall mal besuchen irgendwann und ich bin ja davon überzeugt dass dieser podcast sehr erfolgreich wird und dass das sehr viele menschen hören werden und die werden euch irgendwann die bude einrennen.
00:55:41: also dann muss man einmal fragen wir wie kommst du da drauf?
00:55:45: Labarababa, ich hab noch eine Sache.
00:55:48: Gibt's ein Lieblingslied?
00:55:50: Wenn du nur ein Lied mitnehmen kannst in deinem Leben, wenn alle Musik tot wäre und du hast nur ein einziges Lied ob das Bach ist oder Beethoven oder Bapp gibt es einen Lied was dir spontan einfällt auf dass du nicht verzichten möchtest?
00:56:05: Oh, das ist jetzt ne verdammt schwierige Frage!
00:56:07: Ich habe so'ne ganz bunt gemischte Playlist auf Spotify.
00:56:12: Schwierig, ne?
00:56:12: Ist total gemein aber ich probiere einfach mal.
00:56:15: Ja und also mir kommt jetzt hier spontan so Pink Floyd, Wish You Were Here.
00:56:20: Das ist ein Song.
00:56:21: wenn ich den höre Augen zu mache dann fange ich an zu schweben.
00:56:26: Super!
00:56:28: Vielleicht total nachvollziehen ist auch eins meiner Lieblingslieder.
00:56:30: ich bin durchvergessern auf einem auf einer Veranstaltung fahren Hause und hab wieder eines meiner lieblingsglieder gehört.
00:56:35: Und das muss ich mit mich besprechen morgen, dass es von der straights telegraph road.
00:56:40: Das ist sieben Minuten und da gibt's eine Textseile und die lese ich dir mal kurz vor oder du kennst ihr vielleicht?
00:56:46: Und das passt auf eure Gemeinschaft nur ab, die ist andersrum gemacht.
00:56:49: Then came the churches and then came the schools.
00:56:52: them came the lawyers Then came the rules.
00:56:57: Und da muss ich immer an dich denken, wenn ich das höre!
00:56:59: Weil ihr habt mit den Regeln angefangen?
00:57:01: Ihr habt Leute gefunden die das klarziehen und diese Regeln einfordern.
00:57:05: dann habt ihr eine Schule gebaut... ...und die Kirchen baut hier nicht weil ihr offen seid für alles.
00:57:10: insofern ist es andersrum bei euch.
00:57:12: aber dieses Lead Telegraph Road verbinde ich irgendwie ein bisschen mit dem Schloss Tempelhof zumindest dieser eine Zeile.
00:57:19: Mensch Michael Das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht.
00:57:24: bis jetzt Immer eine Frage meinem Podcast, die ich jedem Gast stellen möchte.
00:57:30: Und damit will man dann auch zum Ende kommen und du kannst das so ausschmücken wie du magst.
00:57:35: was ist dein Tipp für ein zufriedenes Leben lieber Michael?
00:57:41: Die große Frage!
00:57:43: Ich habe noch zufriedenheit nicht nach Glück gefragt dass nur Unterschiede
00:57:46: Ja.
00:57:48: also wenn ich von mir spreche es ist vor allen Dingen die kleinen Dinge im leben zu feiern die gut laufen und sich im Moment auch immer wieder zu vergegenwärtigen.
00:58:04: Wow, was habe ich für ein gutes Leben?
00:58:06: Ich meine wir gehören alle zu den neun-neunzig Prozent, nee zu dem einen Prozent Privilegierten auf dieser Welt.
00:58:13: ja allein dass wir in so einem wohlhabenden Land leben das wir nicht von Krieg direkt betroffen sind macht uns einfach so.
00:58:23: also schafft schon mal eine Grundlage einen Augenblick innezuhalten und zu sagen, hey geht's mir gut.
00:58:30: Bei allen Zipperleinen die wir haben das schafft schon viel Zufriedenheit und immer wieder zu überlegen was ist für mich persönlich der klitzekleine nächste Schritt um noch zufriedener zu werden?
00:58:43: Und immer wieder aus seiner Komfortzone rauszugehen?
00:58:47: ich finde es ganz spannend gerade beim Thema Feedback zum anderen Menschen hinzugehen und zu Aber gestern hast du was gesagt, damit ich noch mal kurz mit dir darüber sprechen und damit eine Zwischenmenschlichkeit zu schaffen in die Beziehung zu gehen.
00:59:03: Und ganz bewusst den anderen auch einzuladen hey lass uns offen über Themen zu sprechen dass wir uns gemeinsam weiterentwickeln können.
00:59:11: das schafft für mich auch so ne Zufriedenheit weil ich merke hey Ich bin Teil eines großen Ganzen in diesem Universum und ich kann ein Stück mit entscheiden wohin die Richtung geht.
00:59:25: Ja.
00:59:25: Ein schöner Abschluss, lieber Michael!
00:59:27: Vielen herzlichen Dank für die Zeit und danke dass du hier zu mir gekommen bist.
00:59:31: Vielen dank Tommy.
00:59:32: es hat echt richtig viel Spaß gemacht.
00:59:33: ich danke dir
00:59:35: So Mensch.
00:59:36: damit sind wir zum Ende gekommen unserer nächsten Folge von Tommy's Talk.
00:59:39: Ich wünsche frohes Schaffen in die Runde und wenns gefallen hat gerne auf der jeweiligen Lieblingsplattform nochmal bepralen und bewerten Und in zwei Wochen wieder in die neue Folge reinhören.
00:59:49: Macht´s gut mit meinen besten Wünschen Für den Dreiklang Gesundheit Glück Und Liebe.
00:59:55: Servus!
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